Jean-Claude Paye
Soziologe. Letztes auf Französisch veröffentlichte Werk : La Fin de l’État de droit (La Dispute, 2004). Letztes auf Englisch veröffentlichte Werk : Global War on Liberty (Telos Press, 2007).
Prävention oder Überwachung?
Ein neues Anti-Terror-Gesetz als Erinnerung an den Fall Merahvon
Jean-Claude Paye
Brüssel (Belgien) | 15. Dezember 2012Folgt der französische Gesetzgeber immer schneller den Spuren seiner US-Kollegen in Sachen Einschränkung der Freiheiten und auch der weit verbreiteten Überwachung des „unkonventionell“ eingestuften Verhaltens? Der Soziologe Jean-Claude Paye analysiert hier von der Nationalversammlung am 12. Dezember 2012 verabschiedete Gesetze über Sicherheit und Terrorismus, auf Vorschlag des sozialistischen Ministers Manuel Valls.
Brüssel (Belgien) | 2. April 2012Anders Behring Breivik, der Autor der Anschläge von Oslo, zeigt keine Symptome eines plötzlichen Wahnsinns oder einer außergewöhnlichen Krankheit. Wahrscheinlich war er wie Mohamed Merah, Autor von den Tötungen von Montauban und Toulouse, nicht einer psychischen Störung erlegen, sondern nahm einfach die politisch-mediale Rede vom "Clash of Civilizations" ernst. Beide glaubten, was ihnen gesagt wurde, haben in dem imaginären Konflikt Stellung genommen und suchten mit Mut, ihren Platz einzunehmen. Für Jean-Claude Paye, ist es nicht so sehr der postmoderne Massen-Mörder der krank ist, es ist Gesellschaft, die die neokonservative Rhetorik durch die imperialen Kriege und die Sicherheits-Gesetze übernommen hat, die zuerst den Verstand wiederfinden muss.
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