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Der österreichische Bundespräsident schlägt vor, den Schleier zur Bekämpfung der Islamophobie zu tragen

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Als Reaktion auf das neue Gesetz, das die Burka (Integral-Schleier) verbietet, wünschte der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen, dass ein Tag dem Schleiertragen aller österreichischen Frauen gewidmet werde, um die Islamophobie zu bekämpfen.

Im Gegensatz zur Meinung des Präsidenten Van der Bellen, gehört der Schleier nicht zu dem ursprünglichen Islam: keine Frau des Propheten trug ihn. Diese Tradition erschien erst im achten Jahrhundert in Bagdad mit den abbasidischen Kalifen. Sie wurde schrittweise durch verschiedene Schulen der Rechtswissenschaft integriert. Seit dem zweiten Weltkrieg machte die Muslim-Bruderschaft daraus das Symbol ihres politischen Projekts in den muslimischen Gesellschaften. Das Tragen des Schleiers ist also streng genommen keine religiöse Angelegenheit, sondern eine politische Entscheidung.

Alexander Van der Bellen gehört zur Familie der Grüne-Politiker, die in der Mitte der 1990er Jahre rund um den deutschen Joseph (Joschka) Fischer hochgekommen ist, und die ihre Unterstützung der illegalen Intervention der NATO in Jugoslawien an Seiten der muslimischen Minderheit gewährt hat.

Übersetzung
Horst Frohlich

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