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Torbjörn Jagland seines Amtes als Vorsitzender der Friedensnobelkommission enthoben

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Der Vorsitzende des Ausschusses, der jedes Jahr den Nobelpreis für den Frieden bestimmt, Torbjörn Jagland, wurde vom norwegischen Parlament zum Rang eines einfachen Mitglieds des Ausschusses degradiert, eine beispiellose Entscheidung in der Geschichte des Preises.

Das norwegische Parlament übernahm die Korruptionsvorwürfe auf Präsidenten Jagland, die wir als erste im Detail offen gelegt haben [1] (aber ohne Angabe der Gründe, die ihn dazu geführt haben).

Die Medien, die uns damals des "Anti-Amerikanismus" und der "Verschwörungstheorie" beschuldigt hatten, haben ihre Beleidigungen gegen das norwegische Parlament nicht zurückgenommen.

Das norwegische Parlament hat gewünscht, dass der Friedenspreis auf seine ursprüngliche Funktion zurückgreifen sollte [2]. In der Tat wurde der Preis in den letzten Jahren systematisch nicht an Friedensaktivisten vergeben, gemäß den Angaben von Alfred Nobel, sondern an NATO-Unterstützer [3].

Der ehemalige Premierminister von Norwegen, Torbjörn Jagland, bleibt jedoch Generalsekretär des Europarates, in welchem er heute sich bemüht, den Staatsstreich in der Ukraine zu rechtfertigen.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] « Le dessous du prix Nobel de la paix 2009 », par Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 13 octobre 2009. (auch auf Englisch) [« Die Hintergründe des Friedensnobelpreis 2009 ». Wenn die Verleihung des Nobelpreises für den Frieden auch einen Lobgesang unter den Führern der Atlantischen Allianz ausgelöst hat, hat sie jetzt auch Skepsis in der Welt geschaffen. Anstatt die Gründe zu diskutieren, die diese erstaunlichen Möglichkeiten nachträglich rechtfertigen könnten, deckt Thierry Meyssan die Korruption des Nobel-Komitees und die Beziehungen zwischen seinem Vorsitzenden Torbjörn Jagland und Obamas Mitarbeitern auf.].

[2] „Nobels Preis zur Abrüstung in den Händen seiner politischen Gegner gelandet“, von Fredrik S. Heffermehl, Zeit Fragen (Schweiz), Voltaire Netzwerk, 5. November 2012.

[3] « Le prix Nobel de la paix au service de l’impérialisme », Réseau Voltaire, 10 octobre 2010. [„Friedensnobelpreis im Dienste des Imperialismus ». Domenico Losurdo hat in unseren Spalten den Gebrauch, den das Friedens-Nobelkommitee machte um dem Imperialismus zu dienen. Ein einfacher Blick auf die jüngsten Gewinner, gestattet, die nun systematische Natur dieser Manipulation zu ermessen.] (auch auf Englisch). « Le Nobel de la guerre aux Messieurs du « Nobel de la paix » », Ohne die Anweisungen von Alfred Nobel zu beachten, belohnt die Nobel-Jury nicht mehr den Mut im Dienste des Friedens, sondern die Medien-Nützlichkeit im Dienst des Imperialismus. Die Liste der Gewinner ist nur mehr eine Liste von Alibis für Zwangsmaßnahmen und Kriege. Der letzte, der den Nobelpreis des Friedens 2010 erhielt, ist ein chinesischer "Dissident", um Chinas Eindämmung zu rechtfertigen, laut dem italienischen Philosophen Domenico Losurdo.

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