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John McCain hat zugegeben mit dem IE in ständigem Kontakt zu sein

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Mehrere Medien, besonders in den Vereinigten Staaten und Frankreich, haben den Artikel von Thierry Meyssan über die Kontakte von John McCain und dem islamischen Emirat IE («Daesh») stark angefochten [1]. Alle erklärten, die auf dem Foto von der Begegnung des Senators mit den Mitarbeitern der FSA im Mai 2013 erscheinende Person identifiziert zu haben und manchmal auch gut zu kennen, so dass sie behaupten konnten es handle sich nicht um Kalif Ibrahim.

Wir diskutieren die unbeweisbaren Artikel unserer Kollegen nicht und beschränken uns nur darauf hinzuweisen, dass jeder von ihnen den Gesprächspartner von John McCain als einen anderen erkannt hatte, und mit voller Gewissheit.

Darüber hinaus hat diese Kontroverse keinen Sinn mehr, da ihr einziges Interesse darin besteht, ob John McCain die Führer der durch die Vereinten Nationen und sein eigenes Land als "Terroristen" klassifizierten Gruppen, einschließlich der Führer der Daesh, wirklich getroffen hat oder nicht. Nun hat er doch selber diese Frage bereits beantwortet.

Zuerst reproduzieren wir ein Interview mit John McCain, durch Greta Van Susteren auf Fox News, in dem er sagt:

"Hillary Clinton hat bereits ein Treffen im Weißen Haus vor zwei Jahren beschrieben. Alle Mitglieder des nationalen Sicherheits-Teams haben empfohlen, das islamische Emirat mit Waffen auszustatten. Der Präsident hat sich dagegen ausgesprochen, so wie er gegen die Bombardierung von Syrien war, nachdem er gesagt hatte, Syrien hätte die rote Linie überschritten" [2].

Dann geben wir einen Auszug aus einem Interview von John McCain im Sean Hannity’s Show wieder, auch auf Fox News, vom 16. September 2014, gegen den Plan von Präsident Obama gegen das islamische Emirat. Sein Inhalt schließt die Debatte, da der Senator selbst darin zugibt, die Führer des islamischen Emirats zu kennen.

Zu Beginn des Interviews kritisiert er einen Artikel, der die Unsicherheit eines Waffenstillstandes zwischen ’moderaten’ und "extremen" Gruppen diskutiert. Dann behauptet er, die Situation vor Ort zu kennen, und unter Bezugnahme auf seine Erfahrung im Vietnam verteidigt er die Idee, sich auf alle "Rebellen" zu stützen, um die Arabische Republik Syrien zu stürzen. Zu diesem Zweck gibt er zu, die Führer von Daesh (im Gegensatz zu Rand Paul) getroffen zu haben und in ständigem Kontakt mit ihnen zu sein.

Diese zwei Interviews wurden nach dem Angriff auf den Irak und nach den gleichzeitigen ethnischen Säuberungen und Massakern durch das islamische Emirat aufgenommen, aber noch vor der Enthauptung des amerikanischen Staatsangehörigen.

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Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „John McCain, der Dirigent des "arabischen Frühlings" und der Kalif“, von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk, 18. August 2014.

[2] “Hillary Clinton has described already the meeting in the White House over 2 years ago, everyone in the National Security Team recommended arming ISIS, and the President, by himself turned it down, just like by himself, he decided not to strike Syria after he said that they’d crossed the red line”.

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