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Ittijahat n°261 - 31. Januar 2008

Um Olmert zu schützen, befiehlt Bush den Winograd-Bericht zu ändern

Um Olmert zu schützen, befiehlt Bush den Winograd-Bericht zu ändern

Der gestern veröffentlichte Winograd-Bericht stellt das Hauptthema der heutigen Massenmedien auf arabischer und Weltebene, dar. Die libanesischen Printmedien haben dieses Thema besonders umfassend behandelt und die Hinweise auf das Scheitern Israels bei seiner Aggression auf den Libanon und seinen Nationalwiderstand im Juli 2006, hervorgehoben. Diese Medien erwarten viele Auswirkungen desselben auf die politische und militärische Führung in Israel, wobei neue Koalitionen der Parteien entstehen können. Trotzdem aber blieben die Auswirkungen der Ereignisse des "Schwarzen Sonntags" und die angestellten Untersuchungen, im Mittelpunkt des Interesses der libanesischen Massenmedien.

Partner | Beirut (Libanon)
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- Der Winograd-Bericht ist das Hauptthema der politischen Kreise und der Massenmedien in der Region. Er wird wahrscheinlich noch längere Zeit ein Diskussionsthema bleiben, denn es wird erwartet, dass einige geheimgehaltene Informationen, doch noch eines Tages ans Licht kommen, insbesondere jene Informationen, die mit den Vorbereitungs- und Umsetzungsphasen dieser amerikanisch-israelischen Aggression, sowie mit den Allianzen, die für diese Aggression abgeschlossen wurden, in Zusammenhang stehen. Es wird geglaubt, dass viele Araber und Libanesen in dieser Aggression verwickelt wurden.

- Bemerkungen der israelischen Eindrücke festigen die Schlussfolgerung, dass Präsident Bush seine Hand im Spiel hatte und was zu veröffentlichen und was nicht zu veröffentlichen ist, diktierte. Bush wollte damit seinen Alliierten Olmert seinen Verbleib als Regierungschef garantieren.

- Die Massenmedien sahen in den israelischen Reaktionen eine starke Kampagne des Likud-Blocks gegen Olmert , während Barak , nur deswegen schwieg, weil seine Partei auch, durch den früheren Verteidigungsminister und den Generalstabschef, mitverantwortlich ist. Verfeinert wurde die Kritik nur auf politischer Ebene, während die Unfähigkeit auf miltätischer Ebene eine "semimilitärische Organisation", wie im Bericht steht, niederzuschlagen, hervorgehoben wurde.

- Bemerkenswert ist auch, dass der Bericht Verständnis für mehrere Entscheidungen von Olmert und Peretz zeigte, die in dem Zwischenbericht kritisiert wurden, insbesondere in Bezug auf den sogenannten Bodenkrieg in den letzetn Tagen der Aggression.

Internationale und arabische Presse:

-  Ezz Eddin Darwisch , schreibt heute in der syrischen Zeitung Tischrin u.a.; es scheint, dass dier Regierung von Bush, die bei all ihren Vorhaben auf innen- und außenpolitischer Ebene, angefangen von den Kriegen zu den verschiedenen Lügen und Erfindungen, scheiterte, nun in ihrem letzten Amtsjahr entschlossen zu sein scheint, in der Region "offen zu spielen". Sie verzichtet auf das Minimum an politischem und diplomatischem Verhalten, das sie früher in der Region anwandte.

- Der Schriftsteller schreibt weiter, die Bush-Regierung scheint, ihre Rechnungen klären zu wollen, bevor sie sich unbedauert verabschiedet. Daher will sie in ihrem letzten Jahr ihre zerstörerische Arme in die Region überall hin strecken. Sie schlägt direkt im Irak und durch Israel in den besetzten palästinensischen Gebieten, sowie mit konfessionellem Aufruhr im Libanon. Der Kommentator fragte abschließend; kann diese Administration in sieben Monaten erreichen, was sie nicht in sieben Jahren verwirklichen konnte?!

- Die emiratische Zeitung Al Khalidsch, meint, man hatte erwartet, der Weltsicherheitsrat werde anders, mit der Tragödie vom Gazastreifen und außerhalb des Einflussbereiches der USA, umgehen. Die Zeitung meint auch, man hofft, aber die amerikanische Regierung zwingt ihren Willen überall auf, um das zionistische Staatsgebilde vor jedem Beschluss und jeder Verurteilung zu schützen.

Arabische Satellitensender:

- Der syrische Satellitenkanal zitierte den syrischen Informationsminister Bilal , mit seiner Betonung der Notwendigkeit der Beendigung der Isolierung des Gazastreifens und der Verwirklichung der palästinensischen Nationaleinheit. Der Satellitensender betonte auch, dass der Winograd-Bericht, das Scheitern der isralischen Aggression gegen den Libanon bestätigt.

Ereignis und Meinung... auf libanesischer Ebene

Die Rückkehr des Drohung einer Internationalisierung der Präsidentenwahl

- Inmitten der Schneestürme, die den ganzen Libanon umfassten, blieb die politische Hitze vorherrschend und beeinflusste alle Debatten und Haltungen, die sich durch Berichterstattungen und Talkrunden zeigten:

- 1. Der gestern veröffentlichte Winograd-Bericht konnte das libanesische Interesse an sich, mit dem Hintergrund, stark ziehen, dass sich die politische Bühne mit der Verantwortung Israels für seine Aggression 2006, sowie mit der Wahrheit des errungenen Siegs des Nationalwiderstands und der Niederlage der Israelis, stark und lang beschäftigt hatte. Der Oberbefehlshaber der libanesischen Armee general Michel Souleiman , sagte heute dem Blatt An Nahar gegenüber, der Bericht habe sowohl die israelische Verantwortung, als auch den Sieg des Nationalwidestands entscheidend betont.

- 2. Die Untersuchungen über das Massaker vom vergangenen Sonntag gehen schnell voran. Durchgesickerten Infomationen zu Folge, wurden eine große anzahl Soldaten und 33 Zivilisten festgenommen. Die Massenmedien des Regierungslagers berichteten, Hisbullah und der Amal-Bewegung wurde versichert; die Forces Libanaises von Geagea hähhen mit diesen Ereignissen nichts zu tun.

- 3. Generalsekretär Amr Mussa , der saudische Botschafter in Beirut und das Regierungslager erklären wiederholt die Notwendigkeit der schnellen Wahl von General Souleiman zum Staatspräsidenten, ohne jedwede Verständigung über die zukünftige Regierung. Sie betrachten das Bestehen der Opposition auf ein politisches Paket, als ob man das Land in einen Vulkan werfen würde.

- 4. Mediale Informationen aus Paris, die französische Regierung könnte u.U. wieder, diesmal mit der arabischen Liga bei ihren politischen Bemühungen für die Beilegung der libanesischen Krise, zusammenarbeiten.

- 5. Der Besuch von Walid Dschumblat in Moskau dient zweielei Zielen; die Aufnahme der Arbeiten des internationalen Sondergerichts für den Libanon, zu beschleunigen und die Meinung Moskaus über die Möglichkeit der Erwirkung eines internationalen Beschlusses über die libanesische Staatspräsidentschaft, zu erkunden. Seine Äußerungen über Syrien von Moskau werden nur im Kreise eines politischen Manövers verstanden.

Libanesische Presse:

- Der Sturm des blutigen Sonntags wirft weiterhin seine dunklen Schatten über die politische Lage im Libanon, während die diesbezüglichen Untersuchungen ernsthaft und schnell durchgeführt werden.

- Die libanesischen Printmedien beschäftigen sich heute auch mit dem israelischen Winograd-Bericht über den Krieg gegen den Libanon im Jahre 2006.

- So schreibt die Zeitung Ad Diyar , dass dieser Krieg eine große und gefährliche Niederlage für Israel darstellte. Olmert hatte, nach dem Bericht, gemäß den Interessen Israels gehandelt. Winograd gab jedoch zu, dass der Bericht es vermied, persönliche Verantwortung zu erwähnen, das heißt aber nicht, dass es solche nicht gibt.

-  Al Akhbar betrachtet den Wionograd-Bericht als das erste offizielle Zugeständnis über die Niederlage der israelischen Armee in ihrer Aggression im Juli 2006.

Nachrichten der libanesischen Satellitensender:

Ebenfalls interessieren sich die libanesischen Fernsehstationen an den Winograd-Bericht, sowie an den Untersuchungen über die Ereignisse am vergangenen Sonntag.
- So meint der Fernsehkanal Al Manar, heute gab Israel seine Niederlage offiziell zu, die Schuldigen in Israel, in den USA mit einigen Seiten in arabischen Ländern und im Libanon müssen sich nun sogar vor der Öffentlichkeit verstecken, nachdem sie entblößt wurden.

- Das New TV meint seinerseits, Eliahu , ein einziger israelischer Richter hatte die Würde des militärischen Staates Israel zweimal entblößt. Er las in seinem Bericht vor, als ob dieser Bericht vom Sayyed Nassrullah geschrieben wäre.

Talkrunden in den libanesischen Satellitensendern:

- Im Programm "Aktuelle Stunde" auf dem Bildschirm des Fernsehkanals Al Manar, sagte der leiter der Volksbewegung, Nadschah Wakim , Hisbullah ist gegen jeden Aufruhr und meinte, hätten die Araber den Libanon für sich gelassen, hätte er seine Krise alleine lösen können.

Tendenzen ist ein tägliches, politisches Informationsmagazin über den Nahen-Osten das von der libanesischen Nachrichtenagentur New Orient News in Beirut herausgegeben wird. Sie finden es auf Voltairenet.org, in Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Besuchen Sie auch Indicators, das tägliche wirtschaftliche Informationsmagazin über den Nahen-Osten, erhältlich in Englisch, Arabisch und Spanisch.

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