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Die Mudschahiddin des Volkes rufen zum Sturz des iranischen Regimes auf

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Etwa 4000 Personen, vor allem aus Osteuropa, beteiligten sich kostenlos an dem jährlichen Treffen der Mudschahiddin des Volkes in Paris.

Unter dem Kommando von Maryam Radschavi waren die Mudschahiddin des Volkes sukzessive eine marxistische iranische politische Partei, eine private irakische Armee im Dienst von Saddam Hussein, eine "terroristische Organisation" für die Vereinigten Staaten und die Europäische Union und sind aber von nun an "Freiheitskämpfer" [1].

Sie bekennen sich zu unzähligen tödlichen Anschlägen im Iran.

Mit uneingeschränkter Unterstützung durch die CIA seit den 1980er Jahren, laden sie jährlich in Paris-Villepinte einige internationale, in der Regel fürstlich bezahlte Persönlichkeiten ein. Die Redner dieses Jahres, präsentiert von dem Journalisten Alex Taylor, sind u.a.:
- Rudy Giuliani, Rechtsanwalt von Donald Trump und ehemaliger Bürgermeister von New York
- Newt Gingrich, ehemaliger Sprecher des US-Abgeordneten-Kongresses
- Bill Richardson, ehemaliger US-amerikanischer UN-Botschafter
- Michael Mukasey, ehemaliger Attorney General der Vereinigten Staaten
- Louis Freeh, ehemaliger Direktor des FBI und Mitglied des Opus Dei
- General George Casey, ehemaliger Leiter des US-Generalstabes
- Stephen Harper, ehemaliger kanadischer Premierminister
- Philippe Douste-Blazy, ehemaliger Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und französischer Außenminister
- Rama Yade, ehemalige französische Ministerin
- Bernard Kouchner, ehemaliger franz. Minister und Mitbegründer von Ärzten ohne Grenzen und Ärzte der Welt.

Viele Persönlichkeiten vertreten auch Saudi-Arabien, Jordanien und syrische Dschihadisten.

Unter Ausnutzung der zeitlichen Gelegenheit mit den Anti-Regierungs-Protesten im Iran, haben die Redner aufgerufen, um "das Regime zu stürzen".

Wenn die Mudschahiddin des Volkes an den Protesten gegen die Regierung im Iran auch beteiligt sind, sind sie nicht der Ursprung der aktuellen Proteste. Diese sind zunächst eine Reaktion auf den Zusammenbruch des Lebensstandards und in einigen Fällen gegen Wasserbeschränkungen oder auch wegen der Sicherheitsprobleme.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] « Les Moudjahidin perdus », par Paul Labarique, Réseau Voltaire, 17 février 2004.

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