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Ittijahat n° 259 - 21. Januar 2008

Palästinensischer Wiederstand gegen Massenmord und Kollektivstrafe

Palästinensischer Wiederstand gegen Massenmord und Kollektivstrafe

Printmedien und alle anderen Massenmedien wiederspiegeln heute den Misserfolg der Mission des Generalsekretärs der Arabischen Liga, Amr Mussa, und nachdem es zu eindeutigen Differenzen bei der Interpretation der arabischen Initiative für die Beilegung der libanesischen Krise. Oppositionelle Kreise forderten die Einladung einer Delegation der Opposition zu den kommenden Trefen der Arabischen Liga, um sie, ihrerseits, ihre Vorstellungen vorlegen zu können, denn es darf nicht nur eine Streitpartei bei diesen Trefen zu Wort kommen, während die andere ungehört bleibt. Die Massenmedien beschäftigen sich weiterhin mit der Rede vom Generalsekretär der Hisbullah Sayyed Hassan Nassrullah, anläßlich des zehnten Muharram, des ersten Monats des Hidschra-Jahres, wobei er eine eindeutige und entschiedene Antwort auf die Starrheit der Vorstellungen und Haltungen der Gegenpartei auf lokaler und regionaler Ebene, gab.

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Ereignis und Meinung…….auf regionaler Ebene

Das Massaker im Gazastreifen dauert an und die israelische Entschlossenheit, der palästinensischen Bevölkerung in diesem Landstrich Massenbestrafung aufzuerlegen, führt zu mehr Leiden und gesundheitliche und wirtschaftliche Katastrophen. Verbreiteten Informationen in Israel zu Folge, geht diese hermetische Isolierung Seite an Seite mit weiteren Liquidierungsoperationen gegen führende palästinensische Aktivisten.

- Die Frage ist nach dem Nutzen dieser Operationen. Es scheint, diejenigen Israelis, die meinen, man sollte eine realistische palästinensische Strömung herauskristallisieren, haben nun die Oberhand in Israel.

- Die Meinung der israelischen Minderheit der Entscheidungsträger ist, dass die Massenbestrafungen den politischen Radikalismus stärken und sogar die Erfolgschance des Teams um den Chef der palästinensischen Autonomiebehörde Abbas, schwächen werden. Solche Politiker meinen sogar, ein Dialog mit Hamas wäre richtig am Platze, gerade um das Team von Abbas zu schonen..

- Die offizielle Haltung der arabischen Regierungen hat sich nicht geändert. Es sei aber zu erwarten, dass sie eine Reaktion auf die Forderung vom Sayyed Hassan Nassrullah zeigen, wonach er politische und populäre Solidarität mit dem palästinensischen Volk forderte. Dadurch könnte ein Schneeball in Konfrontation mit der amerikanischen Druckausübung entstehen.

- Eine bemerkenswerte saudische Haltung ließ sich überraschend vernehmen, als ein hochrangiger Verantwortlicher in Riad erklärte, Saudiarabien sei bereit, Israel anzuerkennen.

Internationale und arabische Presse:

- In der syrischen Zeitung Tischrin, schrieb Ezz Eddin Darwisch einen Artikel in dem er meint, was gegenwärtig in den besetzten palästinensischen Gebieten, vor allem im Gazastreifen, geschieht, noch vor der Rundreise von Bush erwartet wurde, danach haben sich diese Erwartungen bewahrheitet. Er wies darauf hin, dass es keinen Platz mehr für diplomatische Ausdrücke gibt und dafür, was zwischen den Zeilen über Realismus gesprochen und gelesen werden kann. Israel sagt den Arabern offen und eindeutig, wir wollen euren Frieden nicht.

- Die heutigen israelischen Printmedien beschäftigen sich hauptsächlich mit den Äußerungen von Nassrullah, dass die Hisbullah Leichenreste von israelischen Soldaten, die im Krieg vom Juli 2006, getötet wurden, noch immer aufhebt. In diesem Zusammenhang betonte die israelische Schriftstellerin Arielle Hoffmann in Jediot Acharonot, dass Nassrullah geglaubt werden muss, denn er lügt diesmal auch nicht. Der politische Korrespondent der Zeitung, Ben Kassbett , meint auch; man weiß in Israel, dass Nassrullah nicht lügt und wenn er sagt er habe Leichenreste, dann hat er das bestimmt.

- Die emiratische Zeitung Al Bayan meint in ihrem Leitartikel, dass die Forderung des Uno-Verantwortlichen für Menschenrechte in Gaza, israelische Verantwortliche wegen Kriegsverbrechen im Gazastreifen, vors Gericht zu stellen, dann ist dies sicher ein gerechter, auch wenn ein später Aufruf.

Arabische Satellitensender:

- Der syrische Fernsehsender meldete, Präsident Baschar Al Assad eröffnete die zeremonielle Feierlichkeit anläßlich der Erklärung von Damaskus als Metropole der arabischen Kultur fürs Jahr 2008. er betonte, Damaskus habe eine tiefe Bedeutung im arabischen Bewusstsein als die Stadt des geistigen Reichtums.

Ereignis und Meinung…….auf libanesischer Ebene

Die arabische Initiative ist in eine Sackgasse geraten.....und die Internationalisierung wird erwägt

Generalsekretär Mussa hinterließ bewölktes Klima in Beirut. Es wird verbreitet, dass er erst nach dem kommenden Treffen der arabischen Außenminister nach Beirut zurückkommen könnte. Nach der x-maligen Verschiebung der Wahlsitzung, die für heute vorgesehen war, konzentrieren sich die Entwicklungen um Folgendes:

- 1- In Bezug auf den Konflikt mit Israel zeigt sich ein Höhepunkt der Spannungen. Grund hierfür natürlich ist das öffentliche Erscheinen von Sayyed Nassrullah und seine Äußerungen, die in Israel eine tiefe Verwirrung verursachten.

- 2- Unklarheit über den weiteren Verlauf der arabischen Initiative bzw. des arabischen Beilegungsplans, der erfolglos, in Folge der gleichen Interpretation der Klausel über die nationaleinheitliche Regierung, durch Mussa , mit der Interpretation des regierenden Bündnisses 14 März, ausging. Mussa stellte sich an die Seite der regierenden Gruppen während die Opposition schon von Anfang an gegen diese interpretation war.

- 3- Sich widersprechende Informationen sprechen von einem verkleinerten Gipfel für die Erläuterung der libanesichen Krise, an dem die Regenten Ägyptens, Syriens, Saudiarabiens, Omans und Qatars, um eben diese arabische Initiative zu aktivieren.

- 4- Es erscheinen weitere Indizien für Bemühungen um die Internationalisierung dieser Krise, obwohl der amerikanische Botschafter in Beirut jedwede Kenntnis über solche Bemühungen dementierte. Was man von Paris hört, reiht sich zwischen zwei Möglichkeiten; entweder ein französischer Anschluss an der arabischen Initiative oder aber eine Weiterleitung der ganzen Akte zum Weltsicherheitsrat.

- 5- Die Haltung von Sayyed Nassrullah , im Namen der Opposition, über eine direkte umfassende Rettungsoperation, sowie seine Warnung an jene, die für die Interantionalisierung arbeiten.

Libanesische Presse:

- Die libanesischen Printmedien beschäftigen sich mit den Aktivitäten vom Generalsekretär der Arabischen liga, Amr Mussa , und seinen Beratungen mit den verschiedenen libanesichen Gruppierungen. So schrieb As Safir der nächste Schritt ist der schwerste in bezug auf klare Antwortungen und haltungen beider Konfliktspartner.

- Ad Aiyar stützt sich auf privaten Quellen und meint; Mussa konnte die Meinungsunterschiede beider Parteien nicht näher aneinader bringen, obwohl er sie zu einem gemeinsamen Treffen bewegte. Beratungen und Verhandlungen über die Klausel der Regierungsbildung treten weiterhin auf der Stelle. Dem parlamentarischen Mehrheitsführer Sa’d Hariri, nahestehenden Quellen zu Folge, war das erste Zusammentreffen zufriedenstellend.

Nachrichten der libanesischen Satellitensender:

- Die libanesischen Fernsehstationen konzentrierten sich in ihren Nachrichtenmeldungen auf die Ergebnisse der Beratungen vom Generalsekretär Mussa mit den libanesischen Konfliktsparteien. Seinerseits meinte der Fernsehsender Al Manar, Israel erlebte auf allen militärischen, politischen, medialen und Sicherheitsebenen einen Zustand der Hysterie im Anschluss an der Rede vom Generalsekretär der Hisbullah Hassan Nassrullah. Kaum vergingen Minuten nach seiner Rede, beschäftigte sich die israelische Bevölkerung und ihre Führung mit der Erklärung über Leichenreste israelischer Soldaten im Besitz der Hisbullah.

- Das New TV fragte, wer wird die Verantwortung für den Misserfolg Mussas tragen, nach dem der Stab Moses (Mussa=Moses) gebrochen wurde? Mussa flog heim nach Kairo, mit der Verzweiflung und wiederholtem Scheitern voll beladen.

Talkrunden in den libanesischen Satellitensendern:

- In dem Programm "Wochenschau" auf dem Bildschirm des New TV, meinte der Abgeordnete Hadi Hbeisch , die Opposition lehne die arabische Beilegung ab und sie soll das offen zugeben. Er meinte auch, Ex-General Aoun war nicht von der Opposition bevollmächtigt, Entscheidungen im Vierertreffen , zu treffen. Imselben Programm meinte auch der Journalist George ’Alam, die arabische Initiative sei nicht speziell für den Libanon, denn die Meinungsunterschiede liegen auch in Saudiarabien selbst, wo eine politische Strömung dort, die strategischen syrisch-iranischen Beziehungen trennen wolle.

Tendenzen ist ein tägliches, politisches Informationsmagazin über den Nahen-Osten das von der libanesischen Nachrichtenagentur New Orient News in Beirut herausgegeben wird. Sie finden es auf Voltairenet.org, in Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Besuchen Sie auch Indicators, das tägliche wirtschaftliche Informationsmagazin über den Nahen-Osten, erhältlich in Englisch, Arabisch und Spanisch.

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