Untersuchungen, Kernanalysen, Eigenständige Synthesen
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Damaskus (Syrien) | 28. April 2013Zwei Wochen nach dem Attentat in Boston (15. April, 14 h 49) haben die US-Behörden die Brüder Timur und Dschokhar Tsarnaev für schuldig erklärt. Sie behaupten, den älteren getötet und den jüngeren Bruder und Komplizen verhaftet zu haben. Der junge 19 jährige sei im Krankenhaus eingeliefert, aber seine Verletzungen würden ihm verbieten, anders als durch Kopfnicken zu sprechen. Ganz egal, er habe die Tatsachen eingestanden.
Man weiß jedoch nichts über die Bedingungen, unter denen Timur getötet wurde, (...)
Mexico (Mexique) | 23. April 2013Die Kontroverse um Schiefergas schwillt weiterhin an. Offiziell soll diese Art von Kraftstoffausbeute in den Vereinigten Staaten dem Land eine Energieunabhängigkeit gewährleisten. In Russland jedoch denkt man, es handle sich nur um eine alte Technik, die neu aufgetischt wurde. Sie würde wohl einige schöne Operationen erlauben, bevor sie untergehe. Alfredo Jalife konstatiert die Ähnlichkeiten in dieser Debatte und jener, die es vorher bei dem Peak-Oil gab.
Paris (Frankreich) | 18. April 2013Die Anti-Chávez-Propaganda konzentriert sich auf drei zentrale Punkte: die innere Sicherheit, die Demokratie und die Wirtschaft. In jedem Fall heißt es, dass die Ergebnisse den Erwartungen nicht entsprechen. Dies gilt jedoch nur für die Sicherheit. In den zwei anderen Fällen ist die Beurteilung sehr positiv.
Der ernste Rückgang der französischen Diplomatie
Frankreich will die „syrischen Rebellen“ bewaffnen!von
André Chamy
Paris (Frankreich) | 1. April 2013Auf die Aussagen von Laurent Fabius und François Hollande reagierend, die zur Bewaffnung "der syrischen Opposition" aufrufen, erklärt André Chamy, vom Voltaire Netzwerk Frankreich, dass diese kämpferische Position im Lichte des Völkerrechts einfach rechtswidrig sei und in wieweit der Aufruf ein sehr schwerer Schlag für den Ruf Frankreichs in der Welt bedeute. Noch schlimmer, ihm zufolge könnte die syrische Krise mit ihrem Umzug von Massakern und Terroranschlägen schließlich auch nach Frankreich exportiert werden. Die Franzosen würden dann auf ihrem eigenen Boden den Alptraum erleben, der dem syrischen Volk seit zwei Jahren aufgezwungen wird.
Paris (Frankreich) | 21. März 2013Zur Zeit, wo der historische Besuch von Barack Obama in Israel stattfindet, sollte man einen klarsichtigen Blick auf die Kräfte werfen, die nicht nur den jüdischen Staat, sondern auch das ganze westliche System antreiben, um einen Krieg gegen den Iran auszulösen. François Belliot bietet uns seine Rezension über den Essay, „Iran, la destruction nécessaire“ [Iran, die notwendige Zerstörung], in dem der internationale Analyst Jean-Michel Vernochet die Vorwürfe, die Vorwände und vor allem das Bestreben des Westens untersucht, im Licht der Ereignisse, die die jüngere Geschichte geprägt haben.
Paris (Frankreich) | 16. März 2013Warum die Möglichkeit einer neuen französischen Revolution erwähnen?
Stockt unser Land also in der Entwicklung seiner Wirtschaft und seinen Institutionen derart, dass es notwendig wäre, an eine radikale, ja revolutionäre Umwandlung zu denken?
Muss man auf eine gut französische Tradition zurückgreifen, um die notwendigen Änderungen zu erreichen?
Beirut (Libanon) | 13. März 2013Anlässlich der Wahl von Präsident Kenyatta veröffentlichen wir die französische Version eines vor fünf Jahren in politikwissenschaftlichen Zeitschriften in Russland und Italien erschienenen Artikels von Thierry Meyssan, über die Rolle des Senators Obama in Afrika. Diese Studie ist besonders wichtig, um den kenianischen Wahlschwindel von den Vereinigten Staaten in 2006 und die Bedeutung der Niederlage von Odinga für Washington zu verstehen.
Washington D.C. (Vereinigten Staaten) | 7. März 2013Der Boden verschwindet unter den Füßen der präsidialen Kommission zur Untersuchung der Anschläge des 11. September. Die Hauptquelle ihres Berichts - Abu Zubeida, dessen Geständnisse unter Folter erhalten wurden - wird jetzt offiziell als wertlos angesehen. Und der CIA-Agent, der Zubeida verhaftet und interviewt hatte, hat zugegeben alles erfunden zu haben.
Mexico (Mexique) | 6. März 2013Auf der ganzen Welt verurteilen Stimmen den Mythos von Schiefergas. Neben der Spekulationsblase die er hervorruft, wird dieser Betrug nicht ohne schwere Folgen für die Vereinigten Staaten bleiben. Tatsächlich hat sich die Obama-Administration selbst überzeugt, dass das Land eine nachhaltige Energie-Unabhängigkeit erleben wird.
22. Februar 2013Ganz unerwartet war in den letzten Tagen Mali plötzlich Mittelpunkt der Welt geworden. Frankreich wurde von Malis Regierung aufgefordert zu intervenieren, um, wie es behauptet, die Dschihad-Terroristen aus großen Teilen des Landes militärisch zu vertreiben. Was der Konflikt in Mali wirklich nun ist, ist kaum das, was wir in den Mainstream-Medien lesen. Es geht um große ungenutzte Erz- und Energieressourcen und um eine de-facto Re-kolonialisierung von Französisch-Afrika unter dem Banner der Menschenrechte. Der reale Hintergrund liest sich wie ein Thriller von John LeCarre.
Damaskus (Syrien) | 22. Februar 2013In einem am 26. Januar in Russland veröffentlichten Artikel schreibt Thierry Meyssan über den neuen Teilungsplan vom Nahen Osten, an dem das Weiße Haus und der Kreml arbeiten. Der Autor enthüllt die wichtigsten Daten der laufenden Verhandlungen ohne Vorgriff auf eine endgültige Einigung oder seine Anwendung. Das Interesse des Artikels besteht darin, dass er erlaubt, die mehrdeutigen Positionen von Washington zu verstehen, die seine Verbündeten in eine Sackgasse schieben, um ihnen bald eine neue Abmachung aufzuerlegen, von der sie ausgeschlossen sein werden.
Die Wiederkolonisierung Afrikas
Verurteilung des Krieges in Mali und Denunzierung des neokolonialen Komplotts des Westens
Brüssel (Belgien) | 3. Februar 2013Am 11. Januar 2013 löst Frankreich eine Militärintervention in Mali aus, in einem afrikanischen Land, wo fast die Hälfte die Bevölkerung von weniger als 1,25 Dollar pro Tag lebt. Die Gründe, die Paris anführt, um diesen Vorgang zu rechtfertigen, setzen tatsächlich die von der Administration Bush Jr. geliebte Rhetorik des ’Krieg gegen den Terror’ fort. Am 17. Januar offenbarte der unabhängige Abgeordnete Laurent Louis vor dem belgischen Parlament die tatsächlichen Ziele der Intervention. Als einziger belgischer Abgeordneter, der die Unterstützung der französischen Intervention von Belgien verweigert, erinnert Laurent Louis auch, dass die westlichen Länder - darunter Frankreich – in Libyen und auch noch immer in Syrien die Dschihadisten unterstützen, die Paris behauptet, heute in Mali bekämpfen zu (...)
Damaskus (Syrien) | 21. Januar 2013"Der Appetit kommt mit dem Essen" heißt das Sprichwort. Nach der Wiederkolonisierung der Elfenbeinküste und von Libyen, nach dem Versuch, sich Syriens zu bemächtigen, liebäugelt Frankreich wieder mit Mali, um Algerien im Rücken zu fassen.
Während des Libyen Angriffs machten die Franzosen und Briten umfangreiche Verwendung von Islamisten gegen die Macht von Tripolis, da die Separatisten von Kyrenaika, Bengasi einmal unabhängig, nicht mehr daran interessiert waren, Muammar el-Gaddafi zu stürzen. (...)
Washington D.C. (Vereinigten Staaten) | 17. Januar 2013Immer noch im Gefängnis in Guantanamo Bay, ist Abu Zubeida die Hauptinformationsquelle der westlichen Geheimdienste über Al-Kaida. Er gab unter der Folter den Namen anderer Leader der Terrororganisation, die wiederum verhaftet wurden und die andere Angaben den US-Behörden zur Verfügung stellten. Kurz gesagt, was die US Behörden sagen, über Al-Kaida zu wissen, verdanken sie zuerst dieser Quelle. Problem: Man weiß heute, dass Abu Zubeida nie Mitglied der Al-Kaida war und seine unter Folter erzielten Geständnisse, nur eine Möglichkeit für ihn waren, sein Leiden zu lindern. Der größte Teil des Wissens, den die US- Spionageabwehr zugibt über Al-Kaida zu haben, kommt aus seiner fruchtbaren Phantasie. Und alles ist falsch.
Urbino (Italien) | 16. Januar 2013Die Französische Revolution? "Ein Wahnsinn satanischer Besessenheit" für Baader, ein "Virus einer neuen unbekannten Art" laut Tocqueville. Mitten im 20. Jahrhundert werden der Franzose François Furet und der Amerikaner Richard Pipes ihren Lesern den Satz von Tocqueville wieder auftischen, um das revolutionäre Russland zu beschreiben. Nach dieser vereinfachenden Logik, ist es wahrscheinlich, dass die Meinung von Jacques Roux: "Gleichheit ist nur ein unnützes Phantom, wenn der Reiche, durch Monopol, Recht auf Leben und Tod über Seinesgleichen hat", einfach für verrückt gehalten wird. Der Philosophieprofessor Domenico Losurdo zeigt uns, dass es immer leichter war und viel weniger peinlich, den großen historischen Krisen einfach Wahnsinn zu unterschieben - kollektiven oder individuellen - anstatt ihren politischen und sozialen Kontext zu (...)
Brüssel (Belgien) | 27. Dezember 2012Seit den 1990er Jahren und insbesondere seit dem Kosovokrieg 1999 mussten die Gegner der westlichen- und NATO Interventionen einer Strömung die Stirne bieten, die man eine linke (und eine extrem-linke) anti-Anti-Krieg Bewegung nennen könnte, nämlich jene der Sozialdemokraten, der Grünen und des Großteils der "Linksradikalen" (die neue Antikapitalistische Partei NPA und verschiedene antifaschistische Gruppen usw...) . Die Unterstützung für militärische Intervention des Westens wird nicht (...)
Prävention oder Überwachung?
Ein neues Anti-Terror-Gesetz als Erinnerung an den Fall Merahvon
Jean-Claude Paye
Brüssel (Belgien) | 15. Dezember 2012Folgt der französische Gesetzgeber immer schneller den Spuren seiner US-Kollegen in Sachen Einschränkung der Freiheiten und auch der weit verbreiteten Überwachung des „unkonventionell“ eingestuften Verhaltens? Der Soziologe Jean-Claude Paye analysiert hier von der Nationalversammlung am 12. Dezember 2012 verabschiedete Gesetze über Sicherheit und Terrorismus, auf Vorschlag des sozialistischen Ministers Manuel Valls.
Genf (Schweiz) | 14. Dezember 2012Eine humanitäre Intervention in Syrien? Der humanitäre Vorwand wurde schon im Jahre 1860 angesprochen... und von Frankreich, um in Syrien, damals eine osmanische Provinz, militärisch einzugreifen. Der Genfer Akademiker Pascal Herren überprüft in diesem Artikel die wahren Absichten von Frankreich unter Napoleon III, genauso wenig verkraftbar als die von dem Frankreich von Sarkozy oder Hollande. Er erinnert auch an die negativen Auswirkungen, die die Menschen in der Region erdulden mussten.
Interview mit dem serbischen Magazin Geopolitika
Thierry Meyssan:„Die syrischen Terroristen wurden von der UCK im Kosovo ausgebildet“Gewalt an Frauen bekämpfen
Herzlich Willkommen im „befreiten Bereich“ von Aleppovon
Thierry Meyssan
Damaskus (Syrien) | 28. November 2012Mit der logistischen Unterstützung Frankreichs installieren die neuen Behörden der „befreiten Gegend“ von Aleppo eine von dem saudischen Modell inspirierte religiöse Diktatur. Die Realität ist weit entfernt von den beruhigenden Reden der Präsidenten Sarkozy und Hollande für die Verteidigung von Freiheit und Demokratie.
Ein Lobbyist von Shell als Leiter der nationalen syrischen Koalition
Die vielen Gesichter von Scheich Ahmad Moaz Al-Khatibvon
Thierry Meyssan
Damaskus (Syrien) | 21. November 2012Dem internationalen Publikum noch vor einer Woche völlig unbekannt, wurde Scheich Moaz al-Khatib der Vorsitzende der syrischen nationalen Koalition, der prowestlichen Opposition zur Regierung Damaskus. Durch eine intensive Public-Relation Kampagne, als eine hohe moralische Persönlichkeit beschrieben, ohne parteipolitische oder wirtschaftliche Bindungen, ist er in Wirklichkeit Mitglied der Muslimbruderschaft und Kader der Shell Oil Company.
Damaskus (Syrien) | 20. November 2012Neuer Angriff Israels auf Gaza und die internationalen Medien schicken Bilder der Verwüstung. Jedoch sollte die Sprachlosigkeit, die das beeindruckende tägliche Entsetzen dieses neuen Krieges hervorruft, uns nicht daran hindern, sie zu analysieren und die Ziele zu verstehen. Thierry Meyssan beantwortet diese Frage.
Mexico (Mexique) | 17. November 2012Nachdem Rosneft den größten Teil von Yukos erworben hatte, dann in eine Joint-Venture mit Exxon-Mobil eintrat, um das Öl vom Schwarzen Meer auszunutzen, absorbierte es jetzt TNK-BP. Auf diese Weise stattet sich Russland - das hat bereits die weltweit erste Gasgesellschaft Gazprom besitzt – mit der größten Ölgesellschaft der Welt aus. Der Analyst Alfredo Jalife-Rahme vergleicht die nationale Strategie von Vladimir Poutine mit der merkantilen, liberalen Logik seines Landes, Mexiko. Eine Parallele, die den Wert eines Beispiels hat.
Berlin (Allemagne) | 5. November 2012Als im Jahre 2009 der Gewinner des Friedensnobelpreises Barak Obama hiess, waren die meisten Menschen sehr überrascht, da er ausser den Schlagwörtern «Change» und «Yes we can» noch nichts Substantielles für den Frieden hervorgebracht hatte. Drei Jahre später sieht seine Leistungsbilanz in bezug auf den Frieden nicht anders aus als die der vorherigen Präsidenten Bush sen., Clinton, Bush jun. Keiner der von George W. Bush angezettelten Kriege ist beendet, dafür kam die brutale Intervention der Nato in (...)
Paris (Frankreich) | 25. Oktober 2012Die Europäische Union trifft heute die Wahl der Enthaltsamkeit gegenüber der Wirtschaftskrise aber beginnt gleichzeitig mit der Rettung - mit öffentlichen Geldern – der Privatbanken, die wegen ihres schlechten Managements in Konkurs hätten gehen sollen. Ist das wirklich die einzig mögliche Lösung? Salim Lamrani befasst sich mit dem Fall von Island, einem Beispiel, das die Medien und die Zauberlehrlinge der europäischen Finanzen lieber mit Stillschweigen übergehen.
Frankfurt am Main (Deutschland) | 4. Oktober 2012Die Ermordung des angesehensten religiösen Sufi-Führers in Dagestan, Russlands unsichere Kaukasusgegend, geschieht gerade wenn Salafi-Dschihadisten in Libyen einen US-Botschafter ermorden, der eigentlich ein wichtiger Beteiligter in der Absetzung von Gaddafi war und in der Machteinsetzung der salafistischen Muslimbruderschaft und der Dschihadisten war. In der ganzen islamischen Welt ist heute eine Hasswelle im Namen des islamischen Fundamentalismus entfesselt worden, die einen neuen Weltkrieg bringen könnte. Das ist die Konsequenz des Greater Middle East Projekt, das 2010 ins Spiel kam und zuvor von Kreisen in Washington, London und Tel Aviv ausgebrütet wurde. Manipulieren von religiösem Eifer ist ein explosiver Cocktail wie F. William Engdahl hier (...)
21. September 2012Washington beherrscht die Kunst, seine Ziele durch die Entwicklung eines innerstaatlichen Terrorismus zu schwächen und sie dann zu beschuldigen, für die von ihm gesponserten Verbrechen verantwortlich zu sein. Diese Methode gestattet ihm, zugleich eine militärische Intervention zu rechtfertigen und sie ohne Gefahr zu unternehmen. Das gut eingefahrene Schema, das Edward S. Herman hier beschreibt, wird jetzt auf Syrien angewendet.
Mexico (Mexique) | 2. September 2012Der Westen hat die Rückkehr Ägyptens auf die internationale Bühne unterschätzt. Er hat auch nicht das Scheitern des "Containment" von Iran gesehen und die geschickte Diplomatie von Teheran, die muslimischen Brüder des saudischen Einflusses zu entziehen. Alfredo Jalife beschreibt diese schnelle Entwicklung, die teilweise die Gegebenheiten des mittleren Ostens ändern.
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