Arabische Massenmedien und politische Kreise setzen ihr Interesse am kommenden arabischen Gipfel in Damaskus Ende kommenden März fort. Die Massenmedien zeigen auf eine Anzahl von Hinweisen über gegenwärtige Kontakte hin, mit dem Ziel, diesem Gipfel zum Erfolg zu verhelfen:

- 1- Ägypten und Jordanien betonten die Notwendigkeit guter Vorbereitungen für den Erfolg dieses Gipfels. Kairo bringt weiterhin den Erfolg des Gipfels mit der Beschleunigung der Beilegung der libanesischen Krise noch vor dem Gipfel.

- 2- Saudiarabien schweigt offiziell, was aber medial hervorgehoben wird, dass es an der Kampagne gegen Syrien teilnimmt, damit die Opposition im Libanon gezwungen wird, weitere Zugeständnisse zu machen. Zahlreiche mediale Kreise bringen die jüngste europäische und amerikanische Rundreise vom saudischen Außenminister Saud Al Feissal, mit dieser Druckausübung auf Syrien in Verbindung. Einige Massenmedien in den arabischen Golfländern meinen, Saudiarabien werde an dem Gipfel nicht teilnehmen, wenn Syrien seine Haltung nicht ändert und gerade diese saudische Haltung sei, nach den Massenmedien, unter dem Banner des amerikanischen Projektes einzustufen. Gutunterrichtete arabische diplomatische Kreise meinen, diese Haltung ist direkt mit dem Versuch verbunden, die israelische Abschreckungsmacht wiederherzustellen, die nach der Niederlage im Jahre 2006 gegen die Hisbullah im Libanon, verloren ging.

- 3- Syrien richtet die Einladungen weiterhin unbehelligt, an die verschiedenen arabischen Länder und bekräftigt praktisch sein Festhalten an der Ablehnung jedes Feilschens und jeder Druckausübung. Syrien hält jedoch an der arabischen Initiative als einem Rahmen für die Beilegung der libanesischen Machtkrise. Informationen zu Folge, werde keine Druckausübung Syrien veranlassen können, seine prinzipientreue Haltung aufzugeben, weder beim Halten des Gipfels noch bei dem Vertretungsniveau der einzelnen Länder. Trotzdem betont Syrien sein Festhalten an einem Minimum der arabischen Solidarität, egal wie groß die Meinungsunterschiede sein könnten. Syrien betrachtet die gemeinsamen arabischen Institutionen, angefangen bei dem Gipfel, als eine gemeinsame Verantwortung aller arabischen Länder.

Internationale und arabische Presse:

- Omar Dschaftali schreibt heute in der syrischen Zeitung Tischrin u.a.; ohne die amerikanische grenzenlose Unterstützung für Israel mit Waffen und Geld, sowie politisch, selbst im Weltsischerheitsrat, hätte weder Olmert noch ein Anderer von den israelischen Politikern damit prahlen können, weiterhin Staatsterrorismus, Mord, Zerstörung und Siedlungsbauarbeiten, weiterhin zu praktizieren. die Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten hätte auch diesen Grad der Verschlimmerung und die Grenze einer humanen Katastrophe, wie der Fall gegenwärtig im Gazastreifen ist, erreiche können.

- Die emiratische Zeitung Al Bayan schreibt in ihrem Leitartikel u.a.; es scheint, dass die Lage im Libanon am Rande des Zusammenbruchs zu sein und sich schleunigst in den Abgrund, wie ein Schneeball, zu bewegen. Die politische Spannung, die einen Höhepunkt erreichte, zeigt sich nun offen auf den Strassen in Form von nächtlichen Krawallen, deren Kreis täglich ausgeweitet wird. Die Zusammenstöße erstrecken sich von einem Wohnviertel bis zum Nächsten, so dass sie auch die Grenzen der palästinensischen Lager erreichten.

- Die schweizerische französischsprachige Tageszeitung Le Temps, schreibt nach ihren Quellen, der sogenannte "Verteidigungsminister" der Hisbullah, Imad Mughniyah; der am Dienstag voriger Woche in Damaskus ermordet wurde, einen Kontakt zur Hamas-Führung in Damaskus aufgenommen habe. Die Zeitung macht auch darauf aufmerksam, dass obwohl der jüdische Staat bisher jede Beziehung zu dieser Aktion dementierte, bekräftigen nun gutunterrichtete Kreise, dass diese neue Verbindung zu Hamas einer der Hauptgründe für seine Liquidierung war. Le Temps erwähnte weiter, dass Olmert am nächsten Tag des Attentats, den Chef des Mossads, Meir Doghan, empfing und ihm mitteilte, er werde seine Amtszeit für ein weiteres Jahr verlängern.

Arabische Satellitensender:

- Der syrische staatliche Satellitensender meldete, Präsident Assad und Scheich Al Maktum von den VAE, erörterten die bilateralen Sonderbeziehungen, die Festigung der bilateralen Zusammenarbeit und die arabische gemeinsame Koordinierung. Der Fernsehsender meldete auch den Tod von fünf Palästinensern bei dem Einmarsch israelischer Besatzungssoldaten in den Gazastreifen.

Ereignis und Meinung…….auf libanesischer Ebene

Die saudische Erklärung.....ein gefährlicher Hinweis

Die wichtigsten Entwicklungen und Ereignisse, die das politische und mediale Interesse an sich gezogen haben, können wie folgt zusammengefasst werden:

- 1- Die Warnung des saudischen Außenministeriums an seine Bürger, nicht nach dem Libanon zu fahren, wird als eine Festigung des amerikanischen Entschlusses angesehen, den Libanon als ein gefährliches Schlachtfeld zu betrachten. Washington hatte bereits eine ähnliche Warnung an seine Bürger herausgegeben. Es ist auch auffallend, dass diese saudische Warnung gleich nach der Rückkehr des saudischen Außenministers von Washington herauskam. Eine libanesische oppositionelle Quelle meinte, eine solche Art von Warnungen widerspiegelt einen amerikanischen Entschluss, den Libanon in Richtung innerer Zusammenstöße zu treiben, sowie einen eindeutigen Hinweis auf einen amerikanischen Plan, wonach die Sicherheitslage im Libanon zur Explosion gebracht wird.

- 2- Die Armee setzt ihre Vorkehrungen und Maßnahmen für die Unterbindung jeglicher Zusammenstöße auf offenen Strassen, fort. Die betreffenden politischen Kreise betonten ihre Kooperation, um diese Maßnahmen zum Erfolg zu bringen.

- 3- Vor dem Eintreffen des Generalsekretärs der Arabischen Liga in Beirut, wurde der Termin des kommenden Vierer-Treffens unter Aufsicht von Mussa, am kommenden Sonntag bestätigt. Ex-General Michel Aoun machte darauf aufmerksam, dass das Regierungslager entzweit sei. Er betonte weiter, dass die Opposition offen auf alle Diskussionen sei. Er bezweifelte jedoch die Fähigkeit der Vertreter des Regierungslagers, eine Entscheidung treffen zu können, nachdem Washington die arabische Initiative abgelehnt hatte.

- 4- Mediale Kreise machen auf eine Kampagne des Regierungslagers gegen die Hisbullah und die Opposition im Allgemeinen, aufmerksam. Die Politiker der Regierungskoalition ignorieren die gefährlichen Auswirkungen des israelischen Verbrechens bei der Ermordung von Mughniyah, sowie die eindeutige israelische Drohung mit einem neuen krieg.

Libanesische Presse:

- Die heutigen Beiruter Printmedien verfolgen die jüngsten politischen und Sicherheitsentwicklungen auf der libanesischen Bühne, im Schatten der eskalierenden politischen Reden. Bestimmte politische Kreise fragen nach den Gründen, die Nabih Barri veranlassen, gerade in dieser gespannten Lage, im Ausland zu verweilen.

- Die Zeitung Ad Diyar schreibt in diesem Zusammenhang, die Tatsache, dass der Ort wo sich Barri gegenwärtig aufhält, nicht bekannt ist, weist darauf hin, dass er Kontakte führt, um die Dinge wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

- Das Blatt As Safir beschäftigt sich mit den vorläufigen Ergebnissen der Untersuchungen über das Verbrechen von Ain Alaq, in dem die Täter als Angehörige der Organisation Fatah Al Islam, entlarvt werden. Einige Verhaftete sollen zugegeben haben, dass ihre Rekrutierung mit dem Ziel erfolgte, das Regime in Damaskus zu destabilisieren.

Nachrichten der libanesischen Satellitensender:

- Die libanesischen Fernsehstationen interessieen sich für die Wiederkehr des Generalsekretärs der Arabischen Liga, Amr Mussa, nach Beirut, um seine Bemühungen, in einer gespannten Atmosphäre, fortzusetzen.

- In diesem Zusammenhang stellt der Fernsehsender Al Manar die Frage auf; was könnte Mussa erneut in Beirut machen, wenn die amerikanische Regierung selbst, der arabischen Initiative den Todesschuss versetzte?

- Der Fernsehkanal New TV meint, die Wanderköpfe singen alleine, der Staatspräsident ist in regionalen und internationalen Streitigkeiten verloren gegangen, der Parlamentsvorsitzende sucht eine Lösung via geheime Kanäle, der Ministerpräsident flog nach London und hinterließ das Land in den Händen der Sicherheitsdienste und der General Michel Souleiman präsidiert im Schatten und verwaltet das politische Chaos.

Tendenzen ist ein tägliches, politisches Informationsmagazin über den Nahen-Osten das von der libanesischen Nachrichtenagentur New Orient News in Beirut herausgegeben wird. Sie finden es auf Voltairenet.org, in Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Besuchen Sie auch Indicators, das tägliche wirtschaftliche Informationsmagazin über den Nahen-Osten, erhältlich in Englisch, Arabisch und Spanisch.