Voltaire Netzwerk

Jean-Claude Paye

Soziologe. Letztes auf Französisch veröffentlichte Werk : De Guantanamo à Tarnac . L’emprise de l’image (Éd. Yves Michel, 2011). Letztes auf Englisch veröffentlichte Werk : Global War on Liberty (Telos Press, 2007).

 
Die „Psychose“ von Breivik, Phänomen des „Zivilisationskrieges“ Brüssel (Belgien) | 2. April 2012
Anders Behring Breivik, der Autor der Anschläge von Oslo, zeigt keine Symptome eines plötzlichen Wahnsinns oder einer außergewöhnlichen Krankheit. Wahrscheinlich war er wie Mohamed Merah, Autor von den Tötungen von Montauban und Toulouse, nicht einer psychischen Störung erlegen, sondern nahm einfach die politisch-mediale Rede vom "Clash of Civilizations" ernst. Beide glaubten, was ihnen gesagt wurde, haben in dem imaginären Konflikt Stellung genommen und suchten mit Mut, ihren Platz einzunehmen. Für Jean-Claude Paye, ist es nicht so sehr der postmoderne Massen-Mörder der krank ist, es ist Gesellschaft, die die neokonservative Rhetorik durch die imperialen Kriege und die Sicherheits-Gesetze übernommen hat, die zuerst den Verstand wiederfinden muss.