Während die in Frankreich basierten Medien Gerüchte über den Tod des Reporter Gilles Jacquier durchsickern lassen und die Staatsanwaltschaft von Paris eine Untersuchung für vorsätzlichen Totschlag begonnen hat, empfiehlt es sich ein besonderes Element dieser Affäre in Erinnerung zu rufen.

Tatsächlich wurde die Autopsie, gegen die juridischen, internationalen Normen, nicht in Syrien vorgenommen, obwohl Frankreich wohl seinen eigenen Gerichtsmediziner für die Überwachung der syrischen Prozedur schicken konnte. Frankreich hat stattdessen den Körper per Sonderflug nach Paris gebracht und sofort die Autopsie unternommen, damit Syrien nicht genügend Zeit finde, um seinerseits den eigenen Experten für die Beisitzung vorzuschlagen.

Obwohl der Gouverneur von Homs am 12. Januar die Bildung einer Untersuchungskommission verkündet hat, um die Todesumstände aufzuklären, ist es der syrischen Regierung unmöglich geworden, die Gründe des Todes von dem Reporter zu kontrollieren.

Laut Strafrecht wird die von Frankreich unternommene Handlung, nämlich den Körper des Journalisten Gilles Jacquier von France-Télévisions zu repatriieren, als gefälschte Inbesitznahme eines Körpers bezeichnet. Die Umstände, in welchen Frankreich diese Repatriierung und Autopsie der sterblichen Reste des Journalisten unternommen hat, bedeuten einen Versuch von Zerstörung, Degradierung und Beschädigung der Beweise.

Übrigens wird diese Handlungsweise des französischen Executivs das Gericht gezwungener Massen dazu führen, die Autopsieakte für ungültig zu erklären. Dieser Vorgang macht jegliche Wahrheitsaufstellung unmöglich. Was über den Willen der heutigen Regierung Frankreichs hinausgeht, systematisch die Ereignisse von Syrien zu manipulieren, stellen diese Einzelheiten Fragen. Was versucht Frankreich hinsichtlich des Todes unseres Kollegen von France 2 zu verbergen?

Übersetzung
Horst Frohlich