Der ehemalige republikanische Senator von Nebraska, Charles T. Hagel (bekannt als "Chuck"), könnte vom demokratischen Präsidenten Barack Obama zum nächsten Verteidigungsminister gewählt werden.

Präsident Obama will den demokratischen Senator John Kerry zum Secretary of State (Außenminister) ernennen, aber er behält sich das Recht vor, ihn auf den Verteidigungsposten zu setzen, falls er diese Position nicht in zufriedenstellender Weise besetzen könnte.

Chuck Hagel, Direktor von Chevron, ist Präsident des Atlantic Council (einer der Think Tanks der NATO). Er pflegt Vertrauensbeziehungen mit Barack Obama und hat bereits zugesagt, Ko-Vorsitzender des Beirats des Geheimdienstes zu sein.

Die US-Medien schließen nicht aus, dass das Weiße Haus diesen Namen zirkulieren lässt, um Druck auf die Republikaner auszuüben, ohne die wirkliche Absicht, ihn zu ernennen.

In einer neueren Rubrik hatte Thierry Meyssan die Ziele für die nächste Obama-Regierung enthüllt und die Rolle von John Kerry kommentiert [1]: "Schwächung der in Ausbildung stehenden russisch-chinesischen Allianz und Aufteilung der Lasten des Nahen Ostens mit Russland (...) daher die Durchführung des am 30. Juni in Genf geschlossenen Übereinkommens über Syrien“. Über die mögliche Ernennung von Chuck Hagel befragt, erklärte er, dass diese Option die neuen Richtungen von Washington bestätigt. "Chuck Hagel nahm neben John Kerry an den Versuchen der syrisch-israelischen Verhandlungen über die Rückgabe der Golanhöhen im Jahr 2008 teil, wie ein offenes Forum beweist, das sie zusammen im Wall Street Journal geschrieben hatten [2]“, sagte er. "Die beiden Männer neigen dazu, zusammen zu arbeiten. Sie halfen auch Barack Obama 2009 die US-Politik gegenüber Pakistan neu zu definieren".

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „Obama II : die Säuberung und das Abkommen“, von Thierry Meyssan, Netzwerk, 27. November 2012,

[2] « It’s Time to Talk to Syria »; par John Kerry und Chuck Hagel, The Wall Street Journal, 5. Juni 2008.