Mehrere Elemente kommen ans Tageslicht über das Attentat vom 1. Januar 2017 in einem Nachtclub in Istanbul, obwohl die türkische Regierung der lokalen Presse verboten hat, nicht das Geringste zu diesem Thema ohne vorherige Genehmigung zu veröffentlichen.

- Das Attentat machte 39 Tote und 69 Verwundete.
- Das Ziel war die Reina-Diskothek, die Hochburg der orthodoxen christlichen Bourgeoisie, die sich in Europa (das heißt auf der europäischen Seite des Bosporus) befindet.
- Im Gegensatz zu den ersten Nachrichten berichten Zeugen von der Gegenwart von 2 bis 4 Schützen.
- Die Polizei kam erst 25 Minuten nach Beginn der Schießerei. Eine Polizeistation ist jedoch nur 220 Meter von dem Tanzclub entfernt.
- Im Gegensatz zu den ersten Meldungen war keiner der Schützen als Weihnachtsmann verkleidet. Auf der anderen Seite denunzierten in den vorangegangenen Tagen einige der AKP nahestehenden Zeitungen und einige muslimische Prediger die heidnischen Feiern des neuen Jahres und den Kult des Weihnachtsmannes.
- Nach Angaben der Polizei waren die Angreifer im Umgang mit Waffen gut ausgebildet.
- Die Polizei sagte, einen der Schützen identifiziert zu haben, dessen Foto (s.o.) ausgestrahlt wurde, aber dessen Name nicht offengelegt wurde. Er stamme aus Zentralasien. Sein Haus wurde durchsucht und 15 Personen seiner Umwelt wurden festgenommen und werden verhört.
- Das Attentat wurde von Daesch behauptet und nur von ihm allein.
- Die Ehefrau des identifizierten Schützen versicherte der Polizei, dass sie nicht wusste, dass ihr Mann mit Daesch verbunden war.

Aus allen diesen Elementen kann man ableiten, dass dieses Attentat die Annäherung der Türkei an Russland in Frage stellen sollte, wie jenes gegen den russischen Botschafter in Ankara am 19. Dezember. Wenn dieses Attentat auch den Interessen von Daesch dient, sollten diese Elemente nicht unbedingt auf den Autor schließen lassen.

Übersetzung
Horst Frohlich