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„Die Kunst des Krieges“

Ukraine: Heil Dir Meine NATO!

Nachdem ein Staatstreich, organisiert von NATO und CIA ihn an die Macht gehievt hatte, hat sich Präsident Poroschenko zunächst bereichert. Heute schickt er nun den Aufzug an seine Königsmacher zurück indem er den Beitritt seines Landes zur NATO vorbereitet.

| Rom (Italien)
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Der Fahrplan für die militärische Kooperation NATO-Ukraine, unterzeichnet im Dezember, integriert von nun an direkt die Streitkräfte und die Rüstungs-Industrie von Kiew in diejenige der Allianz unter der Führung der USA. Es fehlt nur noch der formelle Beitritt der Ukraine in die NATO. Dazu hat Präsident Poroschenko ein «Referendum» angekündigt, dessen Datum noch zu bestimmen ist, wofür er aber, aufgrund bereits durchgeführter «Umfragen» ,vorab bereits einen sicheren Sieg angekündigt hat. Die Nato ihrerseits garantiert, daß die Ukraine, << einer der sichersten Partner der Allianz», «fest entschlossen ist Demokratie und Rechtsstaat zu verwirklichen».

Die Tatsachen sprechen deutlich. Die Ukraine des Petro Poroschenko - der Oligarch, der sich mit der Plünderung des Staatseigentums bereichert hat, wovon Premierminister Matteo Renzi die «weise Führung» preist - hat im Dezember über die Kommunistische Partei, angeklagt wegen «Anstiftung zu ethnischem Hass und Verletzung von Menschenrechten und Freiheit» den Bann ausgesprochen. Per Gesetz verboten sind sogar kommunistische Symbole. Die Internationale zu singen kann mit 5 - 10 Jahren Gefängnis bestraft werden.

Das ist der Schlußakt einer Verfolgungskampagne analog derjenigen, welche die Einführung des Faschismus in Italien und des Nationalsozialismus in Deutschland markierte. Zestörte Parteizentralen, gelynchte Vorsitzende, gefolterte und ermordete Journalisten, lebendig verbrannte Aktivisten in der Arbeitsbörse in Odessa, Zivilisten ohne Waffen massakrierte in Marioupol, mit weissem Phospor bombardiert in Slaviansk, Lougansk und Donetsk.

Ein brutaler Staatsstreich unter der Regie der USA und der NATO mit dem strategischen Ziel in Europa einen neuen kalten Krieg zu provozieren um Russland zu schädigen und zu isolieren und gleichzeitig die militärische Präsenz und den Einfluß der USA in Europa zu stärken. Als Sturmspitze wurden, im Putsch des Maidan und den darauf folgenden Ationen, hierfür ausgebildete und bewaffnete Neonazis eingesetzt, wie es Fotos von UNO-UNSO Militanten, die 2006 in Estland ausgebildet wurden beweisen [1]. Die Neo-Nazi-Einheiten wurden anschließend in die Nationalgarde integriert, weiter ausgebildet von 600 US-Amerikanischen Ausbildern der 173a Luftlandedivision, die von Vicenza in die Ukraine transferiert und von weiteren NATO-Ausbildern begleitet wurden.

Die Ukraine von Kiew wurde so zur «Brutstätte» des im Herzen Europas wiederauferstehenden Nationalsozialismus. In Kiew treffen Neo-Nazis aus ganz Europa ein (inklusive Italien) und USA, rekrutiert vor allem von Prawni Sektor und vom Batallion Azov, dessen Nazi-Beeinflussung verdeutlicht wird durch einen Abklatsch des Emblems der SS-Division "Das Reich". Nach Ausbildung und Feuertaufe in militärischen Aktionen gegen die Russischstämmige Bevölkerung der Ukraine im Donbas ließ man sie mit dem « Passierschein» Ukrainischer Pass wieder in Ihr Land zurückkehren. Gleichzeitig wird in der Ukraine unter jungen Menschen Nazi-Ideologie verbreitet. Damit beschäftigt sich speziell das Batallion Azov, welches Lager für militärisches Training und ideologische Ausbildung für Kinder und Heranwachsende organisiert, denen vor allem beigebracht wird, die Russen zu hassen.

Das geschieht mit dem heimlichen Einverständnis europäischer Regierungen: Auf Initiative eines Parlamentsmitglieds der Tschechischen Republik, wurde der Befehlshaber des Batallions Azov, Andriy Biletsky, «Führer» -Anwärter der Ukraine, vom Europäischen Parlament als «geladener Redner» empfangen. Das Alles im Rahmen der «praktischen Unterstützung der NATO für die Ukraine», inklusive eines «Programmes zur Aufwertung der Militärischen Erziehung an welchem 2015, 360 ukrainische Professoren teilgenommen haben, instruiert von 60 NATO-Experten. Innerhalb eines weiteren NATO-Programms «Öffentliche Diplomatie und strategische Kommunikation» schult man Autoritäten in «Hintertreibung russischer Propaganda» und Journalisten in der «Erstellung von Fakten basierten Geschichten seit der Besetzung der Krim und der Ost-Ukraine».

Übersetzung
Ralf Hesse

Quelle
Il Manifesto (Italien)

[1] „Maidan-Demonstranten, die 2006 von der NATO geschult wurden“, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 7. Februar 2014.

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