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Myanmar und Indien gegen den Dschihadismus

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Am 25. August 2017 hat die Organisation der Rohingya Befreiung 25 gleichzeitige Angriffe auf Polizeistationen und Kasernen im Rakhine-Staat an der burmesischen Küste gestartet, die 71 Tote forderten.

Diese Operation wurde zusammen mit einer bengalischen Gruppe organisiert, die sich im Jahr 2016 von der Jamaat-ul-Mudschaheddin unter dem Motto "Der Dschihad von Bengalen bis Bagdad" abgespalten hatte. Diese Gruppe versicherte dem Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi Untertanentreue und vereinte in der gleichen Koalition die indischen Mudschaheddin, Al-Dschihad, Al-Umma, die Bewegung der islamischen Studenten von Indien (SIMI), Lashkar-e-Toiba (LeT), und den pakistanischen Harkat-Ul-Dschihad-al-Islami (HuJI). Dieser Verband wurde durch die Revival of Islamic Heritage Society-Stiftung (RIHS) von Kuwait finanziert.

Im Jahr 2016 wurde dieser Verband von Saudi Arabien, Pakistan, der Türkei und der NATO bewaffnet.

Die Rohingya sind Nachfahren von bengalischen Arbeitern aus verschiedenen Ethnien, die von den Briten ausgesiedelt wurden um Birma auszubeuten. Sie sind daher keine ethnische Minderheit, sondern eine soziologische Minderheit.

Die Rohingya wurden von der burmesischen Bevölkerung anlässlich ihrer Unabhängigkeit absorbiert, aber haben sich als Muslime nie wirklich in die buddhistische Bevölkerung von Rakhine integriert. Sie wurden schließlich ihrer Staatsbürgerschaft beraubt.

Seit dem Bau der Gas-Pipeline, die den birmanischen Hafen von Kyaukphyu mit der chinesischen Stadt Kunming verbindet, gab die CIA ihre Unterstützung den Rohingyas gegen Myanmar.

Nach den Anschlägen vom 25. August startete die burmesische Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi eine Unterdrückungsoperation auf die Organisation der Rohingya Befreiung. Laut machen habe die Armee Verstöße gegen die Rohingya Dörfer verbrochen, laut anderen, im Gegenteil, wären es Provokateure gewesen, die Dörfer niedergebrannt haben. Fest steht aber, dass fast 125 000 Leute aus Myanmar flohen und in Bangladesch Asyl beantragten. Sehr besorgt über das Vorhandensein von Dschihadisten unter diesen Flüchtlingen, hat Dhaka sie an der Grenze stationiert.

Beim Empfang des indischen Premierministers Narendra Modi im Präsidenten-Palast von Naypyitaw, am 6. September 2017, prangerte die Stadträtin Aung San Suu Kyi den internationalen Terrorismus an. Die beiden Parteien haben eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie die „extremistische Gewalt im Staat Rakhine“ verurteilten „und vor allem die Gewalt gegen die Sicherheitskräfte und die Art und Weise, in der das Leben der Zivilisten betroffen wurde.“

Die westliche und die Golf Propaganda stellen die Ereignisse von Rakhine als buddhistische Aggression gegen eine muslimische Minderheit dar.

Übersetzung
Horst Frohlich

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