Britische Militär-Experten widersprechen Theresa May
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Britische Militär-Experten widersprechen Theresa May

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Der Direktor des militärischen Labors der Wissenschaften und Technologie von Porton Down, Gary Aitkenhead, sagte in seinem Namen und im Namen seiner Kollegen am 3. April 2018 auf Sky News, dass seine Dienste die Substanz, die die Skripal getroffen hatte, als vom Novitschok Programm stammend identifiziert hätten, nicht aber ihren Ursprung.

"Wir haben diese Substanz als Novitschok identifizieren können und nachgewiesen, dass es sich um ein Nervengift militärischer Qualität gehandelt hat (...) Wir haben die Quelle nicht genau festgestellt, aber wir haben wissenschaftliche Berichte der Regierung übergeben, die dann andere Quellen hinzuzog, bevor sie daraus die jetzt vorliegenden Schlüsse zog", sagte er.

Sechzehn Tage zuvor, am 19. März, hatte der britische Minister für auswärtige Angelegenheiten, Boris Johnson, vor Frau Zhanna Nemtsova auf der Deutsche Welle behauptet, das Porton Down-Team befragt zu haben, das ihm ohne den geringsten Zweifel die Verantwortung Russlands versichert hätte.

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Schon im Jahr 2003, während des anglo-amerikanischen Angriffs auf den Irak, hatten die britischen Militär-Wissenschaftler Fälschungen ihrer Regierung denunziert. Obwohl der damalige Premierminister Tony Blair behauptet hatte, dass seine Experten bestätigt hätten, dass Bagdad große Bestände chemischer Waffen besitze, hatte ein weltbekannter Spezialist, Dr. David Kelly, die BBC unauffällig informiert, dass es nur "Fake News" wären. Vom MI6 entdeckt, wurde er tot aufgefunden. Ein Untersuchungsausschusses, unter der Leitung von Lord Brian Hutton, hat auf Selbstmord geschlossen. Vier Jahre später veröffentlichte ein liberaler Abgeordnete, Norman Baker, die Wahrheit über den Staatsmord in The Strange Death of David Kelly.

Durch sein direktes Erscheinen auf dem Bildschirm hat Gary Aitkenhead den Frieden gerettet und das Schlimmste vermieden.

Übersetzung
Horst Frohlich

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