Ereignis und Meinung…….auf regionaler Ebene

Die innerarabischen Beziehungen erlebten mehrere Phasen der Spannungen und der gegenseitigen direkten oder indirekten Schanzenstellungen, seit dem Beginn der amerikanischen Vorbereitungen für die Invasion des Irak. Es ist ganz deutlich, dass im Lichte der Erfahrungen der letzten Jahre, manche arabische Regierungen der amerikanischen Politik und Diktaten, auf Kosten der arabischen Solidarität, Folge leisteten.

Das war insbesondere auf Kosten der früheren Koordinierung zwischen den drei Hauptstädten, Kairo, Damaskus und Riad. So steht die morgige Sitzung des arabischen Außenministerrats vor einer harten und wahren Prüfung vor der amerikanischen Druckausübung auf Kairo und Riad im Dienste der amerikanischen Haltung, die auf die politische Erpressung Syriens aufgebaut ist, nachdem die Illusionen über die Möglichkeit, Syrien in die Knie zu zwingen und seine Standhaftigkeit zu brechen, in die Luft verdampften.

Nun bitten die Amerikaner sogar um direkte oder indirekte Kontakte zu Syrien, während sie andererseits versuchen, einige andere Araber noch in eine Feindscheft zu Syrien zu verwickeln.

Im Libanon, sowie in den besetzten palästinensischen Gebieten oder auch im Irak, kann auf arabische Verständigung immer aufgebaut werden unter der Bedingung, dass sie unabhängig von dem amerikanischen Einfluss sein muss, wonach Verständigungen erreicht werden können, die den inneren Streitigkeiten ein Ende setzen und die israelisch-amerikanische Willkür und Hegemonie zurückdrängen können.

Beobachter meinen, die Antwort wird bei Kairo und Riad bleiben, um zu wissen, ob sie aus ihren Erfahrungen mit Washington eine Lehre gezoghen haben und in derem Lichte neue Haltung einnehmen werden.

Internationale und arabische Presse:

Das israelische Blatt Ha’aretz ewähnte gestern, dass die Regierungskreise in Israel, "mit Vorsicht den jügsten Äußerungen vom Generalsekretär der Hisbullah, Sayyed Hassan Nassrullah, entgegensehen und meinen, das was er sagte in die Wirklichkeit umgesetzt werden wird."

Das Blatt kommentiert und meint, es sei leicht möglich, dass die Hisbullah viele Sterbereste israelischer Soldaten noch hat, obwohl dies für Israel nicht bekannt war.

Ha’aretz schreibt weiter; während Regierungskreise meinen, Israel werde keine Gespräche für den Umtausch von Leichen und sterblichen Resten führen will, sagt der Staatschef Peres, die Kontakte zu Hisbullah für die Befreiung der zwei gefangenen Soldaten werden fortgesetzt, es scheint aber, dass die Hisbullah unsere Bedingungen nicht akzeptiert.

Die in den VAE erscheinende Zeitung Al Khalidj meint in ihrem Leitartikel, es scheint, US-Präsident George W. Bush, der die Gründung eines lebensfähigen Palästinenserstaates versprach und viele ihm Glauben schenkten, kommt nun in die Region, nicht um dieses angebliche Vorhaben voranzutreiben, sondern um dem zionistischen Staat, die Aufgabe der Definierung und Gestaltung dieses Staates zu überlassen. Israel will natürlich nur einen waffenfreien Staat neben sich haben.

Die syrische Zeitung Tischrin veröffentlicht einen Beitrag ihres Chefredakteurs Issam Dari in dem man u.a. folgendes liest; Morgen wird die zugespitzte libanesische Krise, das Hauptthema, um nicht das einzige Thema zu sagen, auf der Tagesordnung der arabischen Außenminister sein. Wir hoffen nur, dass die Araber erfolgreich werden und das verwirklichen können, was alle früheren Bemühungen und Initiativen an senier Verwirklichung scheiterten.

Der Schriftsteller meinte weiter, die Lösung braucht keinen magischen Stab oder vielleicht ein Wunder, sondern nur einen arabischen nationalen Willen, gestützt von einem patriotischen libanesischen Willen, weit weg von ausländischen Auswirkungen entfernt, die die Lösungen behindern.

Arabische Satellitensender:

Der syrische Fernsehsender zitierte den früheren iranischen Chefunterhändler bei den Nukleargesprächen Ali Laridjni, der Syrien gestern einen Besuch abstattete, mit seiner Betonung, dem syrischen Außenminister Mu’allem gegenüber, der Unterstützung seiner Regierung für die syrischen Bemühungen, eine Konsenslösung im Libanon zu erreichen. Das syrische Fernsehen meldete auch die Unterzeichnung von fünf Kooperationsabkommen zwischen Syrien und der Türkei auf den Gebieten des maritimen Transports, des Flugverkehrs, der Energie, des Transports und der Börsen.

Ereignis und Meinung…….auf libanesischer Ebene

Die kontinuierliche politische Spannung...und der Prüfstein der Arabischen Liga

Beobachter und Analytiker richten ihre Blicke nach Kairo, wo der arabische Außenministerrat morgen zusammentrifft. Informationen zu Folge, ist die libanesische Krise das Topthema an dessen Tagesordnung. Im Libanon spitzt sich die politische Lage weiterhin zu, als Folge der Stockung der Konsensverhandlungen zwischen der Opposition und der parlamentarischen Mehrheit, seit dem Besuch von Welsh und den Äußerungen von Bush. Die wichtigsten Indizien in der libanesischen politischen Szene können wie folgt zusammengefasst:

- 1- Die Opposition ist noch immer der Meinung, dass der Verhandlungsweg noch immer begehbar ist. Die oppositionellen Führer haben jedoch damit begonnen, einen politischen und Feldarbeitsplan zu erstellen, um für die Konfrontation mit Eskalationsmöglichkeiten, als Folge der amerikanischen Einmischung, gut vorbereitet zu sein. Einige oppositionelle Führer meinen, der Außenministerrat steht vor einer harten Prüfung, sollten sich einige einflussreiche arabische Hauptsdtädte dem Willen der Regierung von Siniora anschließen, würde dies heißen, dass diese Hauptstädte, den Libanon zu politischen Konfrontationen, mit unabsehbaren Folgen treiben wollen, während die Opposition arabischen Verständigungsbemühungen offen gegenübersteht.

- 2- Die Regierungsanhänger gebrauchen wieder eine eskalierende Sprache. Die Erklärung des Verfolgungsausschusses des Bündnisses 14 März, ging sogar weit und forderte die Einmischung des Weltsicherheitsrats und verlangte von der Arabischen Liga, Sanktionen gegen Syrien aufzuerlegen, im Schatten konzentrierter politischer und medialer Kampagnen gegen Syrien, den Iran und die libanesische Opposition, was zu weiteren politischen Spannungen führte.

- 3- Die Opposition mit all ihren Spektren zeigt einen hohen Grad an Solidarität und Kooperation in einem Strom von Antworten an die blamablen Äußerungen seitens einiger Mitglieder der regierenden Sippschaft.

- 4- Presseinformationen über die stagnierenden Bemühungen und Kontakte, konzentrieren sich prinzipiell auf die Hervorhebung weiterer französischer Bemühungen, sowie auf angebliche ägyptische Bemühungen für die Schlichtung zwischen Damaskus und Riad.

Libanesische Presse:

Die libanesische Krise mit all ihren Schwierigkeiten, wird morgen nach Kairo übertragen. Eine Sondersitzung des arabischen Außenministerrats wird morgen dort stattfinden, um zu diskutieren, was die Araber vereinbaren können um eine arabische Initiative für die Lösung der libanesischen Krise zu ergreifen, wo eigentlich Andere scheiterten.

Das Blatt Ad Diyar meint, das Gerede über friedliche Zivilproteste vemehrte sich in jüngster Zeit. Es scheint, dass sich Ministerpräsident Siniora "amerikanisch" benahm als er seine Antwort auf die jüngsten Äußerungen von Hassan Nassrallah, bekanntgeben ließ.

Das Blatt meinte auch, die libanesische Wunde wird morgen vor den arabsichen Außenministern sein, das Problem liegt jedoch beim amerikanischen Veto gegen die Teilnahme der Opposition an der kommenden Regierung mit einer Sperrminorität.

As Safir ist der Meinung, dass das morgige arabische Treffen, die Position von Siniora und das Machtvakuum festigen werde.

Nachrichten der libanesischen Satellitensender:

Die libanesischen Fernsehstationen konzentrierten sich in ihren Nachrichtenmeldungen auf die erwarteten Ergebnisse des morgigen arabischen Treffens in Kairo. So sagte der Fernsehkanal Al Manar die Wahrheiten, mit denen der Generalsekretär der Hisbullah, Hassan Nassrullah, herausrückte, erwirkten gespannte Antworten und Bemerkungen von Siniora.

Es ist die Logik von Sayyed Nassrullah, die eine unlogishe Reaktion von dem illegitimen Ministerpräsidenten erwirkte, nachdem der Seraillenherr, sich unfähig fand, Gründe für seine Ablehnung der Teilnahme der Opposition mit einer Sperrminderheit an der Regierung zu geben.

Das New TV meinte, das Bündnis 14 März erhöhte seine Stimme gegenüber dem arabischen Kairoer Treffen und velangte Hilfe, von denen, die selber Hilfe brauchen.

Talkrunden in den libanesischen Satellitensendern:

In dem Programm "Aktuelle Themen" auf dem Bildschirm des Fensehkanals Al Manar, sagte Ex-Minister Wi’am Wahhab, die regiernde Sippschaft hat keine Entscheidungsfreiheit, daher können sich die Herrschaften keiner Lösung annähern. Er wies darauf hin, dass die Reaktion Sinioras auf die Äußerungen von Nassrullah, einen Teil der amerikanischen Aufgabe, mit der er beauftragt ist, darstellt.

Der frühere Abgeordnete Nasser Qandil, sagte im selben Programm, er richtete einige Anschuldigungen an den Herrn Siniora, er gab eine Antwort jedoch nur auf eine, nämlich die Privatisierung der Mobiltelefon-Gesellschaft. Dies bekräftigt, so Qandil, dass die anderen vier Anschuldigungen richtig und undiskutierbar seien.

Tendenzen ist ein tägliches, politisches Informationsmagazin über den Nahen-Osten das von der libanesischen Nachrichtenagentur New Orient News in Beirut herausgegeben wird. Sie finden es auf Voltairenet.org, in Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Besuchen Sie auch Indicators, das tägliche wirtschaftliche Informationsmagazin über den Nahen-Osten, erhältlich in Englisch, Arabisch und Spanisch.