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Arabische Republik Syrien

Verbergen Sie die Wahrheit, die ich nicht sehen will! 2. Januar 2012
Die atlantische und die Golfpresse konzentrieren sich auf den Antrag des arabischen Parlaments, der den Rückzug der in Syrien entfalteten Beobachter verlangt, da ihre Gegenwart die von Bachar el-Assad vertretene Version der Ereignisse beglaubigt.
Man bemerke, dass:
Das arabische Parlament ein beratendes Organ der Liga ist. Der Titel „Parlament“ bezieht sich auf die Tatsache, dass es 4 Parlamentarier aus jedem der 22 Mitgliedsstaaten besitzt, obwohl dieses Organ keine legislative Macht oder Kontrolle hat, welche einem wahren Parlament zukommen;
Ungefähr ein Viertel seiner Mitglieder sind Parlamentsleute die nicht von ihrem Volk gewählt, sondern von ihrem Monarchen ernannt wurden;
Es ist das arabische Parlament, das als erstes zur Entfaltung der Beobachter aufgerufen hat, aber das jetzt seinen Abruf reklamiert;
Es ist auch das arabische Parlament, das als erstes die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Syrien gefordert hat. Diese Sanktionen wurden akzeptiert um den Krieg (...)
 
Bachar el-Assad stürzen, aber zu wessen Gunsten? 1. Januar 2012
Beim Vorübergehen der Beobachter der arabischen Liga gab es mehrere Demonstrationen. Laut der anwesenden Journalisten waren es 3500 in Homs, die gegen das Regime marschierten und 100 000 Demonstranten, die das Regime unterstützten. Aber gemäß dem syrischen Observatorium der Menschenrechte, waren sie 250 000, die gegen das Regime demonstrierten und niemand dafür.
Zum Anlass des Neuen Jahres machten zahlreiche Medien die Bilanz des arabischen „Frühlings“. Während sich die westlichen Zeitungen über die entstehende Demokratie in Tunesien und Ägypten erfreuten, bedauern viele heute, dass der Sturz der Diktatoren in Wirklichkeit dem Totalitarismus der Muslimbrüder und Salafisten zu Gunsten kommt.
Eine genaue Einsicht zeigt, dass dieses Thema besonders stark von Israel und den USA nahestehenden Journalisten entwickelt wird. Es legt stillschweigend nahe, dass eine internationale Intervention für den Sturz von Präsident Bachar el-Assad – den gefallenen Präsidenten Ben Ali, Mubarak und Gaddafi (...)
 
 
 Die atlantische und die Golf Presse ihren Widersprüchen ausgesetzt 29. Dezember 2011
Die internationale Presse ist durch die Aussagen des Direktors der Beobachtungsmission der Arabischen Liga, Mohamed Ahmad al-Dabi, verwirrt, dem gemäß die Situation in Homs „beruhigend“ sei.
Von da an teilen sich die Zeitungen: die Einen, die sich mit Vorsicht ausdrücken, aus Angst, ohne es zuzugeben, betrogen worden zu sein und die Ereignisse verzerrt oder übertrieben dargestellt zu haben; die Anderen, die die Beobachter „falscher Zeugenaussage“ beschuldigen, stellen schlechthin die Rechtschaffenheit von Herrn al-Dabi und seinen Kollegen in Frage.
Um die Wende zu erklären: die Medien, die die Sendung von Beobachtern forderten und sie jetzt zurückweisen, behaupten dass General al-Dabi der Liga vom syrischen „Regime“ aufgezwungen wurde. Indem sie so etwas sagen, vergessen sie, dass Syrien von der Arabischen Liga ausgeschlossen wurde und daher nicht mehr den geringsten Einfluss auf sie (...)
 
 Die Beobachter der Arabischen Liga stellen fest, dass Homs Terrorgruppen ausgesetzt ist 28. Dezember 2011
Die atlantischen und Golf Medien behaupten, dass Präsident el-Assad die Homs umzingelnden Panzer zurückziehen hat lassen, die ausgehobenen Schützengräben wieder auffüllen, die auf den Strassen liegenden Leichen bergen und die Gefängnisse putzen hat lassen, um seine Verbrechen den Beobachtern der Arabischen Liga zu verheimlichen. Diese Inszenierung hätte sich als unzureichend erwiesen, weil 70 000 Leute gekommen wären, sie Platz al-Saa mit einer Demonstration gegen das Regime zu empfangen, aber durch Tränengas verjagt worden wären.
Unter diesen Umständen beginnen die atlantischen und Golf Medien sich über die Glaubwürdigkeit der Beobachter der Arabischen Liga Fragen zu stellen, da diese noch immer nicht ihre Version der Ereignisse für richtig erklärt haben.
Der Leser ist perplex mit diesen Artikeln: wie können Journalisten in Paris oder Riad besser wissen was sich in Homs abspielt, als die an Ort eingetroffenen Beobachter der Arabischen Liga?
Umso mehr, als die von dem syrischen TV-Kanal live (...)
 
Die Beobachter der Arabischen Liga bei der Suche nach den angeblichen Machtmissbräuchen der Assad Regierung 27. Dezember 2011
Wie üblich verbreiten die atlantische und die Golfpresse ohne jegliche Überprüfung die Beschuldigungen des Syrischen Observatoriums für Menschenrechte (Londoner Büro der Muslimbrüderschaften). Die Stadt Homs wäre von 400 Tanks belagert und das Viertel von Bab Amro unter Feuer genommen. Die Armee hätte rund um die Stadt Gräben ausgehoben, um die Flucht der Bevölkerung zu unterbinden. In der Voraussicht des Kommens der Beobachter der Arabischen Liga hätte das „Regime“ die Ortstafeln verändert, um sie in ihrer Orientierung zu verwirren. Niemand kommt auf den Gedanken, dass zur Zeit von Google Map und GPS dieses Detail überhaupt sinnlos ist.
Mehrere Zeitungen greifen die Anschuldigungen von Maariv (Israel) auf, wonach Präsident Bachar el-Assad sein Exil in Moskau vorbereitet. Tatsächlich erwägt er eine offizielle Reise nach Russland, die aus Gründen der politischen Instabilität verschoben (...)
 
 
 
« Presseschau Syrien » #14
Al-Qaida schlägt in Damaskus zu
Al-Qaida schlägt in Damaskus zu 24. Dezember 2011
Die internationalen Medien räumen dem doppelten Attentat von Damaskus (44 Tote und 166 Verletzte) sehr viel Platz ein. Da die Artikel oft schwülstig sind abgesehen von einigen wenigen, geben wir diese in der Presseschau wieder.
Die Benützung von Kamikazen für solche Arten von Operationen wird normalerweise als von Al-Qaida kommend betrachtet. Jedoch beschuldigen der Syrische Nationale Rat (SNR) und die regionalen pro-US Führer die Assad Regierung, diese Attentate selbst gegen die eigenen Sicherheitsdienste ausgeführt zu haben.
Die internationale Presse, die den SNR im allgemeinen und die Muslimbrüderschaften im Speziellen (Syrisches Observatorium für Menschenrechte) für die einzige, glaubwürdige Quelle hält, nimmt deren Ansichten einfach auf, ohne sie zu überprüfen.
Je nach Fall,
zielen die Leitartikler zuerst darauf ab, die Entfaltung in Syrien von „Al-Qaida Männern aus Libyen“ zu vertuschen
oder sie belasten noch ein bisschen mehr die Klageakte von Präsident el-Assad vor dem (...)
 
Die Presse misstraut den Beobachtern der Liga, die sie selbst gefordert hat 23. Dezember 2011
Die Presse ist heute viel weniger geschwätzig über Syrien. Sie zieht vor, ihre Aufmerksamkeit auf die im Irak geschehenen Attentate zu konzentrieren. Nachdem sie seit drei Wochen geheult hatte, Syrien sollte seine Grenzen den Beobachtern der Arabischen Liga öffnen, bemüht sich die atlantische- und die Golfpresse, ihre Ankunft als ein bedeutungsloses Ereignis darzustellen:
1. Das « Regime » könnte sich in ihrer Gegenwart weniger grausam zeigen, weil vor ihrer Ankunft genügend Massaker passiert wären; - 2. Die Beobachter könnten die Opfer nicht ausmachen, da diese in unzugängliche Orte gebracht worden wären;
3. Der Leiter der Delegation der Arabischen Liga, der sudanesische General Mohammed Dabi, könnte sich vor Verbrechen des „Regimes“ entgegenkommend zeigen, da er selbst ein Kriegsverbrecher (...)
 
 
Al-Qaida errichtet eine rückwärtige Basis im Libanon 21. Dezember 2011
Die atlantische Presse beschuldigt Syrien ein doppeltes Spiel zu treiben: einerseits akzeptiere es Beobachter der Arabischen Liga ins Land einreisen zu lassen, und andererseits führe Syrien die Repression weiter. Die Zeitungen übernehmen die Anschuldigungen des OSDH (Londoner Büro der syrischen Muslimbrüder), welche über Hinrichtungen von zahlreichen Deserteuren berichten, ohne Überprüfung.
Die Verabschiedung eines Gesetzes, das die Todesstrafe auf Waffenschleichhändler ausweitet und nicht nur allein auf jene die Blutverbrechen begehen, wird im Westen und im Golf als ein Gesetz angesehen, das friedlich gegen die Regierung demonstrierende Bürger zu Tode verurteilt.
Die Golfpresse konzentriert sich auf die von den Staatschefs des Golfes ausgedrückten Beschuldigungen von Syrien, (die Todesmaschine einhalten!) und gegen den Iran (kümmern Sie Sich um Ihre eigenen Sachen!), was jetzt klar zeigt, dass der Konflikt schon regional geworden (...)
 
« Presseschau Syrien » #10
Die Arabische Liga stellt ihre Sanktionen ein
Die Arabische Liga stellt ihre Sanktionen ein 20. Dezember 2011
Mit einem typischen Kommunikationsreflex à la Sarkozy feiert die französische Presse das von der Arabischen Liga und Syrien unterzeichnete Abkommen als ein Zurückweichen von Bachar el-Assad. Genauso hatte sie zwei Tage vorher den russischen Vorschlag im Sicherheitsrat gefeiert, den sie als solches von Wladimir Putin darstellte.
In Wirklichkeit ist der russische Vorschlag eine Wiederaufnahme des russisch-chinesischen Textes vor dem Veto, während das Protokoll der Arabischen Liga eine Wiederaufnahme des syrischen Vorschlags vor den Sanktionen ist. Weder die Russen noch die Syrier haben das geringste Gelände preisgegeben. Es ist der Westen der jetzt bereit ist, einen von ihm gestern zurückgewiesenen Text zu betrachten, und die Arabische Liga, die bereit ist, Sanktionen einzustellen und ein Protokoll zu unterschreiben, von dem sie bis jetzt nichts hören wollte.
Die Presse der Golfmonarchien steht ihr nicht nach. Auch sie beschreibt die Zeichnung dieses Protokolls als einen Sieg des Golf (...)
 
 
« Presseschau Syrien » #9
Frankreich isoliert sich
 
« Presseschau Syrien » #8
Russland übernimmt wieder die Initiative
 
 
 
 
 
Christen des Orients
Der Patriarch, die Katakomben und die „Revolution“
von Schwester Agnès-Mariam de la Croix