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Argentinien verfolgt Cristina Kirchner für ein imaginäres Verbrechen

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Die zweite Bundeskammer der argentinischen Justiz hat die Anklage des Richters Claudio Bonadio gegen die ehemalige peronistische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner und mehrere ihrer Mitarbeiter bestätigt.

Die Kammer weigerte sich, das Angebot einer Zeugenaussage des ehemaligen Direktors von Interpol, Ronald Noble, zugunsten der Angeklagten zu betrachten.

Ohne Verurteilung haben die Richter Martin Irurzun und Eduardo Farah den präventiven Haftbefehl gegen die ehemalige Präsidentin (die derzeit parlamentarische Immunität genießt), gegen ihren Außenminister Hector Timmerman, (der aus gesundheitlichen Gründen unter Hausarrest steht) und die drei Mitarbeiter Carlos Zannini, Luis von Elia und Fernando Esteche bestätigt.

Sie werden wegen "Justiz-Behinderung, Amtsmissbrauch und verschlimmertes Verschweigen“ angeklagt, aber noch mehr wegen "Hochverrat." Diese ultimative Beschuldigung war das letzte Mal gegen General Juan Perón 1955 verwendet worden.

Diese verrückte Affäre beruht auf der orthodoxen Auslegung, nach der die Anschläge von 1992 und 1994 gegen die AMIA und die Botschaft des Staates Israel durch die Hisbollah im Namen des Iran verübt worden seien. Cristina Fernandez de Kirchner wäre damals von Teheran bestochen worden, um die Verfahren gegen seine Minister zu beenden. Aber seit zwei Wochen, ist die These, wonach die Hisbollah und der Iran für die Anschläge verantwortlich seien, zusammengebrochen, da der FBI entlastende DAN-Teste geliefert hat.

Übersetzung
Horst Frohlich

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