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Ittijahat n° 255 - 15. Januar 2008

Die Bush-Rundreise in der Region : Verteidigung Israels und finanzielle Roadmap

Die Bush-Rundreise in der Region : Verteidigung Israels und finanzielle Roadmap

Die Libanesen warten auf die Rückkehr des Generalsekretärs der Arabischen Liga Amr Mussa der Morgen in Beirut eintrift, bevor er am Freitag Damaskus aufsucht, um Beratungen mit der syrischen Führung zu halten sowie den Eröffnungsfeierlichkeiten der Aktivitäten in Damaskus als Metropole der arabischen Kultur im Jahre 2008, beizuwohnen.

Die heutigen libanesischen Printmedien beschäftigen sich mit den neuen Vorschlägen für die Beendung der Krise, die Mussa mitbringen könnte.

Analysen und Meldungen über die sozialen Probleme und die gestrigen Protestdemonstrationen wurden ebenfalls von den Printmedien behandelt.

Partner | Beirut (Libanon)
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Ereignis und Meinung…….auf regionaler Ebene

Die Rundreise des amerikanischen Präsidenten in der Region geht gemäß einer eindeutigen sogenannten Roadmap vor sich, die seine Erklärungen und Gesprächsthemen über die Lage in der Region, ihre Auszüge bestimmen. Die wichtigsten Merkmale dürften folgende sein:

- 1- Die Übertreibung des iranischen Themas wird zu Gunsten Bushs und seines Hauptalliierten Sarkozy fallen und zwar in Form von Waffengeschäfte, die hohe Gewinne bringen. Somit wird nicht nur die politische und mediale Aufgabe der Kampagne über das iranische Nuklearprogramm an den Vordergrund rücken, sondern auch eine wirtschaftliche finanzielle und Handelsaufgabe die auch an die Seite des Politischen rückt.

- 2- Das zentrale Anliegen von Bush ist die Vermarktung seiner Anforderungen über die palästinensische Frage, und die sich hauptsächlich auf die finanzielle Erdrosselung des Gazastreifens und die Zusammenarbeit zwischen Israel und der Autonomiebehörde von Abbas, konzentriert, um den Nationalwiderstand endgültig zu liquidieren. Ägypten und Saudiarabern sollen sich, nach den Wünschen Washingtons, jeder Bemühung enthalten, den innerpalästinensischen Dialog wieder zu beleben.

- 3- Bush wird Druck auf die arabischen Regierungen ausüben, um ihre Beziehungen zu Israel zu entwickeln und eine Chance für eine israelische Militäroperation gegen den Nationalwiderstand zu geben.

- 4- Die Blutbäder werden weiterhin im Westjordanland und im Gazastreifen stattfinden und die Israelis warten weiterhin auf die Veröffentlichung des Winograd-Berichts und seine möglichen Auswirkungen auf die innenpolitischen Zustände im hebräischen Staat.

Internationale und arabische Presse:

- Die amerikanische Zeitung New York Times widmete ihren heutigen Leitartikel der irakischen Krise und meinte, diese Krise wird auch das Hauptproblem für den Nachfolger von Bush bleiben, denn er muss die Zerstörung, die als Folge des Bush-Kriegs im Irak entstand, wiedergutmachen. Der Bush-Krieg hätte nicht geführt werden sollen und er wurde auch sehr schlecht verwaltet.

- Das emaratische Blatt Al Khalidsch betrachtet die israelische Hinhaltetaktik bei den Verhandlungen mit den Palästinensern als eine Strategie, die von Israel seit seiner Gründung verfolgt wird, während sich die andere Seite Illusionen hingibt, wonach die Israelis sich ändern können und mindestens an den Uno-Resolutionen festhalten.

- In der syrischen Zeitung Tischrin schreibt heute Omar Dschaftali , u.a., wer den amerikanischen Präsidenten zuhört während er von Freiheit und Demokratie predigt, wird seine Heuchelei sofort erkennen. Der Schriftsteller meint weiter, nach den Herauforderungen der Regierung von Bush, deren Gefährlichste die Okkupation des Iraks war, darf diese Regierung und deren Chef nicht mehr von Freiheiten und Menschenrechten sprechen, während sie tagtäglich diese Rechte in der ganzen Welt, mit Füssen treten.

Arabische Satellitensender:

- Der syrische staatliche Satellitensender meldete, Teheran und die Internationale Atomenergieorganisation haben sich auf die Lösung der anstehenden Probleme geeinigt. Zum Anderen wies der Satellitensender auf die Erklärung von Informationsminister Bilal hin, wonach er die italienische Haltung gegenüber die Wiedererlangung des besetzten Golans, hervorhob und pries.

Talkrunden in den arabischen Satellitensendern:

Im Programm "Aktuelle Themen" auf dem Bildschirm des syrischen Satellitensenders meinte Felix Penes , Forscherin beim Istitut für politische Studien, die amerikanischen Militärbasen sind in der Golfregion und im Nahen Osten seit 1975 um Israel einen Schutz und Unterstützung zu gewähren und das Öl der arabischen Golfländer unter Kontrolle zu haben. Im selben Programm meinte Mohammad Musfer , Prof. der politischen Wissenschaften, Bush praktiziert seinen Terror von dem Weißen Terrorhaus ausgehend. Heute im Golfgebiet bettelt er um eine Anstellung bei einer Erdölfirma und um Gelder für seine Bibliothek.

Auch im selben Programm sagte George Hadschar , Prof. für internationale Beziehungen, Bush fehlt an Glaubwürdigkeit und er befindet sich in einem Zusammenbruch. Er wies auch darauf hin, dass die USA Nichts gegen Iran machen können.

Ereignis und Meinung…….auf libanesischer Ebene

Die Rückkehr Mussas und die Verschlechterung der Lebenszustände

Gespannt ewartet der Libanon die morgige Rückkehr vom Generalsekretär der Arabischen Liga Amr Mussa , sowie in einer Atmosphäre, die es nicht erlaubt, die Ergebnisse einer neuen Gesprächsrunde der arabischen Bemühungen für die Lösung der libanesischen Krise vorauszusagen:

- 1- Protesterscheinungen als Folge der wirtschaftlichen Leiden, die zu unkontrollierbaren Folgen führen könnten, insbesondere da Opposition und Regierungsanhänger gleichzeitig davon betroffen sind.

- 2- Verbreiteten Informationen zu Folge, wird Mussa, mit saudischer Hilfe, ein Zusammentreffen der Abgeordneten Aoun und Hariri zustande bringen können.

- 3- Die Drohung des französischen Außenministers, die Präsidentschaftskrise im Libanon zu internationalisieren, sollte die arabische Initiative in eine Sackgasse geraten.

- 4- Die Eskalation der Androhungen von Bush während seiner Golfreise, gegen Hisbullah, Syrien und Iran, und die Betonung der Unterstützung der Regierung Sionioras .

- 5- Eine Erklärung des ägyptischen präsidenten Mubarak , wobei er die syrische Rolle bei der Druckausübung auf die libanesische Opposition und mit der Abhaltung des arabischen Gipfels im kommenden März in Damaskus, in Zusammenhang bringt.

- 6- Der saudische Außenminister fordert Syrien auf, die libanesische Opposition von der arabischen Initiative zu überzeugen.

Libanesische Presse:

Die libanesischen Printmedien beschäftigen sich heute hauptsächlich mit der erwarteten Rückkehr des Generalsekretärs Mussa in den Libanon und mit seinem erwarteten Besuch am kommenden Freitag in Damaskus um Gespräche mit der syrischen politischen Führung durchzuführen.

- In diesem Zusammenhang meinte die Zeitung Ad Diyar, nach privaten Informationen, Mussa werde mit sich den Vorschlag bringen, wonach die Ministerposten je zu einem Drittel zwischen der Regierungsanhänger, der Opposition und dem Präsidenten verteilt werden.

- Al Akhbar beschäftigt sich mit der Sozialsicherheit und meint; die Regierung läßt absichtlich das Chaos schalten und walten und die Protesterscheinungen lassen auf diese Warnung hinweisen.

Nachrichten der libanesischen Satellitensender:

Wie die libanesischen Printmedien so auch die Fernstationen, die sich in ihren Nachrichtenmeldungen auf die Rückkehr von Mussa konzentrierten.

- So fragte der Fernsehkanal Al Manar, was kann Mussa machen, wenn sich die Neins der Regierungsfraktionen nicht ändern? Warum der Versuch, den Ball in die Spielhälfte Syriens zu werfen, nachdem es die arabische Initiative in Kairo zustimmte und die Blicke von dem wahren Verantwortlichen für die Behinderung der Beilegung ablenken? Insbesondere nachdem Bush über die Möglichkeit der Einbürgerung der Palästinenser, wenn auch indirekt, sprach.

- Das nationale Fernsehnetz NBN meint, das Land tritt weiter auf der Stelle auch wenn Mussa zurückkommt, denn die regierenden Fraktionen wollen die Macht an sich allein reißen.

Tendenzen ist ein tägliches, politisches Informationsmagazin über den Nahen-Osten das von der libanesischen Nachrichtenagentur New Orient News in Beirut herausgegeben wird. Sie finden es auf Voltairenet.org, in Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Besuchen Sie auch Indicators, das tägliche wirtschaftliche Informationsmagazin über den Nahen-Osten, erhältlich in Englisch, Arabisch und Spanisch.

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