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Lafarge verdächtigt, Zement an Daesh geliefert zu haben

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Die Untersuchungsrichter, die das Verhalten des Zementherstellers Lafarge und seiner Führungskräfte in Syrien untersuchen, haben die Multinationale wegen "Verstoß gegen das Embargo", "Gefährdung des Lebens anderer", "Finanzierung von terroristischen Unternehmen" und „Komplizenschaft bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit" angeklagt.

Über die Tatsachen, für die die Richter anfangs mit ihrer Untersuchungsarbeit betraut wurden weit hinaus gehend, versuchen sie nun festzustellen, ob Lafarge Rohstoffe aus den von Dschihadisten kontrollierten Steinbrüchen gekauft hat und ob die Firma Zement an von Dschihadisten kontrollierte Warenhäuser verkauft hat.

Somit haben die Richter auch den Sicherheitsdirektor des Werkes, den Norweger Jacob Waerness angeklagt, den Le Monde als einfachen Zeugen dargestellt hat, der aber für die Unterstützung von Daesh, die unterirdischen Infrastrukturen zu bauen, verantwortlich gewesen wäre.

Das ist genau das, was Thierry Meyssan auf den Seiten 88 bis 90 und 250 seines Buches Sous nos yeux. Du 11-Septembre à Donald Trump und auf unseren Seiten [1] erklärt hat.

Diese Affäre ist weit davon entfernt, gelöst zu sein, da die Richter noch nicht die alten Bindungen von Lafarge mit Hillary Clinton und der NATO, und auch nicht die Hilfe des multinationalen Konzerns für das militärische Genie von Daesch entdeckt haben.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „Enthüllungen: der Dschihad von Lafarge-Holcim“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 24. März 2017.

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