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Airbus 321 im Sinai: Es bleibt nur mehr eine Hypothese

Valentin Vasilescu zeigt hier die Unmöglichkeit der These einer ins Flugzeug platzierten Bombe. Nach der Analyse aller denkbaren Hypothesen bleibt jetzt nur mehr eine einzige: der Ausfall der Autopilot-Software. Daraus kann man schließen, dass die Zuschreibungen von Großbritannien und den Vereinigten Staaten, aber auch der vom Islamischen Emirat (ISIS) getätigte Anspruch auf das Attentat, Täuschungen sind. Der Absturz des Flugzeugs ist also kein Terroranschlag. Es bleibt jedoch möglich, dass das Problem des Autopiloten nicht nur ein Unfall sein kann, sondern auch der Effekt einer Sabotage durch einen extrem spezialisierten Geheimdienst.

| Bukarest (Rumänien)
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Die russischen Ermittler brachten einen komplexen Apparat nach Ägypten, um die Trümmer vom Inneren und Äußeren des Flugzeugs zu untersuchen. Dieses Material ermöglicht Sprengstoffe auf Basis von Aerosol aufzuspüren und zu identifizieren mit einer Empfindlichkeit von 20 ng (Nanogramm). Wenn in der Probelösung eine violett-braune Farbe erscheint, handelt es sich um TNT, wenn ein oranger Niederschlag erscheint, wäre es Tetryl oder andere Explosivstoffe der Gruppe A (TNB, DNT [2,4-Dinitrotoluol], Pikrinsäure usw...). Das russische System hat eine Reihe von Tests für die B Sprengstoff Gruppe. Mit diesem Gerät bedeutet die Erscheinung einer rosa Farbe in der Testlösung die Verwendung von Dynamit, Nitroglyzerin, RDX, PETN, SEMTEX oder der Nitrozellulose. Wenn die chemischen Test-Reaktionen nicht Sprengstoffe der Gruppe A und B identifizieren, überprüft das Testmaterial automatisch, ob es anorganische Verbindungen mit Nitrat, Chlor, Brom oder Peroxid gibt, die in Amateurzubereitungen (ANFO) verwendet werden.

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Die ägyptische Tages-Zeitung Almasry Alyoum gab eine Erklärung des Ermittler Teams zum russischen A321 Flugzeug Unfall auf der Sinai-Halbinsel, die behauptet, dass sie keine Spuren von Sprengstoff in den Trümmern des Flugzeugs oder auf den Kleidern und Stoffen, der Passagiere gefunden hätten. Daher erweist sich die Hypothese der britischen Beamten, nach der der Absturz des russischen Flugzeuges durch eine Bombe an Bord verursacht worden wäre, auf der Grundlage eines angeblich abgefangenen Gesprächs zwischen Führungskräften des ISIS, als falsch. Die Hypothese eines Angriffs durch eine Boden-Luft- oder Luft-Luft-Rakete bricht auch zusammen, da die Sprengköpfe der Raketen TNT enthalten, eine von den Forschern nicht gefundene Substanz. Auch die Hypothese von einer Explosion eines Motors verschwindet, da die Turbinenschaufeln intakt aufgefunden wurden.

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Es ist auch so mit der Explosion eines der Kraftstofftanks, weil diese in den Flügeln gelegen sind und eine Explosion, rechts oder links, den betreffenden Flügel von dem Flugzeugrumpf abgerissen haben würde. Sie fielen jedoch als Ganzes auf den Boden, wenige Meter vom vorderen Teil des Rumpfes und sind dann abgebrannt, was darauf hinweist, dass sie nicht im Flug vom Rumpf getrennt wurden und dass es vor dem Kontakt mit dem Boden in den Tanks kein Feuer gab.

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Also, der von dem amerikanischen TV-Kanal NBC hergestellte Mythos, laut dem das Pentagon gesagt habe, dass ein militärischer US Satellit vor Ort und zum Zeitpunkt des Unfalls eine Wärme- und Lichtquelle beobachtet hätte, stellt sich als Lüge heraus. Letztlich können, bei diesem Stand der Dinge, der IS oder irgendeine andere Terrororganisation für den Unfall des Airbus A321 in Sinai nicht verdächtigt werden, was die Amerikaner und die Briten offenbar stört. Warum?

Der Luftdruckabfall in dem Flugzeug bleibt eine Hypothese, aber nur als Folge der chaotischen Manöver des Flugzeugs, und nicht als eine Ursache an sich. Wie ich es in einem früheren Artikel hervorgehoben habe [1], sind es die wiederholten Pendel-Bewegungen mit negativen und positiven, über die normalen Grenzen bei einem Passagierflugzeug hinausgehenden Beschleunigungs-Überbelastungen, die zur Abtrennung der Fassadenpaneele führten, die zur Torsion und Dislokation einiger Festigkeits-Elemente der Flugzeugstruktur und die zum Bruch der Hydraulikschläuche führten. Ohne hydraulischen Druck kann die Besatzung eines Flugzeuges weder die Höhe noch die Richtung steuern. Die abnormalen Geräusche in der Kabine, die während der Analyse der Blackbox gefunden wurden, deutet auf das vermutliche Undicht Werden des Flugzeuges hin, gefolgt von der Abtrennung von Flugzeugteilen auf einer Flughöhe von etwa 5 000-6 000 m, wie es die über eine Länge von mehr als 2 km entlang der Flug-Richtung gefundenen Aufschlagstellen der großen Fragmente des Flugzeugs bestätigen.

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Kommen wir noch einmal auf die Uhrzeit 06h12‘59‘‘im Zuge des Unfall zurück, um zu versuchen die Flug-Parameter-Schwankungen zu entschlüsseln. Es ist wichtig zu betonen, dass das Flugzeug zu diesem Zeitpunkt mit dem automatischen Piloten fliegt. In einem ersten Schritt haben wir es 3 Sekunden lang mit einem Abwärtsflug zu tun, mit einem Verlust von 150 Höhenmetern, was zu einer negativen [Beschleunigungs]-Überlastung von 2 g [doppelte Erdbeschleunigung] führt. Dieses Manöver ist zu abrupt, es produziert das Gefühl eines „Luftlochs“, um von der Besatzung gewollt worden zu sein.

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Der zweite Steuerbefehl ist die Wiederherstellung des Fluges, wo das Flugzeug 800 Höhenmeter in 2-3 Sekunden gewinnt, was positive Beschleunigungen von 5-6 g erzeugt, die nur bei Jagdflugzeugen in Luftkämpfen vorkommen, und die zu einem Verlust der Sehkraft des Piloten , im Piloten Jargon der "schwarze Schleier", führen. Meiner Meinung nach ist es unmöglich, dass dieser Steuerbefehl von der Mannschaft gekommen wäre, nur ein fehlerhafter automatischer Pilot könnte ihn erzeugen. Wenn Piloten nach der ersten brutalen Abfahrt am Steuer gewesen wären, hätten sie das Flugzeug allmählich in die Horizontale während 8 bis 10 Sekunden gebracht, um dann einen schiefen Anstieg zurück zur normalen Flughöhe zu beginnen.

Der dritte Steuerbefehl ist von einem Aufstiegs-Winkel von 40 bis 50 Grad (mit der Horizontalen), zu einem Sturzflug-Winkel von 20 bis 30 Grad übergegangen, mit einer negativen Überlastung von 4 g; dieses Manöver ist für einen Linienflugzeug Piloten unmöglich, da jeder das Bewusstsein verliert, mit dem Erscheinen des "roten Schleiers“. Die einzigen Augenblicke, wo die Besatzung offenbar hätte eingreifen können, sind die kurzen Momente der horizontalen Flüge von 5 Sekunden und 3 Sekunden, die durch andere unkontrollierte Entwicklungen getrennt sind. Im Normalbetrieb erlaubt kein aerodynamisches Programm des Autopiloten derartige Überlastungen, die sich dem Materialbruch nähern könnten, unabhängig von dem Steuerbefehl, den der Pilot mit dem Knüppel ausführt. Die Ursache für diese chaotischen Manöver kann daher nur das schlechte Funktionieren des Autopilot-Mechanismus sein.

Abgesehen von einem Ausfall des Computers des Auto-piloten, der vom Verschleiß des Materials stammen könnte, habe ich in einem früheren Artikel erklärt, dass es möglich sei, die Kontrolle des Flugzeugs A321 von außen zu übernehmen, durch Eingriff in die Autopilot-Software, entweder mit einem vorher eingeführten Programm, oder durch einen Befehl vom Boden. Durch einen seltsamen ’Zufall’, haben ab den ersten Sekunden, wo die chaotischen Manöver erschienen, der Radio-Sender und der Transponder nichts mehr auf den Boden gesendet. Der Transponder hätte den Fluglotsen die Flug-Parameter des Flugzeuges gegeben und durch den Radio-Sender an Bord hätte die Besatzung das Auftreten eines Notfalls mitteilen können und hätte das Verhalten des Flugzeugs beschrieben.

Was genau in diesem Moment zur Fehlfunktion des Autopiloten geführt hat, kann nur durch die Untersuchungskommission bestimmt werden.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] « Les causes possibles de l’accident de l’Airbus russe dans le Sinaï », par Valentin Vasilescu, Traduction Avic, Réseau Voltaire, 10 novembre 2015.

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