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Vox (Andalusien) wird durch die Mudschahiddin des Volkes finanziert

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Laut einer Untersuchung von El País wurde der Wahlkampf der andalusischen Partei Vox bei den Europawahlen im Jahr 2014 von den Mudschahiddin des Volkes (MEK) in Höhe von 800.000 Euro finanziert. [1].

Die sozialistische Tageszeitung hat den für die Geld-Überweisung benutzten Weg etabliert, aber war nicht imstande, seine Bedeutung zu klären.

Die Mudschahiddin des Volkes waren am Ende der Diktatur von Schah Reza Pahlewi eine iranische marxistische Organisation. Sie sind allmählich eine Sekte geworden, die im Auftrag von Israel und den Vereinigten Staaten gegen das anti-imperialistische Regime der islamischen Revolutionäre arbeitete.

Der Gründer der Sekte, Massoud Radschavi, floh, nachdem er das Gemetzel der islamischen Regierung am 28. Juni 1981 organisiert hatte, nach Frankreich. Er erhielt den Schutz von Präsident François Mitterrand (der heimlich den Iran bombardierte), bevor er durch Premierminister Jacques Chirac ausgewiesen wurde. Die Sekte zog sich in den Irak zurück (mitten im Krieg, der von Präsident Saddam Hussein gegen den Iran gestartet wurde). Sie wurde ein Handlanger der schmutzigen Arbeit der Hussein-Verwaltung, und akzeptierte Sachen zu tun, die die Präsidentengarde nicht tun wollte. Als die Vereinigten Staaten Präsident Saddam Hussein stürzten, zögerte die CIA sie zu benutzen. Sie spezialisierte sich auf Attentate gegen Zivilisten im Iran und beteiligt sich an der Mord-Kampagne iranischer Wissenschaftler.

Schließlich akzeptierte Albanien im Jahr 2013, eine Stadt für 3 bis 4000 von ihnen in der Nähe von Tirana zu schaffen. Sie machen heute dort Cyber-Attacken gegen die iranischen Interessen. Laut der lokalen Presse hat die albanische Polizei zu diesem Lager keinen Zugriff, und wo die Mitglieder der Sekte in Sklaverei leben.

Die Investitionen der Mudschahiddin des Volkes, um Vox zu unterstützen, sollten wahrscheinlich im Rahmen der Investitionen von Israel in die in Europa als rechtsextreme politische beschriebene Parteien verstanden werden. Es ging darum, ihre Angriffe nicht mehr gegen die Juden, sondern gegen die Moslems zu richten.

Alejo Vidal-Quadras (links auf dem Foto), der in 2013 Vox gründete, hatte sich im Jahr 2009 als europäischer Parlamentarier in das Lager Ashraf (Irak) der Mudschahiddin des Volkes, unter dem Vorsitz von Maryam Radschavi (Foto rechts), begeben. Er hat sich an mindestens zehn der jährlichen Zusammenkünfte der Sekte in Villepinte (Frankreich) beteiligt. Er war dort einmal zusammen mit dem ehemaligen sozialistischen Premierminister José Luis Rodríguez Zapatero. In jüngerer Zeit ist er dort mit Rudy Giuliani und John Bolton zusammengekommen.

Nach El Pais wurde die Geld-Überweisung von Alejo Vidal-Quadras organisiert, dem damaligen Präsidenten von Vox, der nach seinem Misserfolg bei der Europawahl 2014 zurücktrat. Er hatte seinen Nachfolger, Santiago Abascal, darüber informiert. Es ist nicht nachgewiesen, dass diese Finanzierung auch nachher andauerte.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] « El exilio iraní financió el 80% de la campaña de Vox de 2014 », Joaquín Gil y José María Irujo, El País, 13 de enero de 2019.

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