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Deutschland strebt militärische Interventionen im Nahen Osten an

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Ankunft der Deutschen Delegation in Kairo

Die Münchner Sicherheitskonferenz veranstaltet vom 25. bis 26. Oktober in Kairo und vom 27. bis 28. Oktober in Doha zwei Seminare zwischen arabischen und deutschen Staats- und Regierungschefs.

Ägypten engagiert sich – zusammen mit Syrien und Saudi-Arabien – gegen die Muslimbruderschaft, während Katar - mit der Türkei und dem Iran - diese Geheimgesellschaft unterstützt.

Der ägyptische Präsident Abd al-Fattah al-Sissi, sein Außenminister Sameh Hassan Shukri und der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Aboul-Gheit, nahmen an dem Treffen in Kairo mit rund 40 anderen Persönlichkeiten teil, darunter die Außenminister von Niger, Uganda und Dschibuti.

Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani, sein Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani, werden an dem Treffen in Doha mit etwa 40 anderen Persönlichkeiten teilnehmen, darunter der iranische Außenminister, der Präsident von Irakisch-Kurdistan und der UN-Sondergesandte für den Jemen, Martin Griffiths. Die Friedensnobelpreisträgerin von 2011, die Jemenitin Tawakkol Karman, wird die Brüder der Muslimbruderschaft vertreten.

Die deutsche Regierung wird bei beiden Treffen durch den Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Niels Annen, vertreten, der als Forscher am German Marshall Fund und dann als sozialistischer Abgeordneter tätig war.

Diese Initiative der Münchner Sicherheitskonferenz kommt zu einem Zeitpunkt, obwohl sie seit zwei Jahren keine Veranstaltungen außerhalb Deutschlands mehr veranstaltet hat und Bundeskanzlerin Angela Merkel die Empfehlungen des German Marshall Fund und der Stiftung Wissenschaft und Politik umsetzen will: Militärische Interventionen im Erweiterten Nahen Osten neben den Vereinigten Staaten.

Übersetzung
Horst Frohlich

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