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CIA gibt zu, Guantanamo-Häftlinge "umgedreht" zu haben

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Während vier Jahren, von 2003 bis 2006, hat die CIA ein Programm der „Umdrehung“ der Mitglieder der Al-Qaida in Guantánamo geführt. Die Doppel-Agenten wurden in einer geheimen Einheit ausgebildet, ebenfalls auf dem Militärstützpunkt befindlich und unter dem Namen "Penny Lane" bekannt.

Laut den Offizieren, die das enthüllt haben, erlaubte dieses Programm genügend Terroristen umzudrehen, um aus ihnen Spitzel zu machen, die bei der Verhaftung oder Hinrichtung der Al-Qaida-Führer von unschätzbarem Wert waren.

Diese Darstellung der Dinge blendet aber die Realität aus: die Mehrheit der Guantánamo-Gefangenen hat nie der Al-Qaida angehört. Das Guantánamo-Folterzentrum war nicht dazu da, um Geständnisse zu sammeln, sondern sie zu fabrizieren. Jene wenigen Elemente, deren Formatierung sich als nachhaltig erwies, wurden dann als Doppelagenten eingesetzt.

• “Penny Lane : Gitmo’s other secret CIA facility”, von Adam Goldman und Matt Apuzzo, Associated Press, 26. November 2013.
• „Das Geheimnis von Guantánamo“, von Thierry Meyssan, Odnako (Russland), Voltaire Netzwerk, 17. Oktober 2013.

Übersetzung
Horst Frohlich

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