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"Vor unseren Augen“

Die Geheimnisse des Boston-Marathons

| Damaskus (Syrien)
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Zwei Wochen nach dem Attentat in Boston (15. April, 14 h 49) haben die US-Behörden die Brüder Timur und Dschokhar Tsarnaev für schuldig erklärt. Sie behaupten, den älteren getötet und den jüngeren Bruder und Komplizen verhaftet zu haben. Der junge 19 jährige sei im Krankenhaus eingeliefert, aber seine Verletzungen würden ihm verbieten, anders als durch Kopfnicken zu sprechen. Ganz egal, er habe die Tatsachen eingestanden.

Man weiß jedoch nichts über die Bedingungen, unter denen Timur getötet wurde, noch von denjenigen der Inhaftierung von Dschokhar. Sie wären angeblich dem Oswald-Syndrom verfallen und hätten sich durch töten eines Polizisten ihrer Universität ausgezeichnet, ohne Gründe und ohne Zeugen. Dann hätten sie einen Mercedes mit seinem anonymen Fahrer als Geisel genommen und ihn angeblich gezwungen, $ 800 auf einem Geldautomaten abzuheben. Dieser Mann bezeugte der Polizei, dass sie behauptet hätten, die Täter der Anschläge gewesen zu sein.

Bisher hat die Presse weder den Verdächtigen gesehen, noch den Zeugen angehört. Sie begnügt sich lediglich, die Aussagen ihrer Eltern und Freunde wiederzugeben, die alle überrascht sind, sie an diesem Fall beteiligt zu sehen.

Wie auch immer, Richter Marianne B. Bowler hat Dschokhar der "Verwendung von Massenvernichtungswaffen" angeklagt, nämlich der Benützung eines Druckkochtopfs voller Nägel. Das ist das erste Mal, dass das Konzept der "Massenvernichtungswaffe" auf ein allgemeines Haushaltgerät angewendet wird.

Der demokratische Führer des Parlaments-Ausschusses des Nachrichtendiensts, Dutch Ruppersberger, sagte seinerseits nach einer Klausurtagung mit Vertretern der drei Geheimdienste, dass die Tsarnaev-Brüder eine Spielzeug-Fernbedienung benutzt hätten, um die Zündung ihrer zwei Bomben auszulösen. Es wurde bestätigt, dass die Verdächtigten durch das Lesen von Inspire, dem online-Magazin, mit Sigel von "Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel“, die Fertigstellung ihrer Vorrichtung gelernt hätten. Jedoch, auch wenn die Nummer 1 der Zeitschrift (vom "Sommer 2010") im Detail die Herstellung einer Bombe mit einem Dampfkochtopf beschreibt, wurde nirgends erklärt, wie man mit einer Spielzeug-Fernbedienung einen in einem geschlossenen Topf installierten Sprengstoff aktivieren könnte.

Dieser Heidenlärm dreht sich nur um eine Schlussfolgerung: die Tsanaev-Brüder waren Tschetschenen, was Russland in den Mittelpunkt der Debatte stellt. Präsident Wladimir Putin überging diskret diese Fragen während der langen Fernsehsendung für Antworten an die Öffentlichkeit am vergangenen Donnerstag. Tschetschenische Terroristen gibt es in Syrien, die gerade zwei orthodoxe Bischöfe als Geiseln genommen haben. Und so etwas könnte auch während der Olympischen Spiele in Sotschi passieren. Russland hat großes Interesse an der Verbesserung der Anti-Terror-Kooperation mit den USA, vor allem, wenn es wirklich beabsichtigt, Truppen der Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit in Syrien bereitzustellen.

Unterdessen sind die Internetnutzer uneins, sie teilen sich auf zwischen denjenigen, die sich auf den FBI ausrichten und jenen, die ihn anfechten. Zwei große Einwände kursieren im Web.

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"Jeff Bauman" Ist Nick Vogt?

Der erste Einwand beschuldigt die Sicherheitsdienste, Personen voller Geschichten und Emotionen in Szene gesetzt zu haben. Bilder aus einem Video zeigen zwei Individuen, die den Körper von Jeff Bauman manipulieren, der beide Beine verloren hätte. Es handle sich aber wirklich um einen Leutnant der US Army, Nick Vogt, der seine Beine in Kandahār im November 2011 verloren hat. Man kann nur über die Tatsache erstaunt sein, dass "Jeff Baumann" seinen Kopf hoch hält und nicht an einer Blutung zu leiden scheint, während man ihn auf einem Rollstuhl führt, ohne dass seine Schenkel stark abgebunden wurden. Die Sache ist umso bedeutender, weil es "Jeff Baumanns" Augenzeugenbericht ist, der erlaubt hat, die Verdächtigten zu identifizieren (Pressekonferenz des 18. April 17 h 20).

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Craft Internationale Söldner auf dem Ort der Explosion.

Der zweite dreht sich um das Vorhandensein von einem Sicherheits-Team, wahrscheinlich von der Privatarmee Raft International, das anscheinend die gleichen Rucksäcke trägt, wie der vom FBI gezeigte, der einen Druckkochtopf enthalten hätte.

Doch das erstaunlichste liegt woanders. Eine Anti-Bomben-Übung wurde beim Boston-Marathon ausgeführt, zwei Stunden vor der Tragödie, genau an dem Ort, wo die echten Bomben explodierten. Als jedoch ein Journalist eine Frage zu diesem Thema während der Pressekonferenz des FBI stellte, weigerte sich der Special Agent Richard Deklarierst, sie zu beantworten und suchte eine andere Frage.

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Schließlich, laut der Itzvestia (24. April), nahm Timur Tsarnaev in Georgien an einem Seminar des Fonds für den Kaukasus teil, ein Bildschirm- Verein der von der CIA geschaffenen Jamestown Foundation [1]. Er hat eine Ausbildung mitgemacht, um "die Instabilität in Russland zu erhöhen“ [2].

Es ist zu früh, um zu schließen, was wirklich in Boston passiert ist. Eines jedoch ist sicher: die Version der Polizei ist falsch.

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Al-Watan (Syrien)

Thierry Meyssan

Thierry Meyssan Französischer Intellektueller, Präsident und Gründer des Réseau Voltaire und der Konferenz Axis for Peace. Er veröffentlicht Analysen über ausländische Politik in der arabischen, latein-amerikanischen und russischen Presse. Letztes, auf Französisch veröffentlichte Werk : L’Effroyable imposture : Tome 2, Manipulations et désinformations (hg. JP Bertand, 2007).

 

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