Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien sollte am 14. Juli 2018 die Eröffnungs-Verhandlungen für die Mitgliedschaft in der NATO feiern. Für die Allianz ist diese Mitgliedschaft umso wichtiger, als die Mehrheit der Mazedonier, wie die Griechen, orthodox sind und kulturell den Russen nahestehen.

15 Konzerte "We love NATO" ("Wir mögen die NATO") wurden von der Sozialistischen Partei des Premierministers Zoran Zaev organisiert und sollten von öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden. Jedoch wurden die Konzerte und die Show mangels des Publikums im letzten Moment abgesagt.

Die Mazedonier erinnern sich des Krieges unter der Leitung der NATO gegen ihren serbischen Nachbarn in der Provinz Kosovo und der von der Allianz organisierten Migrationswelle, die der Intervention vorausging und der Rechtfertigung diente.

Um den Bau einer russischen Gas-Pipeline für die Europäische Union zu verhindern, hatte die CIA versucht, einen Staatsstreich im Jahr 2015 zugunsten Zoran Zaev zu organisieren [1]. Diese Operation schlug fehl, aber Zaev konnte im Mai 2017 dank der Unfähigkeit der Nationalisten, eine Mehrheitsregierung zu bilden, an die Macht kommen.

Um sein Land der NATO und der Europäischen Union einzugliedern, hat Zoran Zaev die Unterstützung seines griechischen Amtskollegen, Alexis Tsipras, bekommen, indem er ihm am 17. Juni 2018 versprach, den Namen seines Landes in "Nord-Mazedonien" zu ändern (aber die griechische Provinz Makedonien wird nicht "Süd- Mazedonien" genannt werden) und jeglichen offiziellen Verweis auf Alexandre den Großen zu unterbinden (z. B. durch Ändern des Namens des Flughafen Skopje und der Vernichtung seiner Statuen). Eine Zeremonie wurde dann in Griechenland von den Vereinten Nationen (Bild) organisiert.

Die Nationalisten der VMRO-DPMNE (Koalition, die die Wahl des Präsidenten der Republik Gjorge Ivanov (parteilos) unterstützte), hatten eine "Kapitulation" angeprangert.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „Schlappe für US-Staatsstreich in Mazedonien“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Sabine, Voltaire Netzwerk, 3. Juni 2015.