• Eine Drohne wurde im Februar in Homs abgeschossen. Für Christophe Ayad von Le Monde, ist das natürlich eine syrische, vom Iran gekaufte Waffe, die von den Rebellen zerstört wurde. Der Journalist räumt jedoch ein, dass israelische und US-Drohnen die Gegend überwachen, aber er erkennt den Syrern nicht die Fähigkeit an, sie abzuschießen.

• In vollkommenem Gegensatz zu der russischen Presse denkt Alain Barluet von Le Figaro, dass Russland sich über die syrische Unnachgiebigkeit ärgere. Das ist ein Klassiker seit Monaten, ein mögliches Fallenlassen von Syrien von Seiten Russlands vorzugeben. So als ob Moskau durch die syrische Unterdrückung belästigt wäre, während Russland wiederholt erklärt, dass es keine politische Repression in Syrien gibt, aber wohl eine militärische ausländische Einmischung.

• Die französische katholische Tageszeitung La Croix widmet Syrien eine Akte, ohne mit nur einer Linie die durch Rebellen begangenen Massaker von Christen und die Beschlagnahme ihrer Güter durch die freie "Syrische" Armee zu erwähnen.

The Irish Times stellt fest, dass die militärische Abtrift der syrischen Opposition sie allmählich von der Bevölkerung abgeschnitten und in eine Sackgasse geführt hat. Junge Welt, die einzige antiimperialistische Tageszeitung von Westeuropa begrüßt diese Entwicklung, die sich für die Al-Assad-Regierung in einen Triumph verwandelt, wie die Ereignisse des 15. März es gezeigt haben.

• Maria Golovnina begeistert sich in The Scotsman über die Aktion von Rami Abdulrahman, Restaurateur von Coventry, der mit einem Freund hinter dem syrischen Observatorium für Menschenrechte steckt. Zwei Personen, ohne logistische Unterstützung aber mit vielen Kontakten in Syrien, erreichen seit einem Jahr, die westlichen Medien täglich über die Verbrechen der syrischen Regierung zu informieren. Die Journalistin hatte den Londoner Gastronomen vergessen zu fragen, wie er besser wissen könnte was in Syrien vorgeht, als die Mission von Beobachtern, die für ein Monat, von der Arabischen Liga bereitgestellt, im ganzen Land entfaltet wurde.

• Als ewiger Befürworter des Krieges verspottet der Neo-Konservateur Max Boot das Zaudern des Pentagons. In dem Washington Post erklärte er, dass die Angst des Verteidigungsministeriums, eine militärische Intervention könne Syrien in einen Bürgerkrieg treiben, keine Berechtigung habe, da es bereits in einem Bürgerkrieg stünde.

• Jonathan Spyer bemerkte in der Jerusalem Post, dass die syrische Armee in wenigen Tagen die Kontrolle der Rebellen-Festungen (Homs, Idlib, Deraa) zurückgewonnen habe. Aber dieser militärischen Sieg, wie entscheidend er auch sei, nicht genügen werde, da Glut unter der Asche schwelt, die sich wieder entfachen wird.

• Laut FAO, 1,4 Millionen Syrer riskieren Opfer einer Lebensmittelkrise zu werden, berichtete die Times of Oman.

• Der Khaleej Times reproduziert ein offenes Forum von John Podesta und Ken Guide. Die Moderatoren des Think-Tank von Präsident Obama weisen darauf hin, dass der Libyen Krieg die Grenzen der europäischen Streitkräfte gezeigt habe. Syrien mache die Reform der NATO und eine Steigerung des europäischen Verteidigungshaushalts dringender.

Zeichnung des Tages

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© The National

Ein Jahr später sind die Rebellen völlig von Panzern umzingelt. Der Aufstand geht weiter, aber ohne jegliche Zukunft, sagt The National. Paradoxerweise räumt die Emirat Zeitung ein, dass die Armee nicht versuche die Opposition zu unterdrücken, sondern dass sie sie nur zurückhalte.

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© The Saudi Gazette

In der The Saudi Gazette, kann Kofi Annan nicht glauben, wenn Baschar Al-Assad sagt, dass alles in Ordnung sei: er hat Syrien mit Blut beschmiert. Das Problem ist, dass, Kofi Annan im Gegenteil in seinen ersten Kontakten mit dem syrischen Präsidenten zufrieden schien, obwohl er vom Misstrauen des Präsidenten enttäuscht war..

Übersetzung
Horst Frohlich

beigefügte Dokumente


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