Die achte Strafkammer des Gerichtshofs von Istanbul hat die einstweilige Einstellung der kurdischen Tageszeitung Özgür Gündem angeordnet.

Dieser Beschluss erfolgt im Rahmen der Säuberung in der Folge des Putsches, obwohl die Zeitung gar nicht in diesen Sachverhalt verwickelt war.

Seit ihrer Gründung 1992 war Özgür Gündem für mehr als zwei Drittel der Zeit aufgrund von Schwierigkeiten mit den türkischen Behörden eingestellt. 27 ihrer Journalisten wurden in den beiden ersten Jahren ihres Erscheinens ermordet.

Die Regierung Erdogan nahm die Feindseligkeiten im Januar 2014 nach der Veröffentlichung eines Artikels von Thierry Meyssan wieder auf (Einstweilige Verfügung s. unten). In der Folge veröffentlichte die Tageszeitung insbesondere den Bericht der türkischen Delegation, die an dem geheimen Vorbereitungstreffen für den Angriff auf al-Anbar (sunnitische Region im Irak) durch Daesch und Kräfte der Regionalregierung der irakischen Kurden teilgenommen hatte.

Übersetzung
Sabine

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