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"Die Kunst des Krieges »

Luftbrücke der CIA um "syrische Rebellen“ zu bewaffnen

Die rechte Hand der Vereinigten Staaten sieht nicht, was ihre Linke tut. Während Außenminister John Kerry lautstark erklärt, dass Washington keine Waffen an die Syrien angreifenden Contras liefere, zeigt eine Untersuchung von der New York Times, dass es gerade die CIA ist, die diesen Schmuggel organisiert.

| Rom
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In dem geheimen Krieg in Syrien entdecken wir nun die Karten. Nachdem die Innenstadt von Damaskus von Mörser-Geschossen und Raketen getroffen wurde, die mehrere Zivilisten töteten, erklärte der "Rebellen“-Kommandant Abu Omar der New York Times, der das Verdienst der Maßnahme beanspruchte, dass „die Rebellen bei Damaskus durch neue Waffen-Lieferungen über Jordanien mit amerikanischer Hilfe gestärkt wurden“ [1]. Eine Untersuchung derselben Zeitschrift bestätigt, was wir seit langem schreiben: die Existenz eines internationalen von der CIA organisierten Netzwerks, über das ein zunehmender Waffenfluss die „syrischen Rebellen“ erreicht. [2].

Von entsprechenden Einsatzzentralen ausgehend sorgen CIA-Agenten für den Kauf von Waffen mit hauptsächlich von Saudi-Arabien, dem Katar und anderen Golfmonarchien gewährten Mitteln (in der Größenordnung von Milliarden Dollar). Sie organisieren dann den Transport der Waffen in der Türkei und Jordanien durch eine Luftbrücke, und liefern sie dann endlich über die Grenze den Gruppen in Syrien, die bereits für diesen Zweck auf türkischem und jordanischem Territorium in Lagern ausgebildet wurden.

Seit Beginn die Operation im Januar 2012 wurden mindestens 3.500 Tonnen Waffen, laut einer Minimum-Schätzung, so per Luftbrücke transportiert. Die ersten Flüge wurden von militärischen C-130 Transportflugzeugen aus Katar in die Türkei gemacht. Ab April 2012 wurden gigantische, vom Katar bereitgestellte C-17 Frachter verwendet, die zwischen dem Luftstützpunkt Al Udeid und dem türkischen Esenboga pendelten. Ein wesentliches Detail: der katarische Al-Udeid Luftstützpunkt beherbergt das vorgeschobene Hauptquartier des US Central Command, mit einer Belegschaft von mehr als 10.000 Soldaten, und fungiert als Drehscheibe für alle Vorgänge im Nahen Osten. In ihren Depots lagern Waffen aller Art, einschließlich sicherlich auch solcher nicht „USA-made“, besser für verdeckte Operationen geeignete. Ab Oktober 2012 landeten jordanische C-130 Flugzeuge in der türkischen Base Esenboga, um Waffen für den Transport nach Amman für die "syrischen Rebellen“ zu laden.

Zur gleichen Zeit begannen jordanische Frachtflugzeuge ihren Pendelverkehr mit Zagreb, um kroatische, mit Saudi Finanzierung gekaufte Arsenals Bestände nach Amman zu bringen. Für diesen Vorgang benützt man riesige Iljuschin Maschinen der jordanischen International Air Cargo. Seit dem Monat Februar 2013 kamen zu den Katar- und Jordanischen Frachtern Flüge von Saudi-Arabien mit C-130 Maschinen, die auf der türkischen Base Esenboga landeten.

Trotz Dementis von Seiten Zagrebs, dokumentiert die Untersuchung reichlich das Engagement von Kroatien im internationalen von der CIA geführten Waffen-Verkehr. Eine verdienstvolle Tat für Kroatien, das für seine Rolle in dem Zerfall Jugoslawiens durch seine Aufnahme in die NATO im Jahr 2009 belohnt wurde. Jetzt, mit seiner Teilnahme an der Operation für den Zerfall Syriens erwirbt es sich neue Verdienste in den Augen von Washington. Und dies kurz vor seiner Aufnahme in die Europäische Union, wo es im Juli das 28. Mitglied werden wird. Es wird dann in der Lage sein, seine Stimme der Europäischen Union hinzuzufügen, die, während sie das Waffen-Embargo an die syrische Regierung verstärkt, sagt, „eine politische Lösung finden zu wollen, die das Blutbad zu stoppen ermögliche und die eine schnelle und effiziente humanitäre Hilfe-Leistung erlaube, mit besonderem Augenmerk für Kinder“.

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Il Manifesto

[1] Syrian Rebels Hit Central Damascus Square With Mortar Shells , von Anne Barnard, The New York Times, 25. März 2013.

[2] « Arms Airlift to Syria Rebels Expands, With Aid From C.I.A. » , von C. J. Chivers and Eric Schmitt, The New York Times, 24. März 2013.

Manlio Dinucci

Geograph und Geopolitiker. Letztes veröffentliche Werk : Geocommunity Ed. Zanichelli 2013 ; Geografia del ventunesimo secolo, Zanichelli 2010 ; Escalation. Anatomia della guerra infinita, Ed. DeriveApprodi 2005.

 
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