Da die internationale Koalition jegliche Hoffnung verloren hat, die Arabische Republik Syrien mit Gewalt zu zerstören, versuchen die Vereinigten Staaten und die Europäische Union, es durch Hunger zu erreichen.

Die Belagerung des Landes hat begonnen. Die Wirtschaftssanktionen wurden sehr stark verschärft und werden Mitte Juni noch verschärft. Jede Person oder Firma, die mit Syrien Handel betreibt, wird von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union (Caesar Act) scharf verurteilt.

Diese "Sanktionen" sind nach internationalem Recht illegal. Jene, die die Versorgung mit medizinischem Material verhindern, sind laut der Genfer Konventionen Verbrechen.

Die Dschihadisten im Norden und die US-Truppen im Süden haben begonnen, Felder koordiniert in Brand zu setzen. Syrien hat eine Beschwerde beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eingereicht.

Innerhalb weniger Tage wurden importierte Lebensmittel unauffindbar und die Preise für lokale Lebensmittel stiegen in die Höhe. Das syrische Pfund ist auf dem Devisenmarkt zusammengebrochen. Es wird jetzt auf dem Schwarzmarkt zu einem Viertel seines offiziellen Wertes gewechselt.

Die Präsidentschaft der Republik hat einen Plan für die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln ausgearbeitet, der mehrere Jahre brauchen wird. Russland wird die Bevölkerung kurzfristig retten, aber die Zeit ist kurz, um mittelfristig Hungersnöte zu vermeiden.

Die Proteste begannen am 9. Juni und verlangten Nahrung. Syrien hatte während des Krieges noch nie Nahrungsmittelprobleme erlebt, außer in den von den Dschihadisten besetzten Gebieten. Diese erpressten die Bevölkerung, um ihnen den Zugang zu Nahrungsmitteln zu gewähren.

Präsident al-Assad hat am 11. Juni 2020 den Präsidenten des Ministerrats, Imad Khamis, abgesetzt. Syrien ist ein Präsidialregime wie die Vereinigten Staaten. Es hat also keinen Premierminister, im Gegensatz zu dem, was die westliche Presse sagt. Der neue Präsident des Ministerrats ist Hussein Arnous, zumindest bis zu den Parlamentswahlen am 19. Juli.

Übersetzung
Horst Frohlich