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Der Triumph des Mythos von der amerikanischen Befreiung Europas

Im Juni 2004 während des 60. Jahrestages (und des ersten im 21. Jahrhundert gefeierten Zehnerjahrestages) der "Alliierten Landung" in der Normandie, gab das französische Umfrageinstitut IFOP auf die Frage „Welche Nation hat am meisten zur Niederlage von Deutschland beigetragen?“ eine vollkommen umgekehrte Antwort von der im Mai 1945: für die USA 58% (2004) und 20% (1945), und für die UdSSR 20% und 57% [1]. Vom Frühling bis zum Sommer 2004 wurde eingehämmert, dass die US-Soldaten vom 6. Juni 1944 bis zum 8. Mai 1945, "Westeuropa" durchquert hatten, um ihm die Unabhängigkeit und Freiheit wiederzugeben, die ihm der deutsche Besatzer geraubt hatte und die durch den Vormarsch der Roten Armee nach Westen bedroht waren. Von der Rolle der Sowjetunion, die das Opfer dieser "sehr spektakulären [Umkehrung der Prozentsätze] mit der Zeit wurde, [2], war keine Rede. Der (70.) Jahrgang 2014 verspricht noch Schlimmeres für die jeweilige Darstellung der "Verbündeten" des zweiten Weltkriegs, mit dem Hintergrund der Schmähungen für die russische Annexion in der Ukraine und in anderen Ländern [3].

Die Legende wuchs mit dem seit 1942 in Washington geplanten und mit Hilfe des Vatikans umgesetzten US-amerikanischen Ausbau auf dem europäischen Kontinent; mit Hilfe des Vatikans, Hüter der Katholiken und Verwalter der „westlichen“ Einflusssphäre, und zwar vor, während und nach dem zweiten Weltkrieg. [4]. Dieser gemeinsam und im Wettbewerb mit der Bundesrepublik (und dann mit dem wiedervereinigten Deutschland) unternommene Drang nach Osten wurde seit dem "Fall der Berliner Mauer" (1989) hektisch: er pulverisierte die "Ziele des Krieges", die Moskau im Juli 1941 gefordert hatte und die es 1944 (Wiedereinnahme des Territoriums von 1939-1940) und 1945 (Gewinn von einem Einflussbereich über die ehemalige "Pufferzone" von Mittel-und Osteuropa, den alten germanischen Einfallsweg auf Russland) erreicht hatte [5]. Das US-amerikanische Projekt ging so schnell voran, dass der in Vichy stationierte Diplomat Armand Bérard, und nach der Befreiung Botschaftsrat der Botschaft in Washington (Dezember 1944) und dann in Bonn (August 1949), im Februar 1952 voraussagte: „Die Mitarbeiter von Bundeskanzler [Adenauer] sind in der Regel der Auffassung, dass am Tag, wo Amerika in der Lage sein wird, eine Übermacht aufzustellen, die UdSSR zu einem Abkommen bereit sein wird, durch das sie die Gebiete von Mittel-und Osteuropa, die sie gegenwärtig beherrscht, aufgeben wird.“ [6] Die damals erschreckenden Vorahnungen von Cassandra Bérard sind im Mai und Juni 2014 schon überholt: die ehemalige UdSSR, seit 1991 auf Russland reduziert, ist an ihrem ukrainischen Tor bedroht.

Die ideologische „westliche“ Hegemonie, die den Drang nach Osten begleitet, wurde durch die seit dem zweiten Weltkrieg verstrichene Zeit noch stärker. Vor dem Debakel [fr. Niederlage 1940] hat sich die „französische Meinung“ durch die "ideologischen" Kampagnen lackmeiern lassen, die die Sowjetunion in einen Wolf und das Dritte Reich in ein Lamm verwandelten. Die große Presse, im Besitz vom Finanzkapital, hatte sie davon überzeugt, dass die Preisgabe des tschechoslowakischen Verbündeten ihr die dauerhafte Erhaltung des Friedens garantierte. „Eine solche Annexion wird und kann nur ein Vorwort für einen Krieg sein, der unvermeidlich wird, und an dessen Ende des Schreckens, Frankreich das größte Risiko einer Niederlage eingehen wird, des Zerfalls und der Unterwerfung der Überreste des Territoriums eines angeblich unabhängigen Staates“, hatte zwei Wochen vor dem Münchner Abkommen eine andere Cassandra des Generalstabes der Armee gewarnt [7]. Das von seinen Eliten getäuschte und betrogene "Frankreich" erlebte das geplante Schicksal, aber seine Arbeiter und Angestellten, die einen 50%igen Rückgang der Reallöhne erlitten und durchschnittlich 10-12kg zwischen 1940 und 1944 verloren, ließen sich weniger durch ideologische "Kampagnen" irreführen.

Sie erkannten die militärischen Realitäten sicherlich später als "die gut informierten Kreise", aber folgten in den darauffolgenden Monaten immer zahlreicher auf dem Atlas oder auf den Landkarten der Kollaborations-Presse die Entwicklung der "Ostfront". Sie kapierten, dass die Sowjetunion, die seit Juli 1941 zur Erleichterung ihres Martyriums die erfolglose Eröffnung einer "zweiten Front" im Westen verlangte, das Gewicht des Krieges allein trug. Die "Begeisterung", die die Nachricht von der anglo-amerikanischen Landung in Nordafrika (8. November 1942) bei ihnen erweckte, war im folgenden Frühling wieder „erloschen“: „Heute sind alle Hoffnungen auf Russland gerichtet, dessen Erfolge die gesamte Bevölkerung mit Freude erfüllen [...] Die ganze Propaganda der kommunistischen Partei wurde unnötig [...], zu einfach der Vergleich zwischen der unerklärlichen Untätigkeit der Einen und der heroischen Taten der Anderen, er bereitet schmerzhafte Tage für diejenigen vor, die sich Sorgen um die bolschewistische Gefahr machen", urteilte scharf ein Bericht vom April 1943 für das gaullistische BCRA [Le Bureau central de renseignements et d’action; das von De Gaulle im Juli 1940 geschaffene Zentralnachrichten-und Aktionsbüro] [8].

Wenn die Irreführung der Generationen, die die Erinnerung an den Konflikt bewahrt hatten, sich auch als schwierig erwies, ist diese Aufgabe heute einfach geworden. Zum allmählichen Verschwinden der Zeugen und Akteure kommt der Zusammenbruch der radikalen Arbeiterbewegung. Die kommunistische Partei Frankreichs, die PCF, die "Partei der Erschossenen", hat lange Zeit weit über ihre Reihen hinaus über die Realitäten des Krieges informiert. Was von ihr jetzt noch existiert, befasst sich damit weniger bereitwillig in ihrer Presse, die ja selbst vom Verschwinden bedroht ist, und schlägt sich eher wegen dem damaligen "stalinistischen" Charakter der Résistance [fr.Widerstand] an die Brust. Die von einem ernsthaften Hindernis befreite herrschende Ideologie, gewann die Vorherrschaft auf diesem Bereich, wie auch auf den anderen. Die akademische Ebene hat nichts mehr dagegen zu bieten (oder schließt sich sogar selbst) dem Desinformierungs-Rausch der Presse, des Rundfunks oder der Kinos an [9]. Allerdings werden die Vorbereitungen und Ziele des 6. Juni 1944 weder durch den Film Der Soldat James Ryan, noch durch den langen Dokumentarfilm Der Krieg – Apokalypse geklärt.

Die Pax Americana für Armand Bérard im Juli 1941

Lange vor der „Wende“ von Stalingrad (Januar-Februar 1943) haben die französischen Eliten die US-Folgen der militärischen Situation verstanden, die aus dem heftigen Widerstand [...] des russischen Soldaten“ entstanden sind. Davon zeugt der Bericht von Mitte Juli 1941, den General Paul Doyen, Vorsitzender der französischen Delegation in der deutschen Waffenstillstandskommission von Wiesbaden, von seinem diplomatischen Mitarbeiter Armand Bérard schreiben ließ [10]:

1. Der Blitzkrieg war tot. „Der Verlauf der Operationen“ widersprach der Prognose der "Führungspersönlichkeiten [des] III. Reichs“ [,das] nicht einen so heftigen Widerstand der russischen Soldaten vorgesehen hatte, einen so begeisterten Fanatismus von der Bevölkerung, einen so anstrengenden Guerillakrieg hinter der Front, so schwere Verluste, ein komplettes Vakuum vor dem eindringenden Heer, so erhebliche Schwierigkeiten bei der Versorgung und Verbindungen. Die gigantischen Schlachten mit Panzern und Flugzeugen, die Notwendigkeit, in Ermangelung von Wagonen mit geeigneter Spurweite, über zerfurchte Straßen den Transport von mehreren hunderten Kilometern abzuwickeln, für die Wehrmacht eine ungewöhnliche Abnutzung der Ausrüstung und großer Aufwand an Benzin, die ihre unersetzlichen Vorräte an Treibstoff und Gummi gefährden. Wir wissen, dass der deutsche Generalstab drei Monate Benzin-Reserven aufgebaut hatte. Eine drei-Monats-Kampagne sollte genügen, um mit dem Sowjetkommunismus fertig zu werden, die Wiederherstellung der Ordnung in Russland unter einem neuen Regime zu erlauben, die Ausbeutung aller natürlichen Reichtümer des Landes und besonders die Lager im Kaukasus wieder in Betrieb zu nehmen. Jedoch ohne Rücksicht auf seine zukünftige Ernährung vernichtet Russland mit Flammenwerfern seine Ernte, sprengt seine Dörfer, zerstört sein Rollmaterial und sabotiert seine Landwirtschaft.“

2. Die Gefahr einer deutschen Niederlage (ausführlich detailliert bei Bérard) zwang die Herrschaften von Frankreich, sich mit einem anderen Beschützer als dem ’kontinentalen’, seit der "Versöhnung" der 1920er Jahre gewählten Imperialismus, zu vereinen. Da eine solche Wende "in den kommenden Monaten" unmöglich war, ging man mit Feingefühl von der deutschen Hegemonie unaufhaltsam zu der der USA über. Weil „die Vereinigten Staaten bereits als Sieger des Krieges 1918 hervorgegangen sind: sie würden umso mehr als Sieger aus dem aktuellen Konflikt hervorgehen. Ihre wirtschaftliche Macht, ihre hohe Zivilisation, die Einwohnerzahl ihrer Bevölkerung, ihr wachsender Einfluss auf allen Kontinenten, die Schwächung der europäischen Staaten die mit ihnen konkurrieren könnten, machen, dass, was auch immer geschehen mag, die Welt in den nächsten Jahrzehnten sich dem Willen der Vereinigten Staaten unterwerfen wird. [11] » Bérard unterscheidet daher seit Juli 1941 den zukünftigen sowjetischen militärischen Sieger -, den der Vatikan kurz danach klar identifiziert [12], den der deutsche Zermürbungskrieg erschöpfen würde, - von dem "einzigen Gewinner", durch seine "Wirtschaftsmacht", der in diesem Krieg wie in dem vorherigen die "periphere-Strategie“ praktizieren würde.

Die "periphere Strategie" und die Pax Americana gegen die UdSSR

Die Vereinigten Staaten, die nie eine Fremdherrschaft oder eine Zerstörung im industriellen Norden seit der Unterwerfung des landwirtschaftlichen (Sklaven-) Südens erlitten hatten, beschränkten ihr stehendes Heer auf genauso erbarmungslose wie einfache Missionen vor (und möglicherweise seit) der imperialistischen Epoche: Vernichtung der Indigenen, Unterwerfung von schwachen Nachbarn (des lateinamerikanischen backyard, patio trasero, "Hinterhofs") und nationale Unterdrückung. Die Vorschrift des US-Barden, Alfred Mahan, für die imperiale Expansion des Imperialismus - Entwicklung der Navy auf unbestimmte Zeit -, wurde unter seinen Nachfolgern gleichfalls auf die Luftfahrt ausgedehnt. [13]. Aber die Bescheidenheit ihrer Boden-Streitkräfte diktierte ihre Unfähigkeit in einem europäischen Konflikt. Ein durch ein "Kanonenfutter" ("Canon Futter") lieferndes anderes Land errungener Sieg, mit einer späten US-Truppenentfaltung, sollte ab Frühjahr 1918 das zu kontrollierende Territorium investieren: von nun an sollte es von ausländischen Stützpunkten aus gemacht werden, von jenen in Nordafrika, zusammen mit den Briten ab November 1942 [14].

Die Triple Entente (Frankreich, England, Russland) hatte sich 1914 die militärische Rolle geteilt, die angesichts des russischen Rückzugs letztlich hauptsächlich auf Frankreich beruhen sollte. Diesmal ist die UdSSR allein, welche diese in einem US-Krieg übernehmen sollte: laut einer geheimen Studie des Stabschefs-Ausschuss vom Dezember 1942 (Joint Chiefs Of Staff, JCS) war die Norm, "die Überlegungen der nationalen Souveränität“ von Fremdländern „zu ignorieren". 1942-1943 zog der JCS aus dem laufendem Konflikt (und des vorherigen) den Schluss, dass 1) der nächste Krieg "amerikanische strategische Bomber zum Rückgrat" haben sollte und dass das einfache „Instrument der amerikanischen Politik, eine internationale Armee“, verantwortlich für subalterne (Boden-) Aufgaben "die amerikanische Macht internationalisieren und legitimieren würde" und 2), stellt die endlose Liste der Nachkriegs-Stützpunkte auf, die das Universum belegen würden, die Kolonien der "Verbündeten" mitinbegriffen (JCS 570): nichts sollte uns veranlassen « Beschränkungen unserer Fähigkeit zu tolerieren, Militärflugzeuge in und über bestimmten Gebieten unter ausländischer Souveränität zu stationieren und zu betreiben», urteilte General Henry Arnold, Chef des Stabes der Luftstreitkräfte im November 1943 [15].

Der "Kalte Krieg", der die UdSSR in einen "sowjetischen Menschenfresser“ verwandelt hatte, [16] sollte die taktischen Bekenntnisse entfesseln, die die Verwendung von dem (vorübergehenden) Kanonenfutter der Verbündeten den Zielen der "amerikanischen strategischen Bombardierungen“ untergeordnet haben. Im Mai 1949, nach der Unterzeichnung (4. April) des Atlantik-Paktes, verherrlichte Clarence Cannon, Vorsitzender des Ausschusses für Finanzen des Repräsentantenhauses (House Committee on Appropriations) die kostspieligen "Bomber für Großangriffe, die fähig sind eine Atombombe zu transportieren, die ’in drei Wochen die sowjetischen militärischen Zentren hätten zerstören können" und lobte den "Beitrag", den unsere "Verbündeten [...]" geleistet hatten, indem sie junge Leute schickten, um das feindliche Territorium zu besetzen, nachdem wir sie demoralisiert und durch unsere Luftangriffe vernichtet hatten. […] Wir haben während des letzten Krieges solch einen Plan verfolgt.“ [17].

Die US-amerikanischen Historiker Michael Sherry und Martin Sherwin haben das gezeigt: es war die UdSSR, Instrument des militärischen Sieges, die das gleichzeitige Ziel der zukünftigen Eroberungskriege war - und nicht das offiziell als Feind "der Vereinten Nationen“ bezeichnete Reich -. Man versteht warum, beim Lesen von William Appleman Williams, einer der Gründer der amerikanischen "revisionistischen (progressistischen) Schule". Seine Doktorarbeit über [18] "die US-russischen Beziehungen von 1781-1947" (1952) hat gezeigt, dass der US-Imperialismus keine Einschränkung seiner globalen Einfluss- Sphäre ertragen konnte, dass der ’Kalte Krieg’ in 1917 und nicht in 1945-1947 entstanden ist, und nicht ideologische sondern wirtschaftliche Gründe hatte und dass die russlandfeindliche Haltung der USA aus der imperialistischen Zeit datiert [19]. „Das lockere und informelle [US-russische] Verständnis [...] scheiterte an dem Benutzungsrecht der [russischen] Eisenbahn der südlichen Mandschurei und in Ost China zwischen 1895 und 1912“. Die Sowjets behielten sich vor, Gipfel der Dreistigkeit, selbst die Reichtümer auszubeuten und entzogen dem amerikanischen Kapital den Zugriff auf das immense Hoheitsgebiet (22 Millionen km2). Das ist, was die „Kontinuität der US-Politik im Fernen Osten, von Theodore Roosevelt und John Hay bis Franklin D. Roosevelt über Wilson, Hugh und Hoover schafft“, [20] aber auch in Afrika und Europa, ebenfalls begehrte Gebiete «einer Teilung und Wiederteilung der“ ohne Atempause seit 1880-1890 erneuerten „US-Welt“ [21].

Washington behauptete dieses „Teilen – Wiederteilen“ für seinen exklusiven Vorteil zu betreiben, der Hauptgrund, warum Roosevelt zu jeglicher Diskussion in Kriegszeiten mit Stalin und Churchill über die Verteilung der "Einfluss Zonen“ sein Veto einlegte. Der Waffenstillstand versicherte ihm den militärischen Sieg zu Null-Kosten, angesichts des erbärmlichen Zustands seines großen russischen, durch den deutschen Angriff verwüsteten Rivalen [22]. Im Februar und März 1944 war der Milliardär Harriman, Botschafter in Moskau seit 1943, mit zwei Berichten aus dem "russischen Service" des Department of State ("Einige Aspekte der bisherigen sowjetischen Politik" und "Russland und Osteuropa") der Meinung, dass die UdSSR, "verarmt durch den Krieg und auf der Suche nach unserer Wirtschaftshilfe [...], eines unserer wichtigsten Hebel, um politische Aktion nach unseren Grundsätzen zu leiten", nicht einmal die Kraft hätte, auf das baldige amerikanische Osteuropa überzugreifen. Sie würde sich in der Nachkriegszeit mit einem Versprechen für eine US-Hilfe begnügen, was uns gestatten würde, "die Entwicklung einer Einflusssphäre der Sowjetunion in Osteuropa und dem Balkan zu vermeiden" [23]. Eine Prognose von übertriebenem Optimismus, da die UdSSR nicht verzichtet hatte, sich eine solche zu sichern.

Pax Americana im französischen Segment der Einflusszone

Synarchische Friedenspläne...

Dieser finanzielle "Hebel" war, sowohl im Westen wie im Osten, "eine unserer wirksamsten Waffen, um europäische politische Ereignisse in jene Richtung zu beeinflussen, die wir wünschten." [24].

Für diese Pax Americana verhandelte die hohe synarchische Finanz, das Herz des französischen, besonders auf Übersee vertretenen Imperialismus - Lemaigre-Dubreuil, Leiter der Lesieur Öle (und Erdöl-Unternehmen), der Präsident der Bank von Indochina Paul Baudouin, letzter Minister für auswärtige Angelegenheiten von P. Reynaud und erster von Pétain, usw.-, verhandelte aktiver seit der zweiten Jahreshälfte 1941 mit dem Finanzier Robert Murphy, dem speziellen Roosevelt-Abgesandten in Nordafrika. Als zukünftiger erster Berater des Militärgouverneurs der US-amerikanischen Besatzungszone in Deutschland und einer der Köpfe der Geheimdienste, des Office of Strategic Services (OSS) des Krieges in der Central Intelligence Agency 1947, übersiedelte er im Dezember 1940 nach Algier. Dieser fundamentalistische Katholik bereitete die Landung der Vereinigten Staaten in Nordafrika vor, Sprungbrett zur Besetzung Europas, die mit dem französischen Gebiet beginnen würde, zur Zeit, als die Sowjetunion sich anschickte, ihre Grenzen von 1940 bis 1941 zu überschreiten, um die besetzten Länder zu befreien [25]. Diese geheimen Gespräche fanden in der nicht-besetzten Zone statt, im "Imperium", über die «neutralen» und pro-Hitler-Politiker Salazar und Franco, die von den US Sirenen bezirzt waren, bis zu den Schweizern und Schweden, und über den Vatikan, der genauso besorgt war wie in 1917-1918, um dem besiegten Reich einen süßen Frieden zu verschaffen. Sie wurden bis zum Ende des Krieges weitergeführt, umfassten seit 1942 Pläne für die Umkehr der Fronten, gegen die UdSSR, die vor der deutschen Kapitulation noch herauskamen [26], aber hatten erst nach dem 8.-9. Mai 1945 volle Wirkung.

Washington machte sofortige (in Nordafrika) und zukünftige (in der Metropole und den Kolonien für die Zeit nach der Befreiung) wirtschaftliche Geschäfte mit den großen Synarchen, und stützte sich auch auf sie, um den von beiden Parteien gleichermaßen gehassten De Gaulle abzudrängen. Auf keinen Fall, weil er dem großen Demokraten Roosevelt eine Art unerträglicher Militärdiktator war, gemäß einer nachhaltigen Legende. De Gaulle gefiel nur nicht, weil er, wie reaktionär er auch gewesen sein mag oder war, seine Popularität aus der Stärke des Widerstandes (vor allem dem kommunistischen) zog: Deshalb könnte er die totale Kontrolle der Vereinigten Staaten behindern, während ein "Vichy ohne Vichy’ doch vom Volk gehasste Partner bieten würde, also auch genauso willfährig perinde ac cadaver gegenüber den US-Verfügungen, wie sie gegenüber den deutschen Befehlen waren. Diese US-Formel, die schließlich angesichts der allgemeinen und französischen Kräfteverhältnisse zum Scheitern verurteilt war - hatte daher als aufeinander folgende Helden, von 1941 bis 1943, die Vichy-cagoulards [cf. la cagoule, fr. Rechtsextremisten vor dem 2. Weltkrieg] Weygand, Darlan dann Giraud, patentierte Champions der Militärdiktatur [27], so typisch für der Geschmack von Washington für jene Ausländer, die die Freiheit seines Kapitals und die Installation von Marinestützpunkten schätzen [28].

Man bemühte sich nicht, De Gaulle auszuspielen, um die Sowjets zu ertragen: erschüttert durch den Ausgang der Schlacht von Stalingrad, schickten die gleichen französischen Finanziers ihren untergebenen Emmanuel Suhard sofort nach Rom, ihr Instrument seit 1926 für ihre Pläne zur Liquidation der Republik. Der Erzbischof (von Reims) war, nachdem die cagoule im April 1940 vorteilhaft den Vorgänger Verdier liquidiert hatte, nach Paris berufen worden, nur kurz nach dem deutschen Einmarsch (Mai 10): seine Wähler und Paul Reynaud, Komplize des unmittelbar bevorstehenden Putsches Pétain-Laval, schickten ihn am 15. Mai nach Madrid, um über Franco "Friedenverhandlungen" (Kapitulation) mit dem Reich zu beginnen [29]. Suhard wurde mit Sicht auf die Pax Americana daher erneut beauftragt, Gespräche mit dem neuen Vormund zu führen: Er sollte Pius XII bitten, "in Washington", via Myron Taylor, dem ehemaligen Präsidenten von US-Steel, und seit dem Sommer 1939 "beim Papst der persönliche Beauftragte" von Roosevelt, folgende Frage zu stellen: „wenn die US-Soldaten Frankreich besetzen, wird sich die Washington-Regierung verpflichten, dass die amerikanische Besetzung ebenso total ist wie die deutsche Besatzung? », jede andere (sowjetische) Besetzung ausschließt. Washington antwortete, dass die USA sich nicht über die zukünftige Gestaltung der französischen Regierung kümmere und dass es nicht zulassen würde, dass sich der Kommunismus in dem Land installiere.“ [30]. Die Bourgeoisie, bemerkte ein Informant der BCRA Ende Juli 1943, „da sie nicht mehr an den deutschen Sieg glaubt, zählt [...]auf Amerika, um den Bolschewismus zu verhindern. Sie wartet mit Ungeduld auf die anglo-amerikanische Landung, jede Verzögerung erscheint ihr als eine Art Verrat“. Dieser Refrain wurde bis zur Durchführung der Operation Overlord gesungen. [31].

… Gegen die allgemeinen Erwartungen

Dem "französischen Bourgeois, [der] immer den amerikanischen oder britischen Soldaten betrachtete als wäre er bei einem bolschewistischen Sieg natürlich in seinem Dienst,“, entgegnete der innere Nachrichtendienst [Renseignements Généraux] seit Februar 1943 „das Proletariat", welches frohlockte: „Die Furcht dass ’sein’ Sieg durch die hohe internationale Finanz weggezaubert würde, verschwindet mit dem Fall von Stalingrad und dem allgemeinen Vormarsch der Sowjets.“ [32]. Auf dieser Seite kam zur Verbitterung wegen der militärischen Untätigkeit der Angelsachsen gegen die Achsenmächte noch die Wut, die durch ihren Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung, auch gegen die der "Vereinten Nationen" entstand. Die seit 1942 ununterbrochenen „amerikanischen strategischen Bombardierungen“ trafen die Bevölkerung, aber verschonten die Konzern-Partner, I.G. Farben, an der Spitze, wie im November "ein sehr wichtiger schwedischer Industrieller in enger Beziehung mit [dem chemischen Riesen], auf seiner Rückkehr von einer Geschäftsreise nach Deutschland" berichtete: in Frankfurt am Main, "haben die Fabriken nicht gelitten", in Ludwigshafen, "sind die Schäden unbedeutend", in Leverkusen, „wurden die Fabriken der I.G. Farben [...] nicht bombardiert.“ [33].

Nichts änderte sich bis 1944, als ein langer Bericht von März über „die Bombardierung der anglo-amerikanischen Luftfahrt und die Reaktionen der französischen Bevölkerung“ die Auswirkungen „dieser tödlichen und ineffektiven Überfälle“ beschrieb: die Empörung schwoll seit 1943 so stark an, dass sie die Grundlage der bevorstehenden US-Kontrolle über das Gebiet untergrub. Seit September 1943 hatten die Angriffe auf die Vororte von Paris so sehr zugenommen, weil die Bomben wie aufs Geratewohl, ziellos und ohne die geringste Sorge um Menschenleben zu schonen, "abgeworfen" wurden. Nantes folgte Straßburg, La Bocca, Annecy, dann Toulon, das „den Höhepunkt der Wut der Arbeiter gegen die Angelsachsen erreichte hatte“: immer die gleichen Toten, die Arbeiter, und wenig oder keine Industrie-Objekte. Die Operationen verschonten immer die deutsche Kriegswirtschaft, so als ob die Angelsachsen "fürchteten, den Krieg zu schnell zu beenden“. So thronten die Hochöfen intakt, deren „Zerstörung sofort die verarbeitende Industrie lähmen würde, die aus Mangel an Rohstoffen aufhören würden zu funktionieren“. Es verbreitete sich „eine sehr gefährliche Meinung [...] in manchen Teilen der arbeitenden Bevölkerung, die von den Überfällen stark betroffen wurde. Die angelsächsischen Kapitalisten sind also nicht verärgert, die kommerziellen Konkurrenten zu beseitigen, und gleichzeitig die Arbeiterklasse zu dezimieren, sie in einen Not- und Elend-Zustand zu stürzen, der nach dem Krieg die Präsentation ihrer sozialen Forderungen erschweren wird. Es wäre vergeblich zu verbergen, dass die französische Meinung seit einiger Zeit deutlich weniger freundlich gegenüber den Anglo-Amerikanern wurde“, die immer die „versprochene Landung“ hinausschieben [...].Frankreich leidet unsäglich [...] Die Lebensadern des Landes erschöpfen sich in einer Kadenz, die von Tag zu Tag zunimmt und das Vertrauen in die Verbündeten nimmt eine Kurve nach unten. […]. Informiert über die grausame Realität des Sachverhalts, übertragen die meisten Arbeiter ihre Hoffnungen nun auf Russland, dessen Armee, ihrer Meinung nach die einzige ist, die in der nächsten Zeit mit dem deutschen Widerstand fertig werden kann. [34].

Es war daher in einer Ressentiments-Atmosphäre gegen diese "Verbündeten", die genauso wohlwollend gegenüber dem Reich als vor und nach 1918 waren, dass ihre Landung am 6. Juni 1944 stattgefunden hatte. Volkszorn und Sowjetliebe blieben populär, was der französischen KP (PCF) ein Echo gab, das dem bevorstehenden gaullistischen Staat Sorgen machte: „die Landung hat seiner Propaganda einen Teil seiner Durchschlagskraft weggenommen“, aber „die lange Zeit, die die anglo-amerikanischen Truppen brauchten, um auf französischem Boden zu landen, wurde benutzt, um nachzuweisen, dass nur die russische Armee in der Lage war, wirksam gegen die Nazis zu kämpfen. Die durch die Bombardierung verursachten Toten und Schmerzen, die sie hervorriefen, dienen ebenso als günstige Elemente für die Propaganda, die behauptet, dass die Russen mit traditionellen Methoden kämpfen und sich nicht an der Zivilbevölkerung vergreifen" [35].

Das in diesem ersten Stück der Sphäre des amerikanischen Einflusses notierte Defizit an Sympathie, hielt sich zwischen der Befreiung von Paris und dem Ende des Krieges in Europa, wie die Umfragen der IFOP nach der Befreiung von Paris ("vom 28. August bis zum 2. September 1944") und vom Mai 1945, auf der nationalen Ebene (zuvor zitiert) zeigen. [36]. Es verschwand nach dem Krieg, wie schon erwähnt, zuerst langsam, und dann plötzlich. Es gibt nicht mehr viele Zeugen, um daran zu erinnern, dass, nach der Ardennenoffensive (Dezember 1944 bis Januar 1945), die einzigen wichtigen von den Angelsachsen gelieferten Schlachten gegen die deutschen Truppen (9000 tote US-Soldaten) [37], das Oberkommando der Wehrmacht fieberhaft seine Übergabe "an die anglo-amerikanischen Truppen und seine Truppenverlegung in den Osten verhandelte ";
- dass Ende März 1945 "26 deutsche Divisionen an der Westfront blieben", zum alleinigen Zweck der "westwärts" Evakuierung durch die nördlichen Häfen, „gegen 170 Divisionen an der Ostfront", die erbittert bis zum 9. Mai (Datum der Befreiung von Prag) kämpften [38] ;
- dass der amerikanische Befreier, der während des Krieges sein Volkseinkommen verdoppelt hatte, an den Pazifik- und Europa-Fronten 290.000 Soldaten von Dezember 1941 bis August 1945 verloren hatte [39] : d.h. ebenso viele, wie die sowjetischen Gefallenen in den letzten Wochen vor dem Fall von Berlin, aber nur 1 % der im "großen vaterländischen Krieg" insgesamt fast 30 Millionen gefallenen sowjetischen Soldaten.

Vom 6. Juni 1944 bis zum 9. Mai 1945 hat Washington fast alles vorbereitet, um den "Cordon Sanitaire" wiederherzustellen, den die imperialistischen englischen und französischen Rivalen in 1919 aufgebaut hatten; und um das beliebteste Land der Völker Europas (einschließlich des französischen) in eine schwarze Bestie zu verwandeln. Die Legende des "Kalten Krieges" würde die gleichen Korrekturen wie die der exklusiven amerikanischen Befreiung Europas verdienen [40].

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] Frédéric Dabi, « 1938-1944 : Des accords de Munich à la libération de Paris ou l’aube des sondages d’opinion en France », [Vom Münchner Abkommen bis zur Befreiung von Paris oder der Anfang der Meinungsforschung in Frankreich] février 2012, chiffres extraits du tableau, p. 5. Total inférieur à 100 : 3 autres données : Angleterre ; 3 pays ; sans avis.

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[2] Ibid., p. 4.

[3] Eine so wahnsinnige Kampagne, dass eine elektronische, mit den Vereinigten Staaten arbeitende Zeitung am 2. Mai 2014 ein wenig Zurückhaltung befürwortet hatte mit der Gleichung CIA = Demokratie. Cf. « Deux mots, deux armes de désinformation massive sur l’Ukraine », [Zwei Worte, zwei Massendesinformationswaffen über die Ukraine] par Charles Grandjean, The Hunffington Post, 5 mai 2014.

[4] Annie Lacroix-Riz, Le Vatican, l’Europe et le Reich 1914-1944, Paris, Armand Colin, 2010 (2e édition).

[5] Lynn E. Davis, The Cold War begins […] 1941-1945, Princeton, Princeton UP, 1974 ; Lloyd Gardner, Spheres of influence […], 1938-1945, Chicago, Ivan R. Dee, 1993 ; Geoffrey Roberts, Stalin’s Wars : From World War to Cold War, 1939-1953. New Haven & London : Yale University Press, 2006, traduction chez Delga, septembre 2014.

[6] Tél. 1450-1467 de Bérard, Bonn, 18 février 1952, Europe généralités 1949-1955, 22, CED, archives du ministère des Affaires étrangères (MAE).

[7] Note État-major, anonyme, 15 septembre 1938 (modèle et papier des notes Gamelin), N 579, Service historique de l’armée de terre (SHAT).

[8] Moral de la région parisienne, note reçue le 22 avril 1943, F1a, 3743, Archives nationales (AN).

[9] Lacroix-Riz, L’histoire contemporaine toujours sous influence, Paris, Delga-Le temps des cerises, 2012.

[10] Revendication de paternité, [Vaterschaftsansprüche] Band 1 seiner Memoiren, Un ambassadeur se souvient. Au temps du danger allemand, Paris, Plon, 1976, p. 458, vraisemblable, vu sa correspondance du MAE.

[11] Rapport 556/EM/S au général Koeltz, Wiesbaden, 16 juillet 1941, W3, 210 (Laval), AN.

[12] Die Schwierigkeiten "der Deutschen " bedrohen uns, beklagte sich Ende August Tardini, dritter Charakter des Staatssekretariats des Vatikans, über eine Lösung, « dass Stalin aufgerufen würde einen Frieden mit Churchill und Roosevelt zu organisieren», interview mit Léon Bérard, Brief Bérard, Rom-Heiliger-Sitz, 4. September 1941, Vichy-Europa, 551, Archive von Ministerium für auswärtige Angelegenheiten (MAE).

[13] Michael Sherry, Preparation for the next war, American Plans for postwar defense, 1941-1945, New Haven, Yale University Press, 1977, chap. 1, p. 39.

[14] Exemples français et scandinave (naguère fief britannique), Lacroix-Riz, « Le Maghreb : allusions et silences de la chronologie Chauvel », La Revue d’Histoire Maghrébine, Tunis, février 2007, p. 39-48 ; Les Protectorats d’Afrique du Nord entre la France et Washington du débarquement à l’indépendance 1942-1956, Paris, L’Harmattan, 1988, chap. 1 ; « L’entrée de la Scandinavie dans le Pacte atlantique (1943-1949) : une indispensable “révision déchirante” », guerres mondiales et conflits contemporains (gmcc), 5 articles, 1988-1994.

[15] Sherry, Preparation, p. 39-47 (verstreute Zitate).

[16] Sarkasmus des US Botschafter H. Freeman Matthews, ehemaliger Direktor des Büros für europäische Angelegenheiten, dépêche de Dampierre n° 1068, Stockholm, 23 novembre 1948, Europe Généralités 1944-1949, 43, MAE.

[17] Tél. Bonnet n° 944-1947, Washington, 10 mai 1949, Europe généralités 1944-1949, 27, MAE, voir Lacroix-Riz, « L’entrée de la Scandinavie », gmcc, n° 173, 1994, p. 150-151 (150-168).

[18] Martin Sherwin, A world destroyed. The atomic bomb and the Grand Alliance, Alfred a Knopf, New York, 1975 ; Sherry Michael, Preparation ; The rise of American Air Power : the creation of Armageddon, New Haven, Yale University Press, 1987 ; In the shadow of war : the US since the 1930’s, New Haven, Yale University Press, 1995.

[19] Williams, Ph.D., American Russian Relations, 1781-1947, New York, Rinehart & Co., 1952, und The Tragedy of American Diplomacy, Dell Publishing C°, New York, 1972 (2e ed.).

[20] Richard W. Van Alstyne, Rezension von American Russian Relations, The Journal of Asian Studies, vol. 12, n° 3, 1953, p. 311.

[21] Lenin, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus Essai de vulgarisation, Paris, Le Temps des cerises, 2001 (1e édition, 1917), p. 172. Souligné dans le texte.

[22] Wichtige Komponente der revisionistischen Analyse, auch Gardner, Spheres of influence, essential.

[23] Tél. 861.01/2320 de Harriman, Moscou, 13 mars 1944, Foreign Relations of the United States 1944, IV, Europe, p 951 (en ligne).

[24] Ibid.

[25] Lacroix-Riz, « Politique et intérêts ultra-marins de la synarchie entre Blitzkrieg et Pax Americana, 1939-1944 », in Hubert Bonin et al. Les entreprises et l’outre-mer français pendant la Seconde Guerre mondiale, Pessac, MSHA, 2010, p. 59-77 ; « Le Maghreb : allusions et silences de la chronologie Chauvel », La Revue d’Histoire Maghrébine, Tunis, février 2007, p. 39-48.

[26] Dazu die Kapitulation der Armee Kesselring von Italien, Operation Sunrise im März / April 1945 von Allen Dulles ausgehandelt, Amtschef des OSS-Europe in Bern, mit Karl Wolff, "persönlicher Stabschef von Himmler " verantwortlich für "den Mord an 300.000 Juden, der Moskau verletzte. Lacroix-Riz, Le Vatican, chap. 10, dont p. 562-563, et Industriels et banquiers français sous l’Occupation, Paris, Armand Colin, 2013, chap. 9.

[27] Jean-Baptiste Duroselle, L’Abîme 1939-1945, Paris, Imprimerie nationale, 1982, passim ; Lacroix-Riz, « Quand les Américains voulaient gouverner la France », Le Monde diplomatique, mai 2003, p. 19 ; Industriels, chap. 9.

[28] David F Schmitz, Thank God, they’re on our side. The US and right wing dictatorships, 1921-1965, Chapel Hill, University of North Carolina Press, 1999.

[29] Index Suhard Lacroix-Riz, Le choix de la défaite : les élites françaises dans les années 1930, et De Munich à Vichy, l’assassinat de la 3e République, 1938-1940, Paris, Armand Colin, 2010 (2e édition) et 2008.

[30] Libération/9/14, 5 février 1943 (visite récente), F1a, 3784, AN. Taylor, Vatican, chap. 9-11 et index.

[31] Information d’octobre, reçue le 26 décembre 1943, F1a, 3958, AN, et Industriels, chap. 9.

[32] Lettre n° 740 du commissaire des RG au préfet de Melun, 13 février 1943, F7, 14904, AN.

[33] Renseignement 3271, arrivé le 17 février 1943, Alger-Londres, 278, MAE.

[34] Informations du 15 mai, diffusées les 5 et 9 juin 1944, F1a, 3864 et 3846, AN.

[35] Information du 13 juin, diffusée le 20 juillet 1944, « le PC à Grenoble », F1a, 3889, AN.

[36] Herr Dabi, Direktor des Büros „Opinion“ von der IFOP, Flaggschiff der Unwissenheit, der in 2012 über die Geschichte des zweiten WELTKRIEGES vorherrschte, bedauert das Ergebnis von 1944: "eine sehr deutliche Mehrheit (61 %) denkt, dass die UdSSR die Nation ist, die am meisten zu der deutschen Niederlage beigetragen hat, obwohl die Vereinigten Staaten und England, die wirklichen Befreier des nationalen Gebietes [Ende August 1944??], nur 29,3 % bzw. 11,5 %, „1938-1944", bekommen, s. 4, von mir unterstrichen.

[37] Jacques Mordal, Dictionnaire de la Seconde Guerre mondiale, Paris, Larousse, 1979, t. 1, p. 109-114.

[38] Gabriel Kolko, The Politics of War. The World and the United States Foreign Policy, 1943-1945, New York, Random House, 1969, chap. 13-14.

[39] Pertes « militaires uniquement », Pieter Lagrou, « Les guerres, la mort et le deuil : bilan chiffré de la Seconde Guerre mondiale » [« Nur Militär » Verluste, Pieter Lagrou, « Kriege, Tod und Trauer: Zahlen-Bilanz des 2. Weltkriegs]», in Stéphane Audoin-Rouzeau et al. dir., La violence de guerre 1914-1945, Bruxelles, Complexe, 2002, p. 322 (313-327).

[40] Bibliographie, Jacques Pauwels, Le Mythe de la bonne guerre : les USA et la Seconde Guerre mondiale, Bruxelles, Éditions Aden, 2012, 2e édition ; Lacroix-Riz, Aux origines du carcan européen, 1900-1960. La France sous influence allemande et américaine, Paris, Delga-Le temps des cerises, 2014.