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Massaker in Beirut

Massaker in Beirut

Der Tag der "Arabischen Initiative" in Kairo, verging nicht ohne direkte Auswirkungen auf die libanesiche Bühne, als Gewaltaktionen im Südteil der Stadt Beirut stattfanden und die Libanesen an Ereignisse erinnerten, die sie, keine Ähnliche mehr haben wollen. Die heutigen Massenmedien beschäftigen sich mit den Sicherheitsauswirkungen und weisen suf neun Todesfälle hin, die angeblich durch eine "Dritte Seite" verursacht wurden. Es wird auch daraufhinghewiesen, dass die politischen Differenzen in Kairo, nicht entschieden wurden, und dass es nur zu einer Flotation der Arabischen Initiative, mit wenigen Änderungen, kam.

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Ereignis und Meinung…….auf regionaler Ebene

Israel erharrt zwischen einem möglichen Abkommen über die besetzten Gebiete.....und dem erwarteten Winograd-Bericht

Die palästinensischen Ereignisse bleiben im Mittelpunkt aller Entwicklungen in der Region. Bemerkenswert sind folgende Erscheinungen auf der regionalen politischen und medialen Bphne:

- 1. Verstärkung der amerikanisch-israelischen Druckausübung auf die Ägypter, damit sie die Übergänge zum Gazastreifen wieder sperren.

- 2. Das Treffen Abbas-Olmert, das zu keinem Ergebnis führte, insbesondere nach dem Abbas kein Entgegenkommen seitens Israels, in Bezug auf die Übergabe der Kontrolle auf alle Grenzübergänge zwischen Israel und dem Streifen, einschließlich den Rafah-Übergang zu Ägypten, fand.

- 3. Ein verstärkter israelischer Vorstoß in Richtung der Bindung des Gazastreifens an Ägypten und das Westjordanland an Jordanien in einer Art Mandatübergabe. Dadurch kann sich Israel einen praktischen Ausweg finden aus seinem Scheitern bei der Unterwerfung der palästinensischen Bevölkerung, sowie um die Beteiligung der arabischen Alliierten Washingtons in der Region, an der Idee des Torpedierens eines Palästinenserstaates, zu garantieren.

- 4. Alle halten sich den Atem in Israel knapp vor der Bekanntmachung des Winograd-Berischtes, wobei sich Olmert und seine Minister zurückzogen um ihre individuellen Rechnung zu machen, die ihnen aus dem Bericht aufgezwungen werden könnten.

- 5. Die Hamasführung und die Kontrollkommission der palsätinensischen Nationalkonferenz in Damaskus, beginnen umfassende Kontakte und Bemühungen unter dem Motto; "Nationaleinheit und Dialog mit Fatah".

Internationale und arabische Presse:

Ezz Eddin Darwisch , schreibt einen politischen Kommentar in der syrischen Zeitung Tischrin, in dem er sich skeptisch zeigt und meint; der Durchbruch der Grenzübergänge zwischen Gaza und Ägypten hat zwar Nahrungsmittel und andere Bedürfnisse für die Bevölkerung von Gaza, garantiert, die allgemeine palästinensische und arabische Bühne bleibt jedoch nach wie vor, schwermütig und auf die Beendigung der Nationalrechte der Palästinenser gerichtet, auf der Art und Weise, die von Israel und den USA diktiert wird.

Zwi Bariel schrieb in der kuwaitischen Zeitung Al Qabas, u.a.; was gegenwärtig in Gaza geschieht, ist nicht nur ein Durchbruch in die Grenzsperren zu Ägypten, sondern es stellt eine strategische Änderung dar, die die israelische Politik, entblößt hinstellt. Denn die Theorie wonach Israel, dem Terror durch die Isolierung einer ganzen geografischen Region zu bekämpfen, brach zusammen. Der Schriftsteller wies auch darauf hin, dass die Politik, die das Ziel hatte, einen Zivilausfstand gegen Hamas zu erreichen, zeigte sich als vollkommen unnutz.

Das emiratische Blatt Al Khalidsch, meint im heutigen Leitartikel, die gestrigen Gespräche zwischen dem Palästinenserpräsidenten Abbas und dem israelischen Ministerpräsidenten Olmert , sind in Form und Inhalt, fehl am Platze. Abbas sendet falsche Signale in Richtung Israels, sowie in Richtung der Gazabevölkerung. Die Israelis können verstehen, dass ihm die Abriegelung von Gaza Nichts macht und die Bevölkerung von Gaza denkt sich; Abbas schert sich nicht ums geringste um ihre Gefühle.

Arabische Satellitensender:

Die syrische Fernsehstation meldete in einer Berichterstattung; Souleiman Frandschijeh , der Chef der Bewegung Al Marada (zu Deutsch: die Riesen), betonte, dass die Opposition ihre Forderung nach dem Sperrdrittel in der kommenden Regierung nicht aufgeben werde. Er stellte die Frage noch dazu auf, warum wird das Gerichtsverfahrten über den Mord von Rafiq Hariri finanziert, während man bis jetzt nichts über den Mord von Ex-Ministerpräsidenten Raschid Karami , bekannt gab. Frandschijeh bezeichnete Samir Geagea , den Chef der Forces Libanaises, als frecher Verbrecher, und dass er von seiner Gefangenschaft keine Lehren gezogen hatte.

Talkrunden in den arabischen Satellitensendern:

Auf dem Bildschirm des Arabischen Nachrichtennetzes ANB und bei einer gestrigen Berichterstattung, sagte der Islamgelehrte Muhammad Hussein Fadlullah , US-Präsident Bush soll vors Gericht als den größten Lügner in der Welt gestellt werden, denn er war hinter dem Tode von Hunderttausenden, der Zerstörung von Wirtschaften und dem Raub von Schätzen zahlreicher Völker, dank seiner Lügen.

Ereignis und Meinung…….auf libanesischer Ebene

Abwarten und Besorgnisse : das Massaker von Mar Michael in Beirut und der Gipfel in Kairo

Das Interesse teilte sich im Libanon auf den blutigen Zusammenstößen in Beirut und auf dem Kairoer Treffen der arabischen Außenminister:

- 1. Das erschütternde Ergebnis der gestrigen Geschehnisse in Beirut, war ein gefährlicher politischer Schock für die Öffentlicheit, denn 9 Personen fanden den Tod und mehr als zwanzig Unschuldige Personen wurden verletzt. Ihre Schuld ist, dass sie friedlich über den häufigen Stromausfall in ihren Wohnvierteln protestieren wollten.

- 2. Hisbullah und die Amal-Bewegung forderten eine sofortige und umfassende Untersuchung, denn es gibt weiterhin uneindeutige Geschehnisse, die geklärt werden müssen.

- 3. Die Regierungskoalition wiederholte ihre Beschuldigungen und Verleumdungen gegen die Opposition

- 4. Das Treffen der arabischen Außenminister beauftragte nochmals Generalsekretär Mussa , eine nochmalige Kontaktrunde aufzunehmen. Es sei aber zu erwarten, dass Mussa am Ende seiner Missiom beim Scheitern landen wird, denn Washington werde jede Beilegung der Krise im Libanon behindern, bis die Frage von Gaza, auch wenn nur telweise, beigelegt wird.

Libanesische Presse:

Die Sicherheitsatmosphäre und die gestrigen Geschehnisse in Teilen der Hauptstadt Beirut füllten die Seiten der heutigen Beiruter Printmedien, zu gleicher Zeit mit dem arabischen Treffen in Kairo, das zu keinem entscheidenden Ergebnis kam.

So schrieb die Zeitung Ad Diyar in diesem Zusammenhang, der gestrige schwarze Sonntag erinnere sehr an dem Krieg von 1975; der einzige Unterschied liegt darin, dass es damals der Armee nicht erlaubt war, auf die Strasse zu gehen. Gestern jedoch konnte die Armee einen inneren Aufruhr hindern.

Das Blatt meinte auch, die arabischen Außenminister konnten gestern keine Einigung erreichen, denn obwohl das Treffen ein Arabisches war, war Washington durch seine Alliierten anwesend und konnte sogar aus dem Vetorecht Gebrauch machen, um die Teilnahme der libanesischen Opposition mit einem Sperrdrittel an der kommenden Regierung zu verhindern.

Nachrichten der libanesischen Satellitensender:

Die libanesischen Fernsehstationen interessieren sich in ihren Nachrichtenmeldungen ebenfalls für die gestrigen Geschehnisse in Teilen von Beirut, am selben Tag, an dem die arabischen Außenminister fehlten, etwas Neues in der libanesischen Krise zu erreichen.

So meint der Fernsehkanal Al Manar; erneut zeigt sich der blutige Aufruhr aus seinem Versteck heraus. Die soziale Tragödie begann mit einem friedlichen Prozess gegen Stromausfall und Preiserhöhungen, um mit neun Toten und mehr als zwanzig Verletzten zu enden.

Das New TV fragte; war es der Strom, der den Zorn entflammte oder vielleiocht die elektrosierende Politik?

Talkrunden in den libanesischen Satellitensendern:

In dem Programm "Wochenschau" auf dem Bildschirm des Fernsehkanals New TV, bezeichnete Ex-Vizepräsident des libanesischen Parlaments Elie Farsali , den gestrigen Sonntag als den schwarzen Sonntag und forderte eine Untersuchung, denn die Folge war schließlich neun Tote und Dutzende Verletzte. Er beschuldigte die Araber, sie hätten Nichts gemacht weder für den Libanon, noch für den Irak und Palästina. Er meinte weiter, der amerikanisch-israelische Plan hat den Libanon als ein offenes Schlachtfeld im Ziel.

Der Chefredakteur der ägyptischen Zeitung Al Ahram, Ussama Saraja , sagte im selben Programm, Syrien zog sich von der Unterstützung von General Souleiman zurück. Er meinte auch, Generalsekretär Mussa sei nicht parteiisch mit der Regierungskoalition.

Tendenzen ist ein tägliches, politisches Informationsmagazin über den Nahen-Osten das von der libanesischen Nachrichtenagentur New Orient News in Beirut herausgegeben wird. Sie finden es auf Voltairenet.org, in Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Besuchen Sie auch Indicators, das tägliche wirtschaftliche Informationsmagazin über den Nahen-Osten, erhältlich in Englisch, Arabisch und Spanisch.

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