Foto: in einem Vorort von Damaskus inszeniert. Im Vordergrund am Tisch sitzend erkennt man Zahran Alluch (gestorben im Dezember 2015). Die Bewaffnung wurde von Saudi-Arabien bereitgestellt, aber die Militärberater sind britische SAS. Die Fotografie ist mit dem für die "Armee des Islam" entworfenen Logo geschmückt. Das ganze wurde im Rahmen der Informationskampagne der britischen Regierung gemacht.

Die Subunternehmer des britischen Außen-Ministeriums, die unter der Aufsicht des Ministeriums für Verteidigung arbeiten, sind für die Kommunikation der "gemäßigten bewaffneten Gruppen" in Syrien verantwortlich, sagt The Guardian. Sie produzieren Videos, Fotos, militärische Berichte, Broschüren mit den Logos der militanten Gruppen.

Ein Budget von 2,4 Millionen Pfund (3 Millionen Euro) pro Jahr wird ihnen seit der Affäre der Chemiewaffen im Sommer 2013 zugeteilt. Zuerst war es der Krisenmanagement-Firma Regester Larkin bestimmt, jetzt kommt es der Innovative Communications & Strategies (InCoStrat) zugute, einer Firma, die im Jahr 2014 geschaffen wurde. Die beiden Unternehmen, mit Sitz in London und Washington, wurden von Colonel Paul Tilley geschaffen. Das Unternehmen beschäftigt 50 Mitarbeiter in Istanbul. Die gleichen Unternehmen haben einen anderen Vertrag für den Krieg im Jemen abgeschlossen.

Diese Operation unterscheidet sich von jener der Syrischen Informationsstelle der Menschenrechte, die vom MI6 abhängt.

Die vom Guardian vermerkten Dokumente bezeugen, dass diese Unternehmen die Kommunikation zugunsten der Hazzm-Bewegung und der Armee des Islam bewerkstelligen. Laut dem russischen Botschafter bei den Vereinten Nationen, wäre letztere Gruppe tatsächlich ein ’moderater’ Name, der von den Kämpfern von Al-Qaida verwendet wird. Allerdings verhindert im Sicherheitsrat... das Vereinigte Königreich ihre Aufnahme in die Liste der terroristischen Organisationen, mit der Begründung, sie beteilige sich an den Verhandlungen in Genf, die gefördert werden sollten.

How Britain funds the ’propaganda war’ against Isis in Syria”, Ian Cobain, Alice Ross, Rob Evans, Mona Mahmood, The Guardian, May 3rd, 2016.

Übersetzung
Horst Frohlich