Voltaire Netzwerk

Rede von Baschar Al-Assad an die Zivilgesellschaft

| Damaskus (Syrien)
+

Meine Damen und Herren,

Ich grüße Sie, Vertreter der Komponenten des Volkes, der Berufe und der Gewerkschaften der syrischen Gesellschaft und drücke Ihnen meinen Dank aus für Ihre Arbeit und Ihre treuen Bemühungen in jedem Bereich, zur Unterstützung Ihrer Kollegen und Ihrer Brüder, die dazu beitragen, den Geist des Patriotismus und des Widerstandes gegenüber dem, was unser Land mitmacht, zu stärken.

Hier sind wir versammelt, obwohl, trotz der Komplexität die Situation klar geworden ist, der Verstand klar ist, zahlreiche Masken und irreführende Terminologien gefallen sind, und die Lügen, die sie der Welt einreden wollten, nicht mehr halten, und zwar derart, dass die Vorwände an denen sie festhalten und die Reden die sie schwingen, um Angriffe auf Syrien zu rechtfertigen, nur die Offensichtlichkeit bestätigen.

Uns auf ihre Vortäuschungen einzulassen wäre Verschwendung von Zeit und Energie, besser lohnt es sich, uns auf das zu konzentrieren, was auf Syrien zukommen könnte, jetzt, wo sich die Ereignisse beschleunigen und die Operation der systematischen Zerstörung durch terroristische Organisationen ein noch nie dagewesenes Niveau erreicht.

Es deckt die kriminelle Mentalität der Beamten auf, die jene Staaten führen, die diese Terroristen unterstützen und bedeutet gleichzeitig den Fehlschlag aller ihrer Versuche, um das syrische Volk in den Sumpf der ihm gebotenen Illusionen zu stoßen, damit es sie für wahr hält und zum Fall seiner Heimat beiträgt. Da die Bevölkerung aber nicht in die Falle getappt ist, sind sie zu einem höheren Grad von Wildheit fortgeschritten, um sie vor eine Alternative zu stellen: zu akzeptieren was diktiert wird oder sich ermorden und zerstören zu lassen.

Eine Eskalation der Wildheit, die die Verzweiflung über ihre Unfähigkeit widerspiegelt, um den Widerstand des Volkes gegen einen präzedenzlosen Krieg in der modernen Geschichte zu brechen; ein Widerstand, der ihre Pläne vereitelt und der ihre politische Zukunft bedroht, zumal der Terrorismus unschuldige Menschen in ihren eigenen Ländern getroffen hat und die Begründungen, die sie zur Irreführung der Öffentlichkeit vorgeschoben haben und sie als Deckung für ihre Aggression gegen unser Land und unsere Leute verwenden, nicht mehr funktionieren; eine Öffentlichkeit, der sie lange Zeit erzählt haben, dass sie „Revolutionäre“ unterstützen, die für „Freiheit und Demokratie in Syrien“ kämpfen, die aber jetzt entdeckt, dass sie "Terroristen" unterstützen und den Preis dafür bezahlen.

Und während es in den letzten Jahren unsere Region war, die angeblich den Terrorismus in die ganze Welt und in den Westen exportierte, ist es heute der Westen, der sein Inkubator geworden ist und ihn in unsere Region exportiert. Und das, neben allen anderen Inkubatoren des Nahen Osten, insbesondere in den Ländern des Golfs und in den Ländern, die schon vor kurzem in Szene gingen, wie Tunesien und Libyen, seit den Ereignissen von 2010-2011; alle diese Inkubatoren begannen zu interagieren und den Terrorismus überallhin zu exportieren.

Wir haben ihnen jedoch wiederholt erklärt, vor und während der Aggression gegen Syrien, dass der Terrorismus keine Grenzen kennt und nicht vor Erklärungen und Denunziationen Halt macht. Wir warnten sie, dass man ihn nicht durch Kriege stoppen kann oder ihn mit Flugzeugen vernichten kann, sowie ihre Koalition von heute es versucht.

Terrorismus ist ein kranker Gedanke, eine perverse Doktrin, eine abweichende Praxis, die in einer Umwelt von Ignoranz und Rückständigkeit entstand und wuchs, zu dem noch Verachtung des Völkerrechts und Entziehung hinzugefügt wurden. Es ist für niemanden ein Geheimnis, dass der Kolonialismus den Grundstein aller dieser Faktoren gelegt hat, sie Wurzeln schlagen hat lassen und weiterhin dazu beiträgt. Wie ist es möglich, dass diejenigen, die den Samen des Terrorismus gesät haben, ihn jetzt bekämpfen wollen?

Wer den Terrorismus bekämpfen will, muss eine vernünftige Politik betreiben, die auf Gerechtigkeit und Respekt beruht, für den Willen der Völker, über ihre Zukunft und ihre Angelegenheiten zu entscheiden, und das Wiederherstellen ihrer Rechte zu erreichen; sie basiert auf der Verbreitung von Wissen und dem Kampf gegen Ignoranz, auf der Optimierung der Wirtschaft, der Bildung, der Gesellschaft und ihrer Entwicklung.

Was den militärischen Krieg gegen den Terrorismus betrifft, ist er wie ein Kauter, das letzte aller Heilmittel. Und wenn er zur Verteidigung der Heimat wirklich unvermeidlich wird, kann er keinen Falls die Politik ersetzen, um die Faktoren, die seine Entstehung und Entwicklung begünstigen, zu identifizieren und zu beseitigen, noch kann man sich damit begnügen klein beizugeben, wie sie es tun, weil er doch wieder stärker und tödlicher nachwachsen wird. Aber sie haben nicht gedacht, dass er im Herzen des europäischen Kontinents zuschlagen wird, und speziell im Westen, weil ihre Kurzsichtigkeit sie glauben machte, dass sie von seinen Funken, die von einem Ort zum anderen fliegen und unsere ganze arabische, grundlegend destabilisierte Welt und die Länder des Nahen Ostens in Brand stecken, weit weg bleiben würden.

Das bedeutet nicht, dass sie die Lektionen daraus gezogen hätten, weil ihr Verhalten gegenüber diesem Phänomen immer noch genauso heuchlerisch ist. Es ist Terrorismus, wenn er sie trifft, aber Revolution, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, wenn er uns trifft. Ihre Autoren sind Terroristen bei ihnen zu Hause, aber Revolutionäre und moderate Gegner hier bei uns. Sie füllen die Welt mit ihrem Schrei, wenn sie durch einen Funken getroffen werden, aber lassen Grabesstille walten, wenn wir in seinem Feuer brennen.

Die jüngsten positiven Entwicklungen auf internationaler Ebene sind real, aufgrund einer anderen Lesung der Situation und der lügenhaften Behauptungen über Syrien. Im Westen sind diese Entwicklungen jedoch nicht zuverlässig, weil durch Angst hervorgerufen, seitdem der Terrorismus ihn getroffen hat, und wegen der Sorge, er könne sich vom Nahen Osten oder, genauer gesagt, von dem Hinterhof Europas weiter entwickeln.

Der Westen ist besorgt und verloren, weil unsere Brüder unter den Beduinen ihnen ein einfaches Rezept verschrieben haben: „ein bisschen Terrorismus, den wir kontrollieren, ein paar gestürzte Staaten, das Ganze mit ein paar Tropfen Chaos, den wir aushalten, dazu ein paar neue Gesichter, um die Anführer zu ersetzen und das Mahl ist serviert. Sie haben da eine herzliche Einladung um Heimatländer zu schlucken“; aber jetzt sind die Dinge in eine ganz andere Richtung gegangen.

Ich wiederhole, sie haben nicht die Lehre daraus gezogen, noch, dass sie im Auftrag von moralischen Werten reagiert hätten. Das ist warum ich sage, dass diese Entwicklungen nicht zuverlässig sind und solange sie doppelte Einschätzungen haben, werden wir sehen, dass diese Entwicklungen nur vorübergehender Natur sind. Sie können wahrscheinlich zu ihrer Kolonialpolitik jederzeit zurückkommen, wo sie ihre Wahlprobleme im Zusammenhang mit Terrorismus lösen werden.

Nun aber, wenn sie erklären würden, dass die Revolutionäre, die sie unterstützt haben, nur Terroristen seien und dass ihre angebliche syrische Opposition nur ein Haufen von kleinen Agenten sei, die nichts mit dem Streben nach Freiheit zu tun haben; oder umgekehrt, wenn sie den Gegnern ihres Landes erlauben würden, die Waffen zu ergreifen, zu töten und zu zerstören, indem sie sie weiterhin als die nationale Opposition bezeichneten, wenn sie akzeptieren würden, dass ihre Opposition für das Ausland arbeitet; wenn sie erlauben würden, dass ausländische Staaten ihr Regierungssystem und ihre Führer bestimmen; dann könnten wir glauben, dass ihre Standards fest und unparteiisch geworden sind. Dann werden wir glauben, dass sich Westeuropa oder der Westen geändert hat. Dann werden wir die alten Rezepte akzeptieren, die sie immer verwendet haben, um alle ihre Aggressionen und Einmischungen in Staatsangelegenheiten unter noblen Vorwänden zu rechtfertigen, wie die Menschenrechte, die Freiheit, und die Demokratie.

Der Gipfel der Heuchelei ist, dass sie behaupten, das Monster, das sie geschaffen haben, zu bekämpfen, aber es nicht mehr kontrollieren können, während ihr Ziel nur ist, es zu zähmen. Ihre militärischen, politischen und Medienkampagnen sollen nur Sand in die Augen streuen und führen nur dazu, Terrorismus zu entwickeln, statt ihn zu beseitigen. Es ist eine durch Fakten bestätigte Tatsache, und nicht das Ergebnis meiner Analyse. Der Raum des Terrorismus hat sich vergrößert, seine materiellen Ressourcen und Stärke sind angestiegen.

Können wir folglich eine ehrliche Zusammenarbeit für unseren Kampf gegen den Terrorismus erwarten? Es sind historische, kolonialistische Staaten. Ist es für Kolonialisten, deren Geschichte auf Seiten der Besetzung, Morde, Zerstörung, Völker verbrennenden und dominierenden Terrorismus geschrieben steht, die terroristische Organisationen, wie die Heuchler-Brüder, dann hinter der Al-Qaida und ihren Schwestern versteckt, hinter religiöser Abdeckung unterstützen, - ist es für Kolonialisten möglich, den Terrorismus zu bekämpfen? Es ist unmöglich, weil Kolonialismus synonym mit Terrorismus, Unmoral und Unmenschlichkeit ist.

Weil dieses Bild in unserem Geist klar war, haben wir seit den frühen Tagen der Krise nur uns selbst vertraut, und nichts Gutes erhofft, außer von echten Freunden des syrischen Volkes. Freunde mit Prinzipien und Moral, die Stabilität in ihrer Region wollen, in Syrien und auf der ganzen Welt, die das Völkerrecht und den Willen der Völker respektieren, und die darauf bestehen, dass internationale Beziehungen in dieser Welt gleichberechtigt und nicht zwischen Meistern und Sklaven entwickelt werden müssen.

Die Nationen der BRIC-Staaten, und andere Nationen, haben eine faire Haltung uns gegenüber eingenommen und dazu beigetragen, um der Welt die Wahrheit über die Lage in Syrien klar zu machen. Der Iran hat seine wirtschaftliche, militärische und politische Unterstützung angeboten und dazu beigetragen, die Widerstandsfähigkeit und Immunität unseres Volkes zu verbessern, von der Prämisse ausgehend, dass es nicht der Kampf eines Staates, einer Gruppe von Staaten, einer Regierung oder eines Präsidenten war, wie sie es darstellen wollten, sondern der Kampf einer ganzen Achse war, der eine gemeinsame Vorstellung von Unabhängigkeit, Würde und Interessen der Völker besitzt.

Russland hat genauso gehandelt. Mit China gründete es ein Sicherheitsventil, das verhindert hat, dass sich der Sicherheitsrat in ein Instrument der Bedrohungen für die Völker und in eine Abschussrampe von Angriffen auf die Staaten, vor allem gegen Syrien, verwandelt. Es hat viele konstruktive Initiativen zur Reduzierung des Weges zum Krieg unternommen und steuerte den Gang der Ereignisse in Richtung Dialog zwischen den Syrern.

Dem gegenüber war unser Ansatz und er bleibt es auch, weiterhin alle Initiativen, ohne Ausnahme zu berücksichtigen, auch diejenigen, die wir schon vorher mit Sicherheit erkannten, dass die zugrunde liegenden Absichten bösartig waren. Und zwar, weil wir immer die feste Überzeugung hatten, dass schon die geringste Chance, um das Blutvergießen zu beenden, ohne zu zögern genutzt werden müsse; das Blut der Syrer bedeutete mehr als sonstige Erwägungen und das Ende des Krieges war unsere erste Priorität. Und auch, weil wir den Weg der Skeptiker und Leichtgläubigen abschneiden wollten, die überzeugt waren, dass die Krise mit politischen Reformen verbunden wäre, einschließlich den Anhängern des ’wenn’, jene die dachten: "Wenn sie dies getan hätten, wären wir nicht hier in diesem Schlamassel... ».

Es ist daher seit den frühen Tagen der Krise, dass wir beschlossen haben, alle Initiativen zu berücksichtigen, um jenen zu beweisen, dass die Krise nicht mit der Politik, sondern eher mit der Unterstützung des Terrorismus verbunden war. Und deshalb gingen wir auch nach Genf und Moskau, zur Teilnahme an einem Dialog, der alle syrischen Komponenten zusammenzuführen und zu einem Konsens bringen sollte; der Konsens sollte das von allen angestrebte Ziel sein.

Sobald der Dialog begonnen hatte, haben die Syrer die logischen Fragen im Zusammenhang mit allen anderen gestellt:
• Was ist das Verhältnis zwischen Politik und Terrorismus?
• Was ist die Beziehung zwischen den Persönlichkeiten mit der Aufschrift "externe Opposition" und dem Terrorismus? Ich betone, dass "externe" nicht bedeutet, dass diese Opposition völlig im Ausland basiert sei, sondern, dass sie mit dem Ausland in Verbindung steht und von seiner politischen Unterstützung und materiellen Unterstützung zwischen Syrien und dem Ausland profitiert.
• Was ist die Beziehung zwischen der "externen Opposition" und den Terroristen auf dem Boden, weil die Terroristen von vornherein sich geweigert haben, sie anzuerkennen und mit ihr zu verhandeln?
• Warum diskutieren Sie mit Personen, die keinerlei Einfluss auf die Terroristen haben und die niemanden vertreten, von denen einige kaum oder gar nicht für sich selbst repräsentativ sind?

Kurz gesagt, eine Reihe von Fragen, die eine einzige ist: Wie kann dieser Dialog dazu führen, um den Terrorismus in Syrien zu stoppen? Das ist die Frage, die jeden syrischen Bürger verfolgt.

In Theorie gibt es gar keinen Zusammenhang zwischen Dialog, politischem Handeln und Terrorismus. Die Politik zielt auf Veränderung des politischen Systems ab, in Richtung Wohlstand, Urbanisierung und Stärkung der Immunität der Nation innerhalb und außerhalb des Landes, während der Terrorismus tötet, vernichtet und schwächt.

Aber in der Praxis ist diese Verbindung sehr stark, weil die "externe Opposition" stark mit den Terroristen unter der Ägide eines einzigen Meisters zusammenhängt. Er ist es, der finanziert, verwaltet, und alle Fäden zieht. Er ist es, der die Terroristen zur Verschärfung des Rhythmus ihrer Gewalt anhält und die "externe Opposition“ anfeuert, lauter zu schreien, um den politischen Druck zu erhöhen.

Beide Parteien sind die Glieder des gleichen Körpers, beide führen ihre Aufgaben aus, die vom gemeinsamen Gehirn diktiert werden; der Zweck des Meisters ist die Nutzung beider Wege, den der Terroristen und den "politische Weg", um die Syrer dazu zu bewegen, Syrien in einen versklavten Staat zu verwandeln, der sich vor ihrer Diktat-Politik beugt; andernfalls wird er weiterhin den Terrorismus fördern und die Zerstörung des Landes unterstützen.

Der Terrorismus ist also das eigentliche Werkzeug, während der politische Weg ein sekundäres Werkzeug für Sicherungsmaßnahmen ist. Das erste kommandiert das zweite. Mit anderen Worten: Wenn der politische Weg dem Meister ermöglicht, seine Ziele zu erreichen, ist es voller Nutzen; ansonsten muss der Terrorismus herhalten.

Was bedeutet das? Das bedeutet, dass, solange die Meister gleichzeitig den Terrorismus und einige der Teilnehmer am Dialog der genannten externen Opposition in ihren Händen halten, sie in der Lage sind, den politischen Weg zu vereiteln, den sie als "politische Lösung“ bezeichnen, und den wir lieber als "politischen Prozess" beschreiben. Mit anderen Worten bedeutet das, dass ihre politische Lösung auf hohle Phrasen und jeglichen Sinn entbehrende Worte aufgebaut ist.

Natürlich werden die ausländischen Medien jetzt meine Worte benutzen um zu sagen, dass der "syrische Präsident eine politischen Lösung verweigert und sich an eine militärische Lösung klammert ". Genauso hohle Worte, die uns vorerst nicht interessieren.

Trotz der Tatsache, dass wir wissen, dass unser Problem grundsätzlich mit dem Terrorismus zusammenhängt, bleiben wir für jeden politischen Dialog offen, wie schwach sein Einfluss auch wäre. Ich möchte noch hinzufügen, dass das Wort "politische Lösung" nicht präzis ist, weil die Lösung im Wesentlichen drei Achsen beinhaltet: die politische Achse, die Sicherheits- und die militärische Achse.

Daher sind wir für den "politischen Prozess" und wir unterstützen ihn, aber seine Unterstützung ist eine Sache, eine andere Sache aber ist, ihm zu erlauben uns zu täuschen. Und solange sie Terror anwenden werden, um ihn zu manipulieren, wird er wirkungslos bleiben.

Wenn man daher einen von Erpressung freien Dialog zwischen Syrern will, müssen wir unbedingt den Terrorismus schlagen und ihn verbannen. Wir alle wissen, dass der Meister der Terroristen und die so genannte externe Opposition es nicht tun werden; denn wenn sie ernsthaft den Terrorismus bekämpften, würde er die Fähigkeit verlieren, den Gang der Ereignisse zu kontrollieren.

Darüber hinaus, zu glauben, dass der Dialog allein unter Syrern stattfinden könnte, wenn der Meister den Terrorismus schlagen würde, ist reine Theorie, weil die externe Opposition mit dem Ausland verbunden ist und weil sie an diesem Dialog beteiligt ist.

Der Dialog, so wie er geführt wird, macht, dass wir mit drei Arten von Teilnehmern zu tun haben:
• der erste ist patriotisch,
• der zweite ist ein Agent des Westens,
• der dritte ist opportunistisch: eine Gruppe von Personen ohne jede politische Zugehörigkeit, die mit dem "politischen Weg" die Möglichkeit entdeckt hat, persönlichen Interessen zu dienen, selbst auf Kosten ihrer Heimat.

Diese letzten beiden Typen, Agenten des Westens und Opportunisten, sind daher imstande, jeglichen Konsens, den wir als syrischer Staat in unseren Dialogen mit Patrioten erreichen könnten, zunichte zu machen. Das ist, was mit Moskau 1 und 2 geschehen ist.

Manche sagen: „Der syrische Staat ergreift keine Initiativen“. Mit anderen Worten, wenn er sie ergriffen hätte, würden die Dinge besser gehen, weil sich dann alles geändert hätten: die Terroristen hätten sich bereut und der Westen würde Tränen für das syrische Volk vergießen; das Problem wäre, dass unsere syrischen Führer für Lösungen und Initiativen nicht erfinderisch genug seien. Es ist etwas naives in dieser Argumentation, aber es ist auf jeden Fall die Argumentation mancher ’externer’ Gegner, die zumindest die syrische Regierung für das Scheitern des Dialogs zur Verantwortung ziehen wollen, für den Fall, wenn der vom Kapitän vorgezeichnete "politische Weg" die angestrebten Ziele nicht erreichen wird.

Zu den Initiativen, die die syrische Regierung nicht genommen hätte, sage ich: jener der nicht alle die gesehen hat, die wir realisiert haben, wie unsere erste politische Initiative von 2013, welche eine Amnestie für beteiligte aber nicht verbrecherische Personen erlassen hat, von der mehr als 20.000 Menschen profitieren konnten; jener der nicht die Versöhnungen, die Anpassungen, die Änderungen der Gesetze und der Verfassung, usw. gesehen hat, wird auch morgen nicht sehen, was er gestern nicht gesehen hat. Auf der anderen Seite wird jener, der Augen hat, mehr oder weniger positive Effekte innerhalb unserer Grenzen konstatieren können.

Jenen, die sagen: "Starten wir Initiativen, auch wenn wir nicht gewinnen, werden wir nichts verlieren", antworte ich, dass es falsch ist, weil die staatlichen Initiativen nicht Zeitungsartikel sind, sondern Aktionen vor Ort. Solche Aktionen treiben vorwärts oder sind ein Rückschlag. Und wenn sie keinen Effekt haben, dann sind sie wertlos. Warum sollten wir so agieren, wo wir doch wissen, dass von einem praktischen Standpunkt aus gesehen, jede Initiative, die nicht zur Besserung beiträgt, die Lösung komplizierter gestaltet und nicht umgekehrt?

Es ist nicht ein Ereignis, an dem wir unbedingt teilnehmen sollten, wie eine Börsenoperation, wo wir verlieren könnten, wenn wir nicht die ersten sind, um unsere Chance zu ergreifen, oder wie eine Theaterbühne, auf welche Künstler - einige sind unter uns - von Zeit zu Zeit absolut klettern müssen, weil sie sonst die Gefahr laufen, von der Öffentlichkeit vergessen zu werden. Es handelt sich jedoch um eine echte Arbeit vor Ort. Es ist Politik.

Umso mehr, als jede Initiative gegen feindliche Kräfte und ihre Agenten keine positive Wirkung haben wird, aus dem einfachen Grund, weil die einzige Initiative, die sie akzeptieren würden, eine ist, die die ganze Heimat ihren Herren ausliefern würde, eine, die das syrische Volk zu Sklaven machen würde, die den Befehl der Mächtigen ausführen werden, so wie sie es tun. Das werden sie nie erreichen, auch nicht in ihren Träumen.

In Bezug auf die Zugeständnisse des syrischen Staates, dem ständig Radikalismus, Steifigkeit, Unnachgiebigkeit und Mangel an Realismus vorgeworfen wird, gibt es ein Rechts-Prinzip - einige Jus-Experten sind auch hier präsent – ein so einfaches und so offensichtliches, dass man solche Spezialisten aber nicht braucht. Es besagt, dass niemand das Recht hat, etwas herzugeben, das er nicht besitzt, außer wenn er über eine Vollmacht des Eigentümers verfügt. Nun hat der syrische Staat keine Vollmacht von dem syrischen Volk erhalten, die ihn autorisieren könnte, seine nationalen Rechte aufzugeben.

Das syrische Volk ist der alleinige Besitzer in diesem Fall. Wenn es einen solchen Verzicht gewollt hätte, hätte es nicht vier Jahre widerstanden und würde nicht weiter den vollen Preis dafür zahlen.

Um alles Vorige zusammenfassen: Jeder politische Vorschlag, der nicht in erster Linie auf der Grundlage der Beseitigung des Terrorismus beruht, macht absolut keinen Sinn und hat keine Chance, das Licht des Tages zu sehen.

Deshalb haben wir, solange die politische Situation sich nicht dank einer seriösen Arbeit ändert, keine andere Wahl, als weiterhin unseren Kampf gegen den Terrorismus fortzuführen. Es gibt keine andere Wahl. Wie schon gesagt, wir sind für den politischen Prozess, aber die Realität vor uns ist, dass die einzige Lösung der Kampf ist. Denn es gibt keine Politik, Wirtschaft, Kultur, Sicherheit oder moralische Werte dort, wo Terrorismus herrscht.

Wenn diese Wahrheiten gut verstanden sind, bleibt die Situation auf dem Boden im Mittelpunkt der ständigen Sorgen aller Bürger und es ist jetzt meine Pflicht auf zahlreiche Fragen, die vor kurzem in diesem Zusammenhang gestellt wurden, zu antworten:
• Wir haben den Krieg nicht gewollt. Erst als er uns auferlegt wurde, haben sich unsere Streitkräfte den Terroristen überall entgegengestellt. Seither gehen die Kämpfe über Höhen und Tiefen; Was in der Regel in allen Schlachten der Fall ist.
• Der Krieg, mit dem wir heute konfrontiert sind ist so, dass die Streitkräfte nicht in jedem Teil des syrischen Territoriums bereitgestellt werden können. Das erlaubt den Terroristen, in Zonen einzudringen, die sie destabilisieren, bis die syrische Armee sie befreien; dieses Hin und Her passiert seit Beginn der Ereignisse ständig.
• Vor kurzem, infolge des starken Widerstandes von Syrien, dem Volke und der Armee, haben die "terroristischen Staaten" ein höheres Unterstützungs-Niveau der Terroristen eingeschaltet, in Logistik, und auf militärischer- und finanzieller-Ebene, mit einem Zuschlag an Waffen und Personal. Manchmal haben sie direkt eingegriffen, um sie zu unterstützen, wie es in Idlib mit den Türken geschehen ist; was dazu führte, dass einige Gegenden, die vom Staat kontrolliert wurden, jetzt unter der Kontrolle der Terroristen steht.
• Das alles hat eine Art Frustration bei den syrischen Bürger geschaffen, zumal auch die feindliche Propaganda es als einen Zusammenbruch des syrischen Staates verkauft hat: „der syrische Staat bröckelt ab! Die syrische Armee bricht zusammen! Der Krieg schreibt seine letzten Kapitel zugunsten der Terroristen!».
• Zur gleichen Zeit, während die syrische arabische Armee Schlachten in anderen Regionen gewonnen hat, sagte die feindliche Propaganda: "Nein, diejenigen, die die Kämpfe gewannen, sind die Armeen aus dem Ausland, um der syrischen arabischen, durch Müdigkeit und Frustration geschwächten Armee zu helfen". Und natürlich sagten sie das, weil die Medien von dem Iran sprechen wollten.
• Um darüber klar zu sein: unter dem Gesichtspunkt der Kämpfe auf dem Boden hat der brüderliche Iran seine militärische Expertise angeboten, und sonst nichts. Was unsere treuen Brüder des libanesischen Widerstandes betrifft, kämpften sie mit uns und offerierten uns ein Maximum ihrer Möglichkeiten, selbst das Blut ihrer Märtyrer mischte sich mit dem unseren. Ihre Rolle war wichtig, da ihr Beitrag hoher Effizienz in mehr als einer Stelle zu Heldentaten geführt hat. Ihre Erfahrung und ihre notorisch anerkannten Fähigkeiten sind sehr nützlich in der Art des Krieges, den wir führen, und wir sind dankbar für ihren Mut, ihre Stärke und ihre Solidarität.
• Davon abgesehen wissen wir alle, dass keine Hilfskraft die Hauptstreitmacht ersetzen kann, und dass keine freundliche Streitkraft kommen kann, um unsere Heimat an unserer Stelle zu verteidigen.
• Was die Frustration nach dem Abzug unserer Streitkräfte in einigen Gegenden betrifft, hat sie dem Vertrauen an den Fähigkeiten unseres Heeres nichts entzogen, Zeuge dafür ist die Zunahme der Zahl von engagierten Freiwilligen zwischen April und Mai, eine der schwierigsten Zeiten.

Über die Prioritäten, schlage ich vor, mehr im Detail in den folgenden Fragen zu beantworten:
• Sind wir dabei, bestimmte Regionen fallen zu lassen?
• Warum verlieren wir andere Regionen?
• Wieso kommt die Armee nicht in Regionen, wo sie erwartet wird?

Verfassungsrechtlich und grundsätzlich ist jeder Zoll Syriens teuer und kostbar und es steht außer Frage, die geringste Kontrolle davon aufzugeben, an wen auch immer. Ebenso gibt es keine Unterscheidung zwischen den Regionen, unabhängig von ihrer geographischen Lage und ihrer Demographie. Aber der Krieg hat seine Bedingungen, seine Strategien und seine Prioritäten; die je nach den Umständen variieren können.

Die Entscheidungen des Oberkommandos werden durch die Realitäten auf dem Boden und die Prioritäten diktiert, Prioritäten, welche durch die Art des Krieges bestimmt werden, den wir mitmachen. Einen Krieg auf Dutzenden Fronten, in allen Richtungen und allen Regionen, ohne Ausnahme, gegen einen von mächtigen und reichen Staaten unterstützten Feind, die ihm unbegrenzt Waffen, Geld und Kämpfer geben. Unter diesen Umständen ist es unrealistisch zu glauben, dass wir allen Schlachten gewinnen könnten; das war offensichtlich von Anfang an, abgesehen von der jüngsten Eskalation. Woher zwei wichtige Prioritäten unter anderen erscheinen.
• Die erste Priorität ist die Erhaltung der ’wichtigen’ Gebiete, weil ihr Verlust den Zusammenbruch anderer verursachen würde, je nach den politischen, wirtschaftlichen Kriterien und den öffentlichen Diensten, wobei das Gleichgewicht zwischen militärischer Bedeutung und ziviler Bedeutung berücksichtigt werden muss. Nur wenn das Kraftverhältnis die Terroristen begünstigt, wird die militärische Bedeutung vorherrschen. Es kann eine Stadt sein, eine Ebene, ein Berg oder ein Hügel, dessen Verlust nicht so viel Echo in der Presse oder bei den Bürgern auslösen wird, während wir überzeugt sind uns dort halten zu müssen, egal wie hoch die Kosten auch seien, um den Rest zu halten. Manchmal müssen wir unsere Truppen in diese wichtigen Bereiche führen oder sie sogar dort konzentrieren, indem wir uns aus anderen Teilen zurückziehen.
• Die zweite Priorität ist das Leben der Soldaten, unserer heldenhaften Kämpfer, deren Rückkehr von ihren Eltern, ihren Frauen, ihren Kinder, ihren Brüder und Schwestern erwartet wird. Sie können wohl mit Todesverachtung in die Schlacht ziehen, wir aber bestehen darauf, dass sie überleben, ihre Missionen erfüllen und sicher und gesund zu ihren Familien zurückkehren.

Jeder Ort von unserem syrischen Land ist sicherlich unseren Herzen lieb, aber das Leben der Bürger und Soldaten ist noch teurer; weil der Boden wiedergewonnen werden kann, was aber für ein verlorenes Leben nicht der Fall ist.

Wie wir immer gesagt haben, ziehen wir in die Schlacht, um zu siegen und nicht für das Martyrium. Wir wollen den Sieg, und es ist das Schicksal, das über das Märtyrertum entscheidet und nicht wir.

Was die Gegebenheiten vor Ort betrifft, hat der syrische Soldat seinen Mut, seine Kompetenz, seine Fähigkeiten und seine große Stärke bewiesen; es sind Qualitäten, die von der ganzen Welt, von Freunden und Feinden anerkannt werden. Das ist unbestreitbar. Aber die natürlichen Unterschiede zwischen den Menschen führen manchmal zu Unterschieden in den erzielten Ergebnissen in den kämpfenden Einheiten. Irrtümer auf der Ebene der Militäraktion passieren manchmal. Der kleinste Fehler kann zu einer Reihe von sehr teuren Fehlern führen. Das liegt in der Natur der Sache, was aber die Militäraktion nicht daran gehindert hat, radikal wirksame Ergebnisse zu erzielen.

Neben dieser Ungleichheit existiert auch der geografische Unterschied der Kampfzonen; die Verteidigung einer Stadt, eines Vorortes, einer Ebene oder eines Hügels, schafft verschiedene Situationen, zu der sich ein bestimmender Faktor, die menschliche Umwelt, hinzufügt.

Im Allgemeinen ist diese Umgebung für den Staat günstig, selbst in manchen von Terroristen kontrollierten Regionen. Die Art, unsere Streitkräfte in Krisengebieten zu unterstützen, ändert sich von einer Region zur anderen. Manche geben moralische Unterstützung, und das ist schon wesentlich. Andere unterstützen finanziell, organisieren die Kantine, liefern Nachrichten; jede auf ihre eigene Weise und gemäß ihren Mitteln. Und andere gehen noch weiter, ergreifen die Waffen und beteiligen sich an den Kämpfen auf Seiten der Armee und der Streitkräfte. Diese letzte Art von Unterstützung war sehr wichtig, um den Kampf schneller und mit minimalen Verlusten zu beenden.

Einige werden sagen, dass dies zur Aufgabe der Armee gehöre. Das ist wahr. Aber es verbietet nicht, dass jeder seine Heimat, seine Nachbarschaft, sein Dorf oder seine Stadt verteidigt. Es ist nicht gerechtfertigt, dass die Armee in bestimmte Regionen eindringt, um zu entdecken, dass die jungen Leute sie verlassen und aufgegeben haben. Das ist nicht akzeptabel.

Das bringt uns auf die dritte Frage: "wo ist die Armee? ’’ Eine Frage, die manchmal in Form einer Kritik, manchmal in Form einer Bitte gestellt wird. Es ist eine sensible Frage, auf welche ich, wie üblich, klar antworten werde, obwohl auch hier die feindlichen Medien sie für ihre Schlagzeilen nutzen werden. Aber wir haben keine Schwierigkeiten, um unter uns, unter Syrern, darüber zu diskutieren.

In Friedenszeiten sind die Armeebestände auf ein ausreichendes Niveau beschränkt, um einen Überraschungsangriff abzuwehren. In Kriegszeiten muss der Staat die Truppenstärke, vor allem durch den Rückruf von Reservisten und die Rekrutierung von Freiwilligen ergänzen, zusätzlich zu all den, dem General-Befehl der Armee und der Streitkräfte zur Verfügung gestellten zivilen Mitteln des Staates; dazu kommt noch, laut dem Gesetz der allgemeinen Mobilmachung, was von der Privatwirtschaft für den Kampf nützlich sein kann.

Was bedeutet das? Das bedeutet, dass der Krieg nicht nur Sache der Streitkräfte ist, es ist ein Krieg für die Heimat und es ist ein Krieg der gesamten Gesellschaft. Mit diesem Verständnis werden wir mehr bereit sein, den kompliziertesten und umfangreichsten Kämpfen an allen Fronten die Stirne zu bieten.

Wir alle wissen, dass der "menschliche Faktor" entscheidend ist und die Prognose für eine allgemeine 100 % ige Mobilmachung nur auf dem Papier möglich ist, weil es in Friedenszeiten und mehr noch in Kriegszeiten, eine nicht unerhebliche Anzahl von Desertionen gibt, die weitgehend durch Angst motiviert sind. Aber der Prozentsatz der vor Ort tatsächlich mobilisierten Kräfte beeinflusst die Programmierung und den Ablauf der Kämpfe. Je mehr er fällt, desto schwieriger wird es, gleichzeitige und auf mehreren Fronten in die Tiefe gehende Operationen durchzuführen. Wodurch mehr oder weniger große Verluste unter der Zivilbevölkerung entstehen.

Dieses Kriegsbild, das ich Ihnen gerade beschrieben habe, bringt uns auf eine andere einfache und direkte Frage: "Gegenüber all diesen reichen und mächtigen Staaten und den Terroristen, die sie grenzenlos unterstützen, sind unsere Streitkräfte in der Lage, ihre Aufgaben beispielhaft zu erledigen und die Heimat zu schützen?".

Eine Frage, auf die ich ohne Übertreibung und auf theoretischer, praktischer, und realistischer Grundlage antworte: "Ja, sicher, sie können es!

Ja, sie können es und noch dazu leicht! Aber es gibt Gesetze, die das Universum regieren, wie z. B. diejenigen, die machen, dass "Nichts aus dem nichts kommt und nichts zurückgeht" oder dass "Sich nichts ohne Energie in Bewegung setzt“. So ist die Energie einer Armee jene der Menschen. Das bedeutet, dass wenn wir wollen, dass unsere Armee das Beste bietet was sie hat, müssen wir ihr das Maximum, das wir besitzen, geben.

Nun wurde ihr alles Notwendige zur Verfügung gestellt, aber es fehlt an menschlicher Energie, aus all den Gründen, die ich gerade erwähnt habe. Das bedeutet aber nicht, dass ich ein geschwärztes Bild der Situation gebe; das natürlich sofort von feindlichen Medien ausgenützt wird, die sagen werden: "der syrische Präsident sagt, dass die Syrer sich nicht mehr einsetzen, was den Zusammenbruch der Armee und des Staates bestätigt.“ Nein, die Syrer setzen sich ein, und wie ich es bereits sagte, hat die Rekrutierung in letzter Zeit erheblich zugenommen.

Was ich sage, ist, dass dieser Mangel an menschlicher Energie unter den Umständen, die wir kennen, es ist, dass der „Faktor Zeit" in Betracht gezogen werden muss. Obwohl er nicht für den Ausgang des Krieges entscheidend ist, wird er für das Leiden der Bürger einer Stadt wie Aleppo wichtig werden, welche sie in die Knie zu zwingen versuchen...

Welche sie durch direkte Angriffe mit kriminellen Raketen, Durst und Hunger in die Knie zu zwingen versuchen. Er ist wichtig in Deir el-Zor, das sie belagern, damit es unter dem Druck der Hungersnot kapituliert. Wichtig bei Nebel und Al-Zahra und in anderen Städten und Regionen, in denen die hohe Dichte der Bevölkerung den Staat und die Armee zwingt, noch schneller zu arbeiten.

Ja, die Syrer engagieren sich und die Streitkräfte führen Glanzleistungen aus, die alle theoretischen Normen angesichts der Umstände weitgehend überschreiten, weil sie den Willen dazu haben. Wir möchten sie allen Regionen zur Verfügung stellen, wo es einen Mangel an Kämpfern gibt, ein Mangel, der uns manchmal dazu zwingt, Einheiten an andere Stellen zu versetzen.

Trotzdem ist die Armee in Aleppo präsent und auch in Deir el-Zor, wo sie einen außerordentlichen Widerstand demonstriert, aber angesichts des "Zeitfaktors", auf dem ich bestehe, müssen wir dafür sorgen, dass sich die Mobilisierung verbessert. Deshalb das Dekret über die Amnestie von gestern...

Man braucht mir nicht zu applaudieren, und ich werde erklären, warum. Dieses Dekret, das eine Generalamnestie für Deserteure gewährt, basiert nicht auf meiner eigenen Initiative, oder der des Staates. Es waren ein paar hundert von ihnen, die sich per Mail an das Oberkommando gerichtet haben, um wissen zu lassen, dass sie in die Armee eintreten wollten, aber Strafmaßnahmen fürchteten. Ich denke, dass sie nicht die einzigen sind, die sich engagieren wollen und Tausende werden ihnen folgen.

Das ist eine Initiative, die bestätigt, dass die Syrer ihre Armee unterstützen. Es überbleibt der Gesellschaft, den Familien und den Gouverneuren, ihnen ihre Situation zu erklären. Daher wiederhole ich, dass es keinen Rückgang bei der Rekrutierung gibt, und wir bis zum Sieg widerstehen werden.

Wir bekräftigen, meine Damen und Herren, dass die Heimat nicht jenen gehört, die sie bewohnen, die ihren Reisepass oder ihre Nationalität besitzen, sondern das Vaterland gehört jenen, die es verteidigen.

Das Volk, das seine Heimat nicht verteidigt, hat keine Heimat und verdient sie auch nicht.

Daher beziehen sich die Probleme, denen wir gegenüberstehen, und die ich gerade besprochen und erklärt habe, nicht auf die Planung; mit anderen Worten, der Krieg, dem wir gegenüberstehen, würde sogar Nicht-Soldaten beibringen, wie als zuständige Kommandeure zu handeln sei. Also haben wir kein Planungs-Problem.

Wir haben auch kein Problem mit Müdigkeit. In einem meiner früheren Interviews sagte ich in der Tat, dass es normal war, dass die Armee Müdigkeit spürte. Natürlich haben die feindlichen Medien diesen Satz aufgegriffen, um daraus ein Problem zu machen: "der Präsident sagte, dass die Armee müde sei“. Nun schafft jeder Wettbewerb, ein physische oder geistige Müdigkeit und kann möglicherweise sogar erschöpfen. Der Mensch siegt und erreicht durch seine Anstrengung und nicht in aller Muße, und es ist normal, dass der Staat, die Armee und unsere ganze Gesellschaft unter diesen Umständen Müdigkeit empfinden. Aber die Müdigkeit ist eine Sache, die Niederlage eine andere. Niederlage und Defätismus stehen nicht in dem Wörterbuch der syrischen arabischen Armee.

Wenn ich die Lage vor Ort so genau erläutert habe, obwohl alle die Natur dieses Krieges und der Schlachten, die wir führen müssen, verstanden haben, so ist es, weil je mehr wir in der Lage sind zu vermeiden, uns durch Propaganda irreführen zu lassen, desto mehr können wir unseren Streitkräften geben, was sie von uns erwarten.

Es ist die Propaganda und der psychologische Krieg, der zum militärischen Krieg hinzukommt, die unsere Feinde verbreiten und die Idee eines in mehrere geographische Einheiten geteilten Syriens, geteilt in Anhänger und Gegner, in Religionen und ethnische Gruppen, die sie in unsere Köpfen einhämmern. Eine Idee, die sie als "Bürger- und sektiererischen Krieg" abstempeln und ständig in ihren öffentlichen Reden, in jeder Erklärung ihrer Presseartikel über Syrien wiederholen. Das Ziel ist, in uns das Gefühl zu erwecken, dass wir dieser Realität die die unsrige wäre, nicht entkommen könnten, dass es keine Hoffnung mehr gäbe, dass Syrien wieder wird, was es war, und uns nur mehr übrigbleibt, ihrem Diktat zu gehorchen.

Trotz der Komplexität der Situation ist die Realität in der Tat anders, weil die Spaltung nur passieren wird, wenn das Volk sie akzeptiert oder wünscht und seine verschiedenen Komponenten nicht mehr zusammen leben möchten. Ist das der Fall?

Fliehen Syrer nicht aus von Terroristen kontrollierten Gebieten, unabhängig von ihrem Glauben und ihrer ethnischen Herkunft? Kommen diese Bürger nicht in unter staatlicher Kontrolle befindliche Regionen, um so harmonisch wie zuvor zu leben? Manche würden sagen, dass ich übertreibe und wir ein konfessionell geteiltes Land sein sollen. Das ist nicht wahr, weil viele von denen, die die Gefährlichkeit des Vokabulars und das Glaubens-Gefühl nicht kapierten, sie doch ablehnen, weil sie die Instrumentalisierung verstanden haben, um uns zu spalten. Hinzu kommt, dass wir nicht gehört haben, dass die Syrer in der Gegenrichtung unterwegs wären und sie in Harmonie in den von Terroristen kontrollierten Gebieten lebten. Jeder kennt diese Wahrheiten, auch in Syrien gibt es nur zwei Lager: die Syrer auf der einen Seite, auf der anderen die Terroristen.

Es reicht. Wir haben genug von diesen sektiererischen Reden, die glauben machen, dass wir bereit wären, das Auseinanderbrechen des Vaterlandes zu akzeptieren und uns in Stücke zu teilen. Wer die Situation in Syrien beurteilen will muss aufhören, sich auf geographische und Militärische Landkarten mit Kurzsichtigkeit und Oberflächlichkeit zu berufen. Dann wird er verstehen, dass es nur ein Syrien gibt...

Dann wird er verstehen, dass der Teil jedes Syriens, das ganze Syrien ist. Das vereinte Syrien, reich an seinen Farben und stolz auf alle seine Komponenten. Das ist die Realität des Volkes, von dem ich spreche, alles andere ist nur Gerede und Literatur. Es ist einer der Gründe, die die Kontinuität des Staates erklären.

Ihre Propaganda ist nur Illusion. Es kann keinen Zusammenbruch der Gesellschaft geben, wenn der Staat aufrecht bleibt, weil der Staat das Spiegelbild des Volkes ist, und nicht umgekehrt. Wir Syrer, wir müssen weiterhin unsere patriotische Terminologie benutzen, weit entfernt von ihren virtuellen Entitäten und ihre partiellen Identitäten, die die Heimat in konfessionelle Einrichtungen und Unternehmen verwandeln wollen, die krank sind voller Konfessionalität und Ethnizismus. Wir müssen vermeiden, ihren Wortschatz zu wiederholen, besonders auf unseren Medien, welche manchmal denken, es gut zu machen, um rational und realistisch zu erscheinen. Sie vergessen, dass die Worte unsere Realität konstruieren, dass in dieser Welt alles mit der Sprache beginnt, und wenn wir in unserer Kultur fremde Worte annehmen, dann werden wir bald Spaltungen unter uns konstatieren.

Meine Damen und Herren,

Es ist unbestreitbar, dass die Situation, die ich gerade beschrieben habe, negative Auswirkungen auf unsere Wirtschaft hatte und zusätzlich zum Gefühl der Unsicherheit sind die Notwendigkeiten des täglichen Lebens eine Quelle für Angst für alle syrischen Familien geworden, vor allem für einkommensschwache Familien. Unsere Wirtschaft, sowie die Ressourcen für ihre Erhollung sind zurückgegangen. Folgen der terroristischen Aktionen, die zur Zerstörung eines wichtigen Teils unserer Infrastruktur, zu Schnitten von Verkehrswegen am Land, von Wasser und Strom, und zu Mangel an Brennstoffen führten; was zum Bruch der Arterien des Lebens in manchen Bereichen führte. Zu all dem durch das Ausland gegen uns geführte Krieg, muss die Blockade und der Angriff auf unsere Währung hinzugefügt werden, um uns weich zu machen.

Trotz dieser harten Bedingungen arbeiten die staatlichen Institutionen weiter, auch wenn es nur eine minimale Arbeit in bestimmten Sektoren ist. Wir sind im Krieg, und in Kriegszeiten bleibt das Leben stehen. Trotz allem, nach vier Jahren und mehr, und trotz der Schaden auf dem Gebiet der Grundversorgung - in diesem Fall, glaube ich, können heute viele Bürger diese Rede aus Mangel an Elektrizität nicht hören; aber wenn wir unser Bestes tun, ist es nicht selten, dass wir sie wieder so bald wie möglich herstellen - es gibt unbekannte Soldaten, die sie hier reparieren, die Tag und Nacht arbeiten, manchmal unter Bedingungen, die sich jenen der Soldaten an verschiedenen Fronten annähern, um uns das Notwendige fürs Leben zu geben: Wasser, Nahrung, Kleidung, Obdach, Medizin, Bildung, etc..

Aber das bedeutet nicht, dass einige unserer Institutionen nicht in der Lage sind, sich in eine bessere Position zu hieven, noch dass wir sehr weit davon entfernt seien, uns zu erholen. Ganz im Gegenteil. Wir wollen und wir können es, mit einer guten Organisation und Kreativität, um zum Besseren zu gehen, selbst auch nur schrittweise.

In meiner Antrittsrede sagte ich, dass für uns der zukunftsträchtige Bereich der Bau sei. Wenige Monate später, letzten Herbst, wurde das Gesetz 66 veröffentlicht, um ihm die Türen groß zu öffnen. In der Tat, bezüglich des ersten Teils von Kafarsouseh in Damaskus, sind die Organigramme und die Verteilung des Landes zwischen den Eigentümern abgeschlossen, und der Bau der Infrastruktur hat begonnen; die Studien für die Daraya Zone sind im Gange; in Homs sind die Organigramme von Baba Amr, Al-Sultaniyah und Jobar abgeschlossen. Man kann daher sagen, dass dieses zweite Projekt gestartet ist, auch wenn wir nur in den frühen Stadien stehen.

Der Bausektor ist sicherlich wichtig, aber er ist nicht der einzige trotz der Krise und der ungünstigen Investitionsbedingungen. Einige Beispiele: die Zahl der Fabriken ist gestiegen in gesicherten Bereichen von Damaskus und Homs und ich betone die Worte "sichere Regionen", da die Fabriken in den von Terroristen kontrollierten Gebieten zerstört oder geplündert wurden. Die vor der Krise im Bau befindlichen Fabriken wurden wieder begonnen, und sind nun abgeschlossen. Wichtiger noch, einige fingen an, nach dem Beginn der Krise zu investieren; es zeigt ihr Vertrauen in das Land, ihren Patriotismus und vielleicht eine Herausforderung für den Terrorismus.

Was die durch den Krieg schwer beschädigten Industriesektoren betrifft, wie Geflügel, Lebensmittel, Kleidung und der Apotheke-Sektor, wurden Bestimmungen getroffen, um sie wiederherzurichten. Im vergangenen Monat verabschiedete die Regierung die Einrichtung von Fachgremien zur Unterstützung der lokalen Produktion von kleinen und mittleren Unternehmen im Rahmen der operativen Darlehen. Ein gelungenes Experiment war der Mikrokredit, initiiert von der Privatwirtschaft mit Unterstützung und Beteiligung des Staates. In weniger als zwei Jahren half er Zehntausende Arbeitsplätze zu schaffen. Diese Erfahrung wurde auf lokale Verwaltungen erweitert, in mehr als einer Provinz, um den Verwundeten mit dauerhafter Behinderung Hilfe zu leisten. Sie sollte später noch mehr erweitert werden, um Menschen mit Behinderungen in geringerem Maße und Märtyrer Familien mit einzubeziehen.

Das sind einige Beispiele, die den Willen der Syrer beweisen und die bestätigen, dass der Weg vor uns offen ist, um unsere wirtschaftliche Situation und unsere Lebensbedingungen zu verbessern.

Zusammenfassend lässt sich sagen: nun, da ich die Situation vor Ort erklärt habe, wird der Bürger fragen: "Was ist an dieser Rede zu verstehen? ’’ Gibt es Hoffnung oder nicht? ». Ich antworte:
• In der Wirtschaft stehen alle Tore offen. Das Jahr 2012 war das Schlimmste, nicht infolge der Krise, sondern weil viele Syrer glaubten, dass sie ihre Pläne verschieben müssten, bis die Bedingungen günstiger würden. Nur als sie entdeckten, dass es lange dauern würde, haben sie beschlossen, sich den Umständen anzupassen, und die Produktion hat wieder angefangen. In diesem Jahr waren die Exporte relativ gut; gut im Verhältnis zu den Umständen, nicht in Bezug auf die Jahre vor der Krise. Aber wenn wir anfangen zu produzieren und die Exportsektoren wieder arbeiten, bedeutet es, dass wir es können und es an uns liegt, Möglichkeiten und Modalitäten zur Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor zu finden. Wir können also hoffen und optimistisch sein. Die Probleme des primären Sektors, wie z. B. Strom und Kraftstoffe, müssen noch geregelt werden, auch wenn sie zeitweise repariert werden konnten.
• Auf militärischer Ebene habe ich deutlich gemacht, dass er eine Hoffnung zulässt, mittels einiger Initiativen seitens der Gesellschaft, um das Militär zu stärken.
• Auf der politischen Seite habe ich wirklich kein einziges Element, das mir erlauben würde zu sagen, dass es eine Hoffnung gibt und Sie also damit zu betrügen. Unter uns Syrern darf man nur die Wahrheit sagen, auch wenn man gegenüber Diplomaten und Medien möglicherweise eine andere Sprache benützen kann. Wir sind nicht der einzige Faktor der auf die Politik einwirkt, auch nicht unsere Russischen, Iranischen, Chinesischen Freunde und unsere anderen Freunde in den BRIC-Ländern. Es gibt andere Länder... Bis zu diesem Zeitpunkt kann ich nichts zu diesem Thema vorbringen. Auf jeden Fall kreisen alle Themen um die militärische Achse, die auf die innenpolitische Lage auswirken und die externen Gleichgewichte ändern wird.

Meine Schwestern und meine Brüder,

Wir sind in einer entscheidenden Phase, die keine mittlere Lösung zulässt und wo das Zögern mit Defätismus, Feigheit und Verrat gleichbedeutend ist. Wir werden unsere Rechte nicht aufgeben, noch einen Zoll unseres Landes verschachern. Wir werden keine Sklaven sein, sondern unabhängige Meister, Herren in unserem Land, von unseren Ressourcen und unseren Rechten.

Die Welt verändert sich allmählich. Die Staaten, die auf ihrem Recht beharren, können nur siegen. Das beste Beispiel dafür ist die von dem Iran, unserem Bruder, erreichte Einigung, nach so viel Geduld und Mühe, aber mit Entschlossenheit und Willen. Das ist der Weg von freien Staaten, welche Sklaverei und Unterwerfung zurückweisen, die ihrem Volk Priorität einräumen und die fortschreiten.

An dieser Stelle werde ich über diese Vereinbarung sprechen, ohne dabei die von der ganzen Welt gemachten Analysen, vor und nach ihrer Unterzeichnung, zu besprechen. Was mich interessiert, ist der Weg, und wie der Iran zu diesem Sieg gekommen ist, ob wir ihn mögen oder nicht, ob wir ihn bewundern oder nicht, ob wir mit ihm einverstanden sind oder nicht.

Das Bruderland hat einen großen Sieg davongetragen, obwohl es während mehr als fünfunddreißig Jahre belagert wurde und einem acht jahrlangen Krieg ausgesetzt war, in dem alle Arten von Waffen, einschließlich chemischer Waffen, mit Zustimmung des Westens verwendet wurden, und während dessen der Großteil seiner Infrastruktur zerstört wurde. Trotzdem gelang es ihm, wissenschaftliche Fortschritte zu erzielen, die es an die erste Stelle der muslimischen Welt und unter die ersten zwanzig Nationen der Welt befördert haben.

Der Iran hat viele kritische Zeiten durchgemacht, die wir beiseitelassen, um nur über die Präsidentschaftswahlen von 2009 zu sprechen. Dieser erste Test des sogenannten, auf den Iran angewendeten "arabischen Frühlings". Ein Muster, das nicht für die arabischen Staaten vorgesehen wurde, weil durch den Angriff auf den Iran alles geregelt worden wäre. Sie begannen mit der gleichen Sprache, den gleichen Methoden, sie starteten persisch-sprachige Satelliten-Kanäle, sie nutzten soziale Netzwerke, die die gleichen Lügen verbreiteten. Das ging bis zu einem Grad, dass ein europäischer Beamter bei einem Besuch in Syrien am Ende dieser Zeit mir sagte: "Sie sollten lieber von dem Iran wegbleiben, weil es nur mehr eine Frage von ein paar Monaten ist“. Mit anderen Worten, was sie über Syrien sagten, hatten sie bereits beim Iran gesagt. Ich antwortete ihm: "Vielleicht werden Sie in diese Region zurückkommen, um zu entdecken, dass Sie Unrecht hatten“. Ich erinnere mich nicht mehr an seinen Namen, er war einer dieser einfältigen Beamten, aber ich erinnere mich noch an sein Verhalten während seines Besuches hier.

Wenn der Iran alle diese Verschwörungen überstanden hat und diesen Sieg, unter anderen, errungen hat, ist es, weil er vereint blieb. Es ist die Einheit des iranischen Volkes, die dieses Abkommen ermöglicht hat und dem Iran das Recht auf Atomkraft gegeben hat. Zu diesem Thema haben sich einige iranische Dissidenten, die zur Zeit des Schah aus dem Iran geflohen waren, auf die Seite ihrer Heimat gestellt, weil sie verstanden, dass es eine nationale Angelegenheit war; sogar manche Oppositionsmedien haben heute Partei für den iranischen Staat ergriffen. Sie haben die politischen Auseinandersetzungen von den nationalen Angelegenheiten getrennt.

Das ist wirklich eine Nachricht für unsere lieben äußeren, mit dem Ausland verbundenen Gegner, die sofort nach dem Scheitern ihres Projektes der Angriffe auf Syrien im Jahr 2013, begonnen haben, zu jammern. Seither haben sie nicht aufgehört arrogant zu werden, bis zu einem dramatischen Höhepunkt in letzter Zeit: Tränen, Schreie, Vorwürfe, Beschuldigungen, gegen ihre Meister im Westen, die ihnen nicht gegeben hätten, was sie brauchten, um das syrische Volk zu befreien. Zur Zeit der Turbulenz im Iran, haben wir nie von iranischen Dissidenten gehört, die zum Angriff ihres eigenen Landes aufgerufen hätten, um das iranische Volk zu befreien.

Die ans Ausland gebundene syrische Opposition macht ähnliche Schreie, weil ihre Meister ihr nichts gaben, obwohl sie ihnen alles gegeben hat, und noch mehr als sie verlangt hatten. Wenn sie ihnen nicht alles gegeben haben, ist es vielleicht, weil es Regeln gibt? Sie sind Vasallen und der Vasall ist ein Sklave, dem man nicht gibt, den der Meister nur ausbeutet. Sie verachten sie. Die europäischen Beamten haben es uns sogar gesagt...

Sie verachten sie sogar mehr, als das syrische Volk sie verachtet. Warum? Weil wir in Syrien von ihrem Klientelismus wissen...

Aber ihre Meister wissen alles über sie. Daher verwenden sie sie wie ein Stück Papier, bevor sie es in den Papierkorb werfen. Das syrische Volk hat sie schon seit langer Zeit in den Mülleimer der Geschichte geworfen.

Wir zahlen den höchsten Preis, weil der Plan riesig ist und es ein Kampf um die Existenz ist. Wir werden sein, oder wir werden nicht sein. Es stimmt, dass der äußere Eingriff der wesentliche Faktor war, der das Feuer entfacht hat. Aber heute sind sich die meisten von uns bewusst, dass der interne Faktor der wichtigste ist um es zu löschen.

Wissen was tatsächlich geschieht, ist notwendig, aber wir werden nicht imstande sein, Syrien vor dem, was gegen das Land angezettelt wird, zu retten , solange jeder Syrer nicht fühlen wird, dass diese Schlacht auch die Seine ist und er der erste betroffene ist von seiner Heimat, seiner Stadt, seinem Dorf und seinem Haus, so wie er der erste betroffene ist, von der Einheit des Landes und der Nachhaltigkeit des Zusammenlebens. Dann wird es keinen einzigen Emigranten mehr geben, der sein Land verlässt, statt es zu verteidigen, keinen mit seinem Land solidarischen Zuschauer, der sich mit Worten begnügt.

Der Sieg Syriens in diesem Krieg wird nicht nur die Niederlage des Terrorismus bedeuten, sondern auch, dass die Region in ihre Stabilität zurückkehren wird. Der Holocaust kommt durch das Partitions- Projekt und die Kriege. Wenn wir unsere Kinder beschützen wollen, müssen wir unsere Schlachten und unseren Krieg gewinnen. Dann werden wir ihnen ein Vermächtnis überlassen, dessen sie in Zukunft stolz sein werden können und sie werden die wahren Meister in ihrer Heimat sein.

Unsere Wahl ist klar seit dem ersten Tag: den Willen und das Vertrauen zum Sieg besitzen. keinen Sieg für manche Syrer über andere, sondern einen Sieg für alle Syrer; einen Sieg über das, was gegen sie geplant wurde. Es ist übrigens dieses Bewusstsein der Realitäten, die viele von denen, die ihre Waffen gegen den Staat gewendet hatten, dazu gebracht haben, mit ihren Brüdern in der Armee und den Streitkräften zu kämpfen, und selbst ihr Leben in verschiedenen Regionen des Landes aufzuopfern: dasselbe Blut, derselbe Feind, ein gemeinsames Schicksal.

Hier lade ich all jene ein, die aus Angst, Zweifel, zögern oder die von Sachen träumen, die sich nicht realisieren werden, sich jenen anzuschließen, die ihnen vorausgegangen sind und gemeinsam ihre Waffe gegen den wirklichen Feind zu erheben, den gemeinsamen und den gefährlichsten Feind aller: den Terrorismus.

Was die Versprechungen aus dem Ausland angeht, für diejenigen, die weiterhin davon leben, werden sie bloße Illusionen bleiben, solange die Helden der Armee und der Streitkräfte in den dunkelsten Umständen kämpfen, sich aufopfern, und sicherstellen, dass die Syrer schlafen können und dass Syrien leben wird.

An sie und an alle Volks-Verteidigungsausschüsse gehen unsere Grüße und unsere Bewunderung, unser Respekt und unsere Wertschätzung. Wir verneigen uns vor Ihrem Opfer und wir erheben uns stolz als Tribut für Ihre Großzügigkeit. Die Geschichte wird über den Terrorismus den Syrien erlebt hat zeugen und Sie werden das Kapitel seiner Verteidigung, Reinigung und Erlösung schreiben. Unsere Grüße an Ihre Familien und Ihre Freunde, die Sie in der Liebe des Vaterlandes erzogen haben, bis zu Ihrem Opfer, damit Syrien lebt.

Den Familien der Märtyrer, unsere besten Grüße, mit besonders aufrichtigen Grüßen, all denen, die mehr als einen Märtyrer verloren haben.

Es ist in Ihnen, wo wir unsere Kraft schöpfen und es liegt bei Ihnen, wo wir Persistenz, Selbstaufopferung und die Bedeutung der Heimat gelernt haben. Sie sind die wahre Elite und egal was wir tun, wir werden Ihnen nie zurückgeben können, was wir Ihnen schulden.

Was unsere verwundeten Helden betrifft, sind Sie die lebendige Geschichte von Syrien, seine Zeugen und sein Gedächtnis. Sie sind die wahre Schule, die künftige Generationen lehren wird, wie man einen Teil seines Körpers opfern kann, damit ein größerer leben kann: Syrien.

Jenen, die uns entführt wurden und ihren Eltern, sagen wir, dass wir keine Mühe sparen werden, um Ihr Schicksal zu untersuchen, Sie zu finden und Sie durch militärische Operationen oder Austausch zu befreien.

Wir vergessen nicht unseren Bruder, den Iran, dem wir dankbar sind für all die Unterstützung für Syrien und die auch weitergeht.

Wie wir auch unseren Freund der Russischen Föderation und des treuen China nicht vergessen, für alle Hilfe, die sie uns auf mehreren Ebenen, besonders auf der Ebene der internationalen Organisationen, gegeben haben.

Und wir danken Ihnen aus tiefstem Herzen, dem libanesischen Widerstand, der uns Treue für Treue, Blut für Blut wiedergab.

Ich grüße jeden Syrer, der Widerstand geleistet hat, trotz seiner Leiden und seiner Verletzungen und der trotz der Sanktionen, der Blockade und des Mangels an Ressourcen geduldig geblieben ist.

Ich grüße jeden Syrer, der trotz der Versuchungen sein Land zu verlassen und auszuwandern, seiner Scholle treu blieb. Er hat dem Terrorismus und den Todeskanonen widerstanden und drückte in höchster Weise die Zugehörigkeit zu einem Land und zu seinen Wurzeln aus, indem er auf seinem Territorium wohnte, damit Syrien lebe.

Unsere Heimat ist unser wahres Recht.
Sie zu beschützen ist unsere wahre Pflicht
Gott ist mit der Gerechtigkeit.

Übersetzung
Horst Frohlich

Dieser Beitrag ist unter Lizenz der Creative Commons

Sie können die Artikel des Réseau Voltaire frei vervielfältigen unter der Bedingung die Quellen anzuführen, ohne die Artikel zu verändern und ohne diese für kommerzielle Zwecke zu nutzen (Lizenz CC BY-NC-ND).

Das Netzwerk unterstützen

Sie benützen diesen Website auf dem Sie Qualitätsuntersuchungen finden, die Ihnen helfen Ihr Weltverständnis zu verbessern. Um dieses Werk fortzufahren brauchen wir Ihre Mitarbeit.
Helfen Sie uns mit einer Gabe.

Wie teilnehmen beim Voltaire Netzwerk ?

Die Gesprächsleiter des Réseau Voltaire sind alle ehrenamtlich.
- Übersetzer mit beruflichem Niveau : Sie können bei der Übersetzung mitwirken.