Der Sicherheitsrat,

unter Hinweis auf seine Resolutionen 2042 (2012), 2043 (2012), 2118 (2013), 2139 (2014), 2165 (2014), 2170 (2014), 2175 (2014), 2178 (2014), 2191 (2014), 2199 (2015), 2235 (2015), 2249 (2015), 2253 (2015), 2254 (2015) und 2258 (2015) und die Er-klärungen seines Präsidenten vom 3. August 2011 (S/PRST/2011/16), 21. März 2012 (S/PRST/2012/6), 5. April 2012 (S/PRST/2012/10), 2. Oktober 2013 (S/PRST/2013/15), 24. April 2015 (S/PRST/2015/10) und 17. August 2015 (S/PRST/2015/15),

in Bekräftigung seines nachdrücklichen Bekenntnisses zur Souveränität, Unabhän-gigkeit, Einheit und territorialen Unversehrtheit der Arabischen Republik Syrien und zu den Zielen und Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen,

in Anerkennung der Bemühungen des Generalsekretärs um die Durchführung der Resolution 2254 (2015) und in Anbetracht dessen, dass mittels der Guten Dienste des Ge-neralsekretärs und seines Sondergesandten für Syrien die formellen Verhandlungen über einen Prozess des politischen Übergangs, entsprechend Ziffer 2 der Resolution 2254 (2015), am 29. Januar 2016 aufgenommen wurden,

in Würdigung der Entschlossenheit der Internationalen Unterstützungsgruppe für Sy-rien (ISSG), einen unter syrischer Führungs- und Eigenverantwortung stehenden politi-schen Übergang sicherzustellen, der auf dem Genfer Kommuniqué vom 30. Juni 2012 in seiner Gesamtheit beruht, und umgehend die vollständige Durchführung der Resolu-tion 2254 (2015) zu fördern, und betonend, dass alle Parteien in Syrien dringend mit gro-ßem Einsatz und konstruktiv auf dieses Ziel hinarbeiten müssen,

unter Begrüßung der Erklärung der ISSG vom 11. Februar 2016, einschließlich der Einsetzung einer ISSG-Sondergruppe für humanitäre Angelegenheiten und einer ISSG-Sondergruppe für die Waffenruhe,

1. schließt sich der Gemeinsamen Erklärung der Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation, in ihrer Eigenschaft als Kovorsitzende der ISSG, über die Einstel-lung der Feindseligkeiten in Syrien, datiert vom 22. Februar 2016, und den im Anhang der Erklärung enthaltenen Bedingungen für die Einstellung der Feindseligkeiten in Syrien (im Folgenden als „Anhang“ bezeichnet) vollständig an und verlangt, dass die Einstellung der Feindseligkeiten am 27. Februar 2016 um 0.00 Uhr (Damaskus-Zeit) beginnt;

2. verlangt die vollständige und sofortige Durchführung der Resolution 2254 (2015), um einen politischen Übergang unter syrischer Führungs- und Eigenverantwortung zu ermöglichen, im Einklang mit dem Genfer Kommuniqué und entsprechend den Erklä-rungen der ISSG, mit dem Ziel, den Konflikt in Syrien zu beenden, und betont erneut, dass das syrische Volk über die Zukunft des Landes entscheiden wird;

3. verlangt, dass alle Parteien, auf die die in dem Anhang ausgeführte Einstellung der Feindseligkeiten Anwendung findet (im Folgenden als „Parteien der Einstellung der Feindseligkeiten“ bezeichnet), ihre in dem Anhang dargelegten Verpflichtungen erfüllen, und fordert alle Mitgliedstaaten, insbesondere die Mitglieder der ISSG, nachdrücklich auf, auf die Parteien der Einstellung der Feindseligkeiten Einfluss zu nehmen, um die Erfüllung dieser Verpflichtungen sicherzustellen und die Anstrengungen zur Schaffung der Bedin-gungen für eine ständige und dauerhafte Waffenruhe zu unterstützen;

4. anerkennt die Anstrengungen der Russischen Föderation und der Vereinigten Staaten zur Herbeiführung einer Vereinbarung über die Bedingungen für die Einstellung der Feindseligkeiten und anerkennt und begrüßt, dass die Kräfte der syrischen Regierung und die sie unterstützenden Kräfte, wie der Russischen Föderation kommuniziert, und die syrischen bewaffneten Oppositionsgruppen, wie der Russischen Föderation oder den Ver-einigten Staaten kommuniziert, die Bedingungen für die Einstellung der Feindseligkeiten angenommen und sich zu ihrer Einhaltung verpflichtet haben und dass sie nunmehr Partei-en derselben sind;

5. fordert die Parteien erneut auf, den humanitären Hilfsorganisationen unverzüg-lich raschen, sicheren und ungehinderten Zugang auf dem direktesten Weg in ganz Syrien zu gestatten, die Auslieferung humanitärer Soforthilfe an alle notleidenden Menschen, ins-besondere in allen belagerten und schwer zugänglichen Gebieten, zu erlauben und ihre Verpflichtungen nach dem anwendbaren Völkerrecht, einschließlich des humanitären Völ-kerrechts und der internationalen Menschenrechtsnormen, unverzüglich einzuhalten;

6. bekundet seine Unterstützung für die von der ISSG-Sondergruppe für humani-täre Angelegenheiten koordinierte Initiative der ISSG, die dringliche Bereitstellung huma-nitärer Hilfe zu beschleunigen, mit dem Ziel, vollständigen, dauerhaften und ungehinder-ten Zugang im ganzen Land zu erhalten, einschließlich nach Deir ez-Zor, Fuah, Kafraya, Az-Zabadani, Madaya/Bqin, Daraja, Muadamijat al-Scham, Duma, Ost-Harasta, Arbin, Zamalka, Kafr Batna, Ain Terma, Hammuria, Jisrein, Saqba, Zabadin, Yarmuk, Ost- und West-Aleppo, Azaz, Afrin, At-Tall, Rastan, Talbiseh, Al-Houla, Tier Malah/Al-Gantho/Der Kabira, Al-Waer, Yalda, Babila und Beit Saham;

7. bekräftigt seine Unterstützung für einen von den Vereinten Nationen moderier-ten politischen Prozess unter syrischer Führung, ersucht den Generalsekretär, mittels seiner Guten Dienste und der Anstrengungen seines Sondergesandten für Syrien darauf hinzu-wirken, dass die formellen Verhandlungen zwischen den Vertretern der syrischen Regie-rung und der Opposition so bald wie möglich unter der Ägide der Vereinten Nationen wie-deraufgenommen werden, und legt den Vertretern der syrischen Regierung und der syri-schen Opposition eindringlich nahe, in redlicher Absicht an diesen Verhandlungen teilzu-nehmen;

8. begrüßt die Einstellung der Feindseligkeiten als einen Schritt in Richtung auf eine dauerhafte Waffenruhe und bekräftigt, dass ein enger Zusammenhang zwischen einer Waffenruhe und einem parallel verlaufenden politischen Prozess gemäß dem Genfer Kommuniqué von 2012 besteht und dass beide Initiativen zügig umgesetzt werden sollen, wie in Resolution 2254 (2015) zum Ausdruck gebracht wurde;

9. fordert alle Staaten auf, auf die Regierung Syriens und die syrische Opposition Einfluss zu nehmen, um den Friedensprozess voranzubringen, vertrauensbildende Maß-nahmen, darunter die rasche Freilassung willkürlich inhaftierter Personen, insbesondere Frauen und Kinder, zu fördern und die Einstellung der Feindseligkeiten zu verwirklichen;

10. ersucht den Generalsekretär, dem Rat innerhalb von 15 Tagen nach der Verab-schiedung dieser Resolution und danach alle 30 Tage unter Heranziehung der von der ISSG-Sondergruppe für die Waffenruhe bereitgestellten Informationen über die Durchfüh-rung dieser Resolution und der Resolution 2254 (2015) Bericht zu erstatten;

11. beschließt, mit der Angelegenheit aktiv befasst zu bleiben.