Jean Bricmont
Brüssel (Belgien) | 27. Dezember 2012Seit den 1990er Jahren und insbesondere seit dem Kosovokrieg 1999 mussten die Gegner der westlichen- und NATO Interventionen einer Strömung die Stirne bieten, die man eine linke (und eine extrem-linke) anti-Anti-Krieg Bewegung nennen könnte, nämlich jene der Sozialdemokraten, der Grünen und des Großteils der "Linksradikalen" (die neue Antikapitalistische Partei NPA und verschiedene antifaschistische Gruppen usw...) . Die Unterstützung für militärische Intervention des Westens wird nicht (...)
Über die Affäre Balme, die linke Front und über "wird erwischt, wer ertappen wollte"
von
Jean Bricmont
Brüssel (Belgien) | 20. Juli 2012Eine mit Terra Nova, dem Think-Tank auf den sich François Hollande stützt, koordinierte Offensive und ein von der Botschaft der Vereinigten Staaten in Paris gefördertes Institut zielen darauf ab, bestimmte Themen auf der linken Seite zu zensieren und Menschen Linker Formationen, die sie tragen, auszuschließen. Anweisungen wurden im Mai in der Sozialistischen Partei gegeben, und im Juni hat die Partei Front de Gauche sich daran angeschlossen. Erstes Opfer dieser Reinigung, der Bürgermeister von Grigny, René Balme, wurde zum Rücktritt gezwungen. Auf diese Kabale reagiert der belgische Akademiker Jean Bricmont und wundert sich über das Abgleiten der französischen Linken und die unwürdigen Methoden, die sie benützt.
Brüssel (Belgien) | 28. Februar 2012Der Universitätsprofessor Jean Bricmont prangert die Tatsache an, dass die Mainstream Medien in Europa die Gedanken Debatte auf eine Frage des Image reduzieren, und das Spektrum des Ausdrucks und der Gedanken auf das „politisch Korrekte“, was sie selbst vorher bestimmt hatten, begrenzen. Den Sophisten des Altertums gleich, kümmern sich die westlichen Journalisten nicht mehr um Betrachtungen, was die Ethik, die Gerechtigkeit oder die Wahrheit der Fakten betrifft. Sie haben vorgezogen, sich in den Dienst eines militärischen Kommunikationssystems zu stellen und entwickeln eine Argumentation, deren Ziel allein die überzeugende Wirksamkeit ist, aber nicht die Wahrheit.
New York City (Vereinigte Staaten) | 30. August 2009Jean Bricmont
Ich möchte in dieser Diskussion die intellektuellen Prämissen des Begriffes und der Definitionen der R2P infrage stellen. Kurz gesagt ist meine These, dass genau die Politik und Haltungen der Länder, die R2P am meisten befürworten, nämlich die westlichen Staaten und besonders die USA, das Haupthindernis bei der Durchführung einer wirklichen ‘Verantwortung zum Schutz’ darstellen.
Während des letzten Jahrzehnts hat die Welt hilflos zugesehen, als unschuldige Zivilisten durch (...)

