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Laut Washington hat Beijing nun den Koran (sic!) verboten

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Eine Kampagne wurde von Radio Free Asia gestartet, um weiszumachen, dass der Koran jetzt in China verboten ist [1].

Dieser Vorwurf steht schon seit zwei Jahren in der Propaganda von Daesch.

Radio Free Asia entstand durch die CIA in den 1950er Jahren, bevor es unter Kontrolle von der United States Information Agency (Agentur der Propaganda in den Vereinigten Staaten während des Kalten Krieges), und schließlich von der Broadcasting Board of Governors kommt. Sein Budget wird vollends von den US-amerikanischen Steuerzahlern finanziert. Im Gegensatz zu dem was es behauptet, ist es daher wohl ein US Staats-Medium.

Die Kampagne kommt auf, während das Pentagon einen möglichen Krieg gegen Myanmar vorbereitet, welches die internationale Presse eines "Genozids" seiner muslimischen Minderheit beschuldigt [2].

Wenn die Rohingya auch tatsächlich diskriminiert werden, ist der Vorwurf eines antimuslimischen Völkermordes durch die Tatsachen widerlegt, weil
- jene vom Süden von Myanmar und die von den Flüchtlingslagern der vorherigen Fluchtkampagnen stabil sind, da der Exodus nur diejenigen im Norden des Landes betrifft.
- Es gibt seit dem 17. Jahrhundert eine andere muslimische Minderheit in Myanmar, die Kamans, die nie Objekt der Diskriminierung waren.

Die Kampagne von Radio Free Asia kommt auf, während die chinesische Regierung erst vor kurzem eine neue Gesetzgebung für religiöse Fragen erlassen hat, um insbesondere gegen die Verwirrung zwischen den Islam (als Religion) und den politischen Islam kämpfen zu können [3].

China hat jetzt gerade die von Islamisten angemerkten und kommentierten Koran-Ausgaben verbieten lassen, die bereits seit mehreren Jahren im Umlauf waren.

Seit 1953 und der Allianz zwischen der politischen Muslim-Bruderschaft und der CIA, haben die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich eine Verwechslung zwischen dem politischen Projekt der Bruderschaft und der muslimischen Religion geschaffen [4].

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] “Chinese Police Order Xinjiang’s Muslims to Hand in All Copies of The Quran”, Qiao Long & Wong Lok-to, Radio Free Asia, September 27, 2017.

[2] „Der politische Islam gegen China“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Korrekturlesen : Werner Leuthäusser, Voltaire Netzwerk, 3. Oktober 2017.

[3] “China revises regulation on religious affairs”, Voltaire Network, 7 September 2017.

[4] Der zweite Teil des letzten Buches von Thierry Meyssan ist die einzige bisher veröffentlichte Geschichte der Muslimbruderschaften und der Naqchbandis. Sous nos yeux. Du 11-Septembre à Donald Trump, Demi-lune, 2017.

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