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Trump setzt in Libyen auf Italien, gegen Frankreich

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Als er den italienischen Premier-Minister Giuseppe Conte am 21. Juli 2018 empfing, bestätigte Präsident Donald Trump öffentlich, dass er die Vormachtstellung Italiens in Libyen anerkenne.

Auf diese Weise untergrub das Weiße Haus die Bemühungen des Elysée-Palasts für die Aneignung des libyschen Öls.

Während des Krieges der Obama-Administration gegen Libyen war der italienische Ministerpräsident, Silvio Berlusconi, damals die einzige westliche Persönlichkeit, die versuchte den Führer Muammar Gaddafi zu verteidigen. Er war durch sein Parlament und den französischen Präsident, Nicolas Sarkozy, zu Ordnung zurückgerufen worden.

Als ehemalige Kolonialmacht hatte Italien im Jahr 1911die Bevölkerung von Tripolis massakriert und den Anführer des Widerstandes, Omar al-Mokhtar, gehängt. Berlusconi hatte mit dem Führer eine Entschädigung für diese Verbrechen ausgehandelt.

Berlusconi ist heute Mitglied der Koalition, die mit Hilfe des ehemaligen Sonderberaters von Donald Trump, Steve Bannon, Guiseppe Conte an die Macht gebracht hat.

Übersetzung
Horst Frohlich

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