Ereignis und Meinung auf regionaler Ebene

Eine neue Generation des palästinensischen Nationalwiderstands baut sich auf, während eine Serie von Illusionen den letzten Atem auf dem Verhandlungstisch aushaucht, Verhandlungen über den Endstatus zwischen den palästinensischen und den israelischen Delegationen, die nach sieben Jahren wiederaufgenommen werden.
Israelische Siedlungen werden mit Raketen beschossen und die Besatzungssoldaten marschieren in aufeinanderfolgenden Wellen in den Gazastreifen ein.
Die israelische Haltung ist ganz eindeutig, die Israelis machen keine Zugeständnisse und verlangen Sicherheitskooperation von der palästinensischen Autonomiebehörde gegen die Widerstandsbewegungen. Gerade dies provozierte eine zornige Gruppe in der Bewegung Fatah selbst gegen den Ministerpräsidenten Fayyad. Das erwartete Pariser Trefffen der Geberländer ist die letzte praktische Station, die möglicherweise bedingte Hilfeleistung und Unterstützung fördern könnte, jedoch unter israelischer Kontrolle die dazu führt, dass sich diese Hilfeleistungen bald in ein Mittel für die Drusckausübung auf die Palästinenser, umwandeln.
Gute Nachricht für die Palästinenser, während sie ihre, von den Besatzungssoldaten getöteten Kinder und Verwandte, zu Grabe trugen, war die Meldung, wonach der Bürgermeister von Sderot sein Amt niederlegte, weil die Armee unfähig ist seine Gemeinde gegen die palästinensischen Raketen zu schützen.

Internationale und arabische Presse

Die emaratische Zeitung Al Bayan schreibt in ihrem Leitartikel, dass der Geist der Ermordung wieder über den Libanon schwebt. Die Zeitung bemerkte, dass das Verbrechen in der Nähe des Verteidigungsministeriums stattfand, und dass es mehrere Botschaften vermittelt, wonach am wichtigsten ist, dass das Ziel ist, weitere Komplizierung der Lage, die ja sowieso kompliziert ist, zu schaffen.
Die syrische Zeitung Tischrin veröffentlicht einen politischen Kommentar von Izzeddin Darwisch, in dem er u.a. schreibt; die Änderungen in der Region sind so aktuell, dass man sagen könnte; Alles kommt wieder zum Nullpunkt zurück, vor allem die wichtigsten Krisenherde im Libanon, im Irak und in den besetzten palästinensischen Gebieten. Der Schriftsteller wies auch auf die Standfestiglkeit der syrischen prinzipienfesten Haltung hin und forderte die US Regierung zum Dialog und Realismus bei all den Regionsproblemen auf. Syrien sagte mit lauter Stimme, die Okkupation ist der Grund aller Probleme im Irak und kein wirklicher und umfassender Frieden kann in der Region etabliert werden, ohne die Beendigung der israelischen Besatzung palästinenscher Territorien.

Talkrunden auf den Bildschirmen arabischer Fernsehstationen

In dem Programm "Zwischen den Zeilen" auf dem Bildschirm des Nachrichtensenders Al Jazeera, sagte der libanesische Analytiker und Schriftsteller Sadjaan Qazzi, dass die Gründe für die Ermordung vom General Al Hadj, auf seine heroischen Taten auf dem Schlachtfeld von Nahr al Bared zurückzuführen seien.
Der Schriftsteller Nassri As Sajegh, glaubt; die Hintermänner wollen die Wahl von General Souleiman zum Präsidenten verhindern.

Ereignis und Meinung auf libanesischer Ebene

Das libanesische Interesse konzentrierte sich auf die Auswirkungen der Ermordung vom General Francois al Hadj, der als möglicher Nachfolger vom General Souleiman als Oberbfehlhaber ser Armee war. Man glaubt, das Verbrechen könnte mit den Ereignissen vom Nahr al Bared in Verbindung gebracht werden. Dies würde bedeuten, dass Washington für eine schnelle Beendigung der Krise eintritt, und dass die Regierungsanhänger der Initiative vom General Aoun entgegenkomnmen sollen.
In Bezug auf die Wiederaufnahme der Gespräche über die Präsidentschaftswahlen, herrscht gegenwärtig eine absolute Stille. Folgende Trends wurden in den vergangenen 24 Stunden bemerkt werden können:
- 1. Eine volksweite Solidarität mit der Armee und das Festhalten an der nationalen Identität und an der militärischen nationalen Doktrin.
- 2. Die Opposition betont weiterhin die Notwendigkeit einer politischen Verständigung noch vor den Präsidentschaftswahlen.
- 3. Sowohl die französische als auch die saudische Haltung bleiben weiterhin nicht eindeutig, obwohl Presseinformationen behaupten, Riad und Paris haben den Abgeordneten Hariri angespornt, einem Ministerpräsidenten von außerhalb der Reihen des Bündnisses 14 März, zuzustimmen.
- 4. Die Drohungen der Regierung Sinioras haben sich in eine Audio-Erscheinung umgewandelt.
- 5. Neue Trends im Weltsicherheitsrat erlauben es nicht mehr, Resolutionen und Beschlüsse zu erwirken, wie es am Anfang der Krise war, was eigentlich dazu führete, dass einige Persönlichkeiten der Regierungsanhänger, nun einen anderen Ton einschlagen.
- 6. Die Aufforderung der Regierungsanhänger durch den Parlamentspräsidenten Barri, zum direkten Dialog mit dem Abgeordneten Ex.-General Aoun, ist ein Zeichen für die solidarische Haltung der Opposition.

Libanesische Presse

Die Ermordung vom General Francois al Hadj überschattete alle anderen Nachrichten in den heutigen Beiruter Printmedien und gab Anlass zu zahlreichen Analysen und Kommentare. In diesem Rahmen meint das Blatt An Nahar dieses Verbrechen wird als einen Präzedenzfall bei einer qualitativen Entwicklung der terroristischen Mordanschläge im Libanon betrachtet und schickt mehrere Botschaften an mehrere Addressen. Die Zeitung Al Akhbar meint ihrerseits, das Verbrechen entfachte einen Schock sowohl in den Reihen der Opposition als auch bei den Regierungsanhängern.

Nachrichten der libanesischen Satellitensendern

Die Ermordung von dem General Francois Al Hadj ist das Hauptthema bei allen Nachrichtenmeldungen der libanesischen Fernsehstationen. So sagt der Fernsehkanal Al Manar, Al Hadj ist bekannt für seine patriotische Haltung, er lehnte die Teilung des Landes, sowie alle Separatisten auch ab. Diese seine Eigenschaften sind der Grund, warum er aus dem Weg abgeschafft werden musste. Der Fernsehkanal das New TV macht die Regierungsmacht für dieses Verbrechen verantwortlich und forderte die Regierung auf, keinen Unsinn mehr in solchen Fällen zu sagen und Syrien oder eine andere Seite des Terrors zu bezichtigen.

Tendenzen ist ein tägliches, politisches Informationsmagazin über den Nahen-Osten das von der libanesischen Nachrichtenagentur New Orient News in Beirut herausgegeben wird. Sie finden es auf Voltairenet.org, in Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Besuchen Sie auch Indicators, das tägliche wirtschaftliche Informationsmagazin über den Nahen-Osten, erhältlich in Englisch, Arabisch und Spanisch.