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Deutschland lehnt militärische Intervention in Syrien ab

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Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle bekräftigte die Opposition Berlins gegen eine mögliche ausländische militärische Intervention in Syrien, indem er den Schwerpunkt auf die Tatsache legte, dass diese Art von Aktion den ganzen Nahen Osten entflammen könnte.

Bei einem Treffen in Doha am 4. Juni 2012 mit dem Emir des Katars sagte Herr Westerwelle, dass der Kofi Annan-Friedensplan die beste Option für die Lösung der Situation in Syrien sei. Er erklärte auch die Opposition von Berlin gegenüber der Position einiger westlicher und arabischer Regierungen einschließlich des Katars selbst, die eine militärische Intervention in Syrien befürworten.

"Wir müssen einen Krieg vermeiden, der die gesamte Region entzünden könnte. Angesichts der extrem komplexen und gefährlichen Situation in Syrien, dürfen keine falschen Perspektiven erstellt werden und glauben, dass wir eine schnelle Lösung durch militärische Intervention erreichen könnten", sagte er vor dem Start einer Reise von fünf Tagen im Nahen Osten.

Guido Westerwelle besuchte nach dem Katar die Vereinigten Arabischen Emirate, wo er mit seinem Amtskollegen der Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed Al Nahyan, Gespräche führte.

In Abu Dhabi konzentrierte sich der Chef der deutschen Diplomatie auf die Bedeutung der Prävention von Unruhen, die in Syrien stattfinden und die beginnen, sich über die Grenzen dieses Landes hinaus zu verbreiten. Er erinnerte insbesondere daran, dass die zum syrischen Fall gehörenden Auseinandersetzungen schon den Libanon erreicht haben, wo mehrere Menschen in Auseinandersetzungen zwischen pro- und anti-el-Assad Anhängern getötet wurden.

Übersetzung
Horst Frohlich

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