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Der USAID-Verwalter weiß nicht, wer das Geld der Steuerzahler ausgibt

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Der Verwalter der US-Agentur für Internationale Entwicklung (USAID) [1] erklärte dem Senat, er wüsste nicht, woher die Idee der Schaffung eines "Social Networks" käme, um einen Aufstand in Kuba zu provozieren.

Am 8. April 2014 zum diesem Thema bei einer Anhörung über das Budget der USAID im Subcommittee des Senats for Foreign Operations befragt, versuchte der Administrator der Agentur, Rajiv Shah (im Bild), die Offenbarungen der Associated Press zu leugnen [2] und behauptete, dass die Schaffung eines "sozialen Netzwerks" für Kubaner keine illegale Aktion, sondern eine "diskrete" wäre.

Das fragliche Programm wurde im Jahr 2009 in Form eines sozialen Netzwerks, genannt "Zunzuneo", aufgebaut, das bis 2012 aus einem Drittland betrieben wurde, um Nutzer mit Wohnsitz in Kuba zu gewinnen, mit der Hoffnung sie zu manipulieren, damit sie eine Revolte auf der Insel auslösen.

Während der Anhörung versuchte Herr Rajiv Shah eine direkte Frage von Senator Patrick Leahy über die Urheberschaft des Projektes zu überhören, das hauptsächlich durch massive Sendungen von unerwünschten SMS an hunderttausende Leute in Kuba geprägt war.

Auf die Frage des Senators Leahy: "Wer hatte denn diese Idee?", stammelte Herr Shah, dass das Projekt 2007 / 2008 erfunden wurde und wollte zu anderen sekundären Aspekten Stellung nehmen, trotz der Mahnungen des Senators, der schließlich die Geduld verlor. Der USAID-Verwalter endet dann mit den Worten: "Ich weiß nicht genau." [3].

Bei der Anhörung wies Senator Leahy wiederholt darauf hin, dass das Projekt eine Absurdität sei und noch dazu "leicht zu entdecken" war und er erinnerte daran, dass der US-amerikanische Alan Gross 15 Jahre Gefängnis in Kuba absitze, wo er versucht hatte, ein illegales Netzwerk der digitalen Telekommunikation... im Auftrag von der USAID aufzubauen [4].

Zu Beginn seiner Fragen an den Administrator der USAID erinnerte der demokratische Senator Patrick Leahy - der seit Dezember 2012 die Präsidentschaft pro tempore des US-Senats innehat - daran, dass:

"Die USA widmen zwischen 15 und 20 Millionen Dollar für die so genannten Programme für Demokratie in Kuba." (Sic) [5]

Von Washington als eine unabhängige, zur Förderung der Entwicklung auf der ganzen Welt präsentierte Institution, ist die USAID in Wirklichkeit eine durch Bundesmittel finanzierte Bundesbehörde, - also durch den US-Steuerzahler – vom Kongress genehmigt, deren Ziele im State Department festgelegt werden.

Viele Staaten, darunter Bolivien [6], Cuba, Haiti, Honduras, Uruguay, Venezuela und Russland [7] haben die USAID als Deckmantel der CIA gemeldet.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] « L’USAID et les réseaux terroristes de Bush », par Edgar González Ruiz, Réseau Voltaire, 17 août 2004.

[2] Associated Press, « US Secretly Built ‘Cuban Twitter’ to Stir Unrest », par Desmond Butler, Jack Gillum et Alberto Arce ; et « US Secretly Created ‘Cuban Twitter’ to Stir Unrest », par Desmond Butler, Jack Gillum et Alberto Arce, 3 et 4 avril 2014.

[3] « Angry Exchange on Capitol Hill over Cuban Twitter », Associated Press, 8 avril 2014.

[4] « Alan Gross Case Spotlights U.S. Democracy Programas in Cuba », The National Security Archive, 18 janvier 2013.

[5] « The U.S. rise 15 to 20 million dollars for so-called democracy programs in Cuba… »

[6] « Le président Morales expulse l’USAID de Bolivie », 7sur7.be, 1er mai 2013.

[7] « Moscou interdit l’USAID, mais veut poursuivre la coopération économique », Ria Novosti, 21 septembre 2012.

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