Voltaire Netzwerk
Presseschau Syrien
Sechsmal pro Woche liefert das Voltaire Netzwerk in seiner « Presseschau Syrien » Artikel der wichtigsten westlichen Zeitungen und der Golfpresse.
Ihr Aufbau ist zweiteilig: eine Synthese, die jeden Tag Meldungen aussucht, die von den politischen Redaktionen via der allgemeinen Medien ausgestrahlt werden; ein analytischer Teil folgt ihr, der gewisse Artikel besonders behandelt, weil sie originale Meldungen oder exklusive Informationen beinhalten.
Jede Ausgabe wird von einem PdF Heft begleitet, das die wichtigsten Artikel enthält.
Diese in fünf Sprachen verfasste Revue ist ein Werkzeug für Analyse und Beschlussfassung, welche Beruflichen (Forschern, Journalisten, Diplomaten und Militärs) bestimmt ist, die Abstand gewinnen wollen, um sich nicht von der Propaganda berieseln zu lassen und um sich ein allgemeines Bild der verschiedenen Strategien bilden zu können.
Das Voltaire Netzwerk untersucht jeden Tag bis zu hundert Tageszeitungen und Magazine auf deutsch, englisch, spanisch, französisch, italienisch, holländisch und portugiesisch, worunter folgende Titel:
ABC, Chicago Tribune, China Daily, Corriere della Sera, Dagblad De Pers, Dallas Morning News, De Morgen, De Standaard, Der Standard, Der Tagesspiegel, Diario de Noticias, Die Presse, Global Times, Die Welt, El Mundo, El Pais, Frankfürter Allgemeine Zeitung, Financial Times Deutschland, Gulf News, Haaretz, Handelsblatt, Il Fatto, Il Giornale, International Herald Tribune, Iran Daily, Jerusalem Post, Jornal de Noticias, Kleine Zeitung, Kuwait Times, L’Orient-Le Jour, La Croix, La Repubblica, La Stampa, La Vanguardia, Le Droit, Le Figaro, Le Journal de Montréal, Le Journal du dimanche, Le Monde, Le Parisien-Aujourd’hui en France, Le Temps, Libération, Libero, Moscow Times, National Post, New York Post, New York Times, Oman Daily Observer, Publico , San Francisco Chronicle, Süddeutsche Zeitung, Tageszeitung, Tehran Times, The Age, The Arab Times, The Australian, The Daily Star, The Daily Telegraph, The Globe and Mail, The Herald, The Hindu, The Independent, The Irish Times, The Khaleej Times, The National, The Saudi Gazette, The Scotsman, Times of India, Times of Oman, The Wall Street Journal, The Washington Post, The Washington Times, Tribune de Genève, USA Today.
51 artikel
Attentate in Damaskus: die westliche Presse verzichtet auf die Verschwörungstheorie 20. März 2012
Die neuen Attentate werden auf eine andere Art als die vorherigen behandelt. Die atlantische Presse, die die ersten Attentate in Damaskus und Aleppo dem syrischen Geheimdienst unterstellt hatte, ließ nun diese Verschwörungstheorie fallen, seitdem Ayman Al-Zawahiri sie im Namen des Al-Qaida behauptet hatte. Daher zeigt die Presse diesmal mehr Vorsicht und vermeidet, die systematischen Vorwürfe des syrischen Nationalrats gegen die syrischen Geheimdienste wieder aufzunehmen.
Der von Kofi Annan bei geschlossenen Türen im Sicherheitsrat gelieferte Bericht lässt eine Vielfalt von Kommentaren zu, da jeder zu wissen glaubt, dass er sich über den schlechten Empfang bei el-Assad beschwerte. Jedoch erwähnt die atlantische Presse einen möglichen Krisenausgang unter russischer Garantie: die syrische Macht garantierte, keine Repression mehr zu üben, wenn der Westen darauf verzichtete, Baschar al-Assad’s Abtritt zu verlangen. Bei näherer Betrachtung, würde die Annahme dieser Lösung eine komplette (...)
 
Frankreich ist bereit einen regionalen Krieg zu unterstützten 19. März 2012
Die vom Guardian veröffentlichen falschen E-Mails vom Al-Assad Ehepaar überraschten durch ihre Unschuld, und jedermann erwartete daher neue Entwicklungen. Da sind sie: der Daily Telegraph versichert, dass die Asma al-Assad zugeschriebenen Einkäufe per Internet die unilateralen Sanktionen der Europäischen Union verletzen und mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden könnten. Vor allem, nachdem der Guardian versichert hatte, keine private E-Mails zu veröffentlichen, bringt der Daily Telegraph Informationen über eine angebliche außereheliche Verbindung von Präsident Al - Assad, um das ideale Bild seiner Ehe zu zerstören.
Diese Propaganda-Operation zielt in erster Linie darauf ab, die aktuellen Aktionen auszublenden. Die türkische Armee plant in syrisches Gebiet einzudringen, um eine Rebellenbasis unter dem Vorwand des Schutzes der Zivilbevölkerung zu sichern. Die NATO würde also wiederholen, was sie im Kosovo in Verletzung des internationalen Rechts getan hatte, aber ohne in erster Linie (...)
 
« PRESSESCHAU SYRIEN » #61
Die E-Mails der Assads
Die E-Mails der Assads 17. März 2012
Der erste Jahrestag der "syrische Revolution" war Gelegenheit für eine doppelte Kommunikationsaktion.
Auf Seiten der Regierung fanden große Demonstrationen in den wichtigsten Städten des Landes statt. Sie haben erhebliche Menschenmassen in Bewegung gesetzt, Kennzeichen einer sehr massiven Unterstützung. Es war für die Behörde eine Gelegenheit zu versichern, dass, selbst wenn noch bewaffnete Gruppen im ganzen Land herumschweifen (vor allem im Grenzgebiet von Nord-Libanon und der Türkei), sie einen militärischen und diplomatischen Sieg errungen hat.
Von Seiten der NATO wurde jegliche Bilanz des vergangenen Jahres vermieden und allein der Mediatisierung von 3.000 persönlichen Emails des Ehepaars Baschar und Asma al-Assad gewidmet. Diese Dokumente wurden dem Guardian übergeben, der offensichtlich keinen Einwand erhob und beschloss, 34 von diesen zu veröffentlichen. Auf dieser Grundlage schmiedet die europäische Presse ein Porträt des Präsidenten Paares, das wie Turteltäubchen, von der (...)
 
« PRESSESCHAU SYRIEN » #59
Abgang von Al-Assad oder Frieden verhandeln?
Abgang von Al-Assad oder Frieden verhandeln? 17. März 2012
Die diplomatischen Bemühungen des Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Kofi Annan einerseits und des russischen Außenminister, Sergej Lawrow andererseits, stoßen auf eine offensichtliche Unaufrichtigkeit vom Qatar, von Frankreich und ihren Schützlingen.
Kofi Annan konnte zwischen dem syrischen national Council [SNC] und der syrischen Präsidentschaft keine Vermittlung einleiten, da das SNC als Voraussetzung den Rücktritt von Baschar Al-Assad und seine Ersetzung durch seinen Vizepräsident verlangte. Auf jeden Fall konnte Kofi Annan Präsident Al - Assad treffen und ein langes Interview bekommen. Der Präsident stellte fest, dass keine Bemühung gelingen würde, solange bewaffnete Gruppen versuchten, Chaos im Lande zu verbreiten. Er wäre jedoch für jeden konstruktiven Vorschlag offen. Laut der Presse des Golfs bekam Kofi Annan eine Abfuhr, weil es ihm nicht gelang, Baschar Al-Assad zum Rücktritt zu überzeugen, aber dieses Ziel hatte mit seinem Auftrag nichts zu tun. (...)
 
Der SNR verweigert die UNO- und die Arabische Liga-Mediation 10. März 2012
Nach dem Rücktritt von einem hohen Beamten des Ministeriums für Energie ist es der Massenrücktritt und die Flucht nach der Türkei einer Gruppe von Brigade-Generälen, die die Aufmerksamkeit der atlantischen und der Golfpresse beschäftigt. Die Zersetzung des Regimes wird daher bestätigt. Schade! Niemand ist in der Lage, die Namen der Generäle zu nennen und kein Offizier kam in die Türkei.
Wieder einmal mehr, ist dieser Rummel für westliche Öffentlichkeit bestimmt, um ihr Geduld einzuflößen, aber er macht jene umso weniger kreditwürdig, die den imminenten Sturz des syrischen Regimes, einer reifen Frucht vergleichbar, prognostiziert haben.
Auf diplomatischer Ebene fand Valerie Amos, Chefin der humanitären Hilfe der Vereinten Nationen, eine baldige Einigung mit der syrischen Regierung. Russland kündigte an, dass es den letzten westlichen Entwurf im Sicherheitsrat, aus den gleichen Gründen wie vorher, ablehnt. China hat einen Sonderbeauftragten gesendet, um verschiedene Protagonisten zu treffen, was (...)
 
« PRESSESCHAU SYRIEN » #57
Ein Rücktritt ohne Folgen
Ein Rücktritt ohne Folgen 9. März 2012
Die Atlantik Presse und, in geringerem Maße, die des Golfs, ergreift das Thema des Rücktritts von Abdo Hussamedine, welcher als der erste Absprung von der syrischen Regierung dargestellt wurde. Diese Wende sei der erste Bruch auf hohem Niveau in der Regierung, die bisher sehr standfest und einig erschien.
Die Presse ist jedoch nicht in der Lage, Informationen über diese Persönlichkeit zu geben. In der Tat, ist er kein Politiker, sondern der oberste Beamte der Ölindustrie. Deshalb bricht die Argumentation über ein knackendes Regime zusammen.
Die Chefin der humanitären Hilfe der Vereinten Nationen, Valerie Amos, verurteilte die Zerstörungen in Baba Amr und ist über das Schicksal der ehemaligen Bewohner besorgt. Die internationale Presse betonte, dass sie vor den größten Kämpfen den Umkreis verlassen hatten. Jedoch behauptete sie noch vor ein paar Tagen, dass Tausende von Menschen dort unter den Bomben eingeschlossen waren.
Auf Besuch in Tunesien, hatte der türkische Präsident Abdullah Gül (...)
 
« Presseschau Syrien » #55
Pentagon bestätigt seinen Rückzug
Pentagon bestätigt seinen Rückzug 20. Februar 2012
Die US-Militärchefs vervielfachen die Erklärungen, um ihren Rückzug aus der syrischen Krise zu rechtfertigen. Der Generalstabschef aller Waffen, General Martin Dempsey, wiederholt vor dem Kongress und der Presse, dass die Mehrzahl der Großmächte schon auf dem Operationstheater anwesend sind und es daher unmöglich sei zu wissen, wem eine US-Hilfe zu Gute käme. Dieses Argument, das es ermöglicht, nach dem doppelten russischen und chinesischen Veto das Gesicht nicht zu verlieren, ist nichtsdestoweniger wahr.
Wie dem auch sei, widersprechen das State-Departement und die israelischen Politiker dieser Linie.
Um dieser Linie einige Tage vor der Konferenz in Tunis der „Freunde von Syrien“ Einhalt zu gebieten, stellen die Forscher des Washington Institutes (der think-tank der AIPAC) einen Vergleich mit dem Bosnienkrieg auf, in dem die USA gegen ihren Willen sich schließlich doch engagiert hatten. Sie schlagen die Schaffung einer von der UNO beauftragten Kraft vor, die von einem muslemischen (...)
 
 Die NATO verzichtet, London und Paris intrigieren 19. Februar 2012
Anders Fogh Rasmussen hat Reuters erklärt, dass die NATO in Syrien nicht intervenieren würde, selbst wenn der UN-Sicherheitsrat seine Meinung änderte und es ihr erlaubte. Damit täuscht der NATO-Generalsekretär vor, auf den Krieg zu verzichten, aber nicht wegen dem doppelten Veto von Russland und China, sondern aus technischen Unmöglichkeiten. Nicolas Sarkozy und David Cameron haben in Paris neue Abkommen unterzeichnet, um die gemeinsame Verteidigung von Frankreich und dem Vereinten Königreich zu festigen. Das Datum dieser Zeremonie war offiziell zum Gedenken an den Aufstand von Bengasi gegen Muamer Gaddafi gewählt worden. In Wirklichkeit handelt es sich, um das Lancaster House Abkommen zu vollenden, dessen geheimer Anhang vorsah, einen Aufstand in Bengasi zu organisieren und das libysche Regime zu wechseln. Von da an kann man sich logischerweise fragen, ob der Pariser Gipfel nicht auch die Unterzeichnung einer geheimen Klausel vorsah, durch die der Sturz des syrischen Regimes geplant (...)
 
 Washington gibt zu, dass Bachar el-Assad nicht gestürzt werden wird 17. Februar 2012
Nachdem die Generalversammlung der Vereinten Nationen den schrecklichen Endbericht der Hochkommissarin für Menschenrechte gehört hatte, verurteilte die Generalversammlung die Repression in Syrien mit 137 Befürwortungen, 12 Nein und 17 Enthaltungen.
Nach Homs und Hama übernahm die syrische Armee die Kontrolle von Deraa. Die Überlebenden der wahhabitischen Legion sammeln sich im Norden des Landes. Es ist derzeit unmöglich zu wissen, ob sie in die Türkei fliehen oder eine letzte Schlacht in Idlib liefern werden.
Der Direktor des US-Geheimdienstes James Clapper hat die Anschläge von Damaskus und Aleppo Al-Qaida zugeschrieben. Der Direktor der Defense Intelligence Agency, Ronald Burgess, hat erklärt, dass das el-Assad-Regime nicht fallen wird, weil es kohärent ist und die Kontrolle der großen Städte, die ihm entgangen war, wieder hergestellt hat, und weil die Opposition uneinig und ohne Strategie dasteht.
Der chinesische Vize-Außenminister, Zhai Jun, will seine Mediation weiterführen. Er ist (...)
 
« Presseschau Syrien » #52
Syrien in Anklage vor UN-Generalversammlung
 Syrien in Anklage vor UN-Generalversammlung 16. Februar 2012
Die vom Qatar präsidierte Generalversammlung der Vereinten Nationen hielt eine Spezialsitzung über die Lage von Syrien ab. Die Hohe Kommissarin für Menschenrechte, die südafrikanische Advokatin Navi Pillay legte einen erschreckenden Bericht der auf die Al-Assad-Verwaltung zurückgeführten Missbräuche vor, der besonders die Vergewaltigungen betonte. (Als sie den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) für Ruanda präsidierte, hatte Frau Pillay eine Jurisprudenz entwickelt, die „kollektive Vergewaltigungen“ in Genozid verwandelte.) Sie meinte, die Uneinigkeiten im Schosse des Sicherheitsrates ermunterten die Repression.
Die syrische Regierung kündigte ein Referendum für den 26. Februar an, das das Projekt einer neuen Verfassung betrifft. Wenn es angenommen wäre, würde es der Führungsrolle der Baas Partei ein Ende setzten und ein pluralistisches System gründen. Das Weiße Haus bezeichnete das Projekt als „lächerlich“.
In Kairo endlich rief der Große Imam Ahmed El-Tayeb für eine starke Aktion der (...)
 
 Ausbildner des Auslands ziehen ab, Al Qaida zieht ein 14. Februar 2012
Die neue atlantische Rede fällt mit dem vor Ort konstatierten Abzug der zahlreichen ausländischen Ausbildner und den Erklärungen des Ägypters Ayman al-Zawahari (Nummer 1 von Al-Qaida seit des offiziellen Todes von Osama Bin Laden) über die Ankunft seiner Kämpfer zusammen. In Wirklichkeit ist Al-Qaida schon in Syrien, wo der Libyer Abdelhakim Belhaj (Nummer 2 der Strömung) als Kommandant der freien „syrischen“ Armee gesehen wurde. Diese Inszenierung verkleidet den Umschwung der NATO-Strategie, welche auf den Krieg schwacher Intensität verzichtet hat und sich begnügt, spezifische Terroraktionen einfach Zulieferern anzuvertrauen.
Die Arabische Liga hat um die Entsendung nach Syrien einer Interpositionskraft der Vereinten Nationen gebeten, ohne klar zu stellen, zwischen welchen Kräften sie sich stellen sollte, und auf welcher Demarkationslinie. Sofort von Syrien aus Gründen einer Verletzung der Souveränität zurückgewiesen, gab dieser Vorschlag dem Westen die Gelegenheit, auf die sie schon warteten, (...)
 
« Presseschau Syrien » #50
Al-Qaida schlägt in Aleppo zu
Al-Qaida schlägt in Aleppo zu 12. Februar 2012
Die internationale Presse berichtet über die Attentate von Aleppo, aber räumt ihnen viermal weniger Platz als üblich ein. Dieses Phänomen kann man zweierlei deuten: entweder fällt das Interesse der öffentliche Meinung mit der schleichenden „Irakisierung“ in Syrien, oder die Presse ist durch die Geltendmachung von Ansprüchen behindert. Die Attentate von Aleppo wurden in der Tat zuerst von einem Sprecher der freien syrischen Armee beansprucht, dann aber von einem anderen verurteilt. Zuerst wurden sie durch einen Bericht der US-Geheimdienste Al-Qaida zugesprochen; diese Inanspruchnahme wurde durch eine Erklärung von Ayman Al-Zawahiri, Chef dieser Strömung, bestätigt.
Wie auch immer, keines der Medien korrigiert seine vorhergegangen Artikel, welche die el-Assad Verwaltung anklagten, ähnliche Attentate in Damaskus organisiert zu haben. Gewisse Zeitungen nehmen selbst die Beschuldigungen des syrischen National Rates auf, der die Attentate von Aleppo der Assad Verwaltung aufbindet, ohne jegliche (...)
 
 Im Wettstreit mit der SCO, wird die NATO Diplomatie oder Waffen wählen? 10. Februar 2012
Da die Möglichkeit eines klassischen Krieges gegen Syrien wegen des doppelten Vetos ausgeschlossen ist, steht der Westen ohne Reserveplan da. Vor allem wissen sich nicht, wie sie den Konflikt gegenüber der Shanghai Cooperation Organization (SCO) behandeln sollen: sollen sie Diplomatie üben oder können sie einen Krieg über proxies wagen?
Die Antwort auf diese Frage hängt von der Annahme oder der Verweigerung des Abstieges des US-Imperiums ab. Die Falkenpartei erwägt eine Form von schwachem Intensitätskonflikt mit Kampfgruppen, die Stützpunkte in der Türkei, im Libanon und in Jordanien haben. Die Realistenpartei meint, was sie betrifft, dass bei dieser Hypothese der Krieg auf die drei Länder übergreifen und unvermeidlich Israel erreichen würde.
Ohne klare Strategie versucht jeder seine Position auszubauen. Der syrische nationale Rat begibt sich in den Qatar mit der Hoffnung, von den Golfstaaten als einziger Vertreter des syrischen Volkes, an Stelle der Syrischen Arabischen Republik, anerkannt (...)
 
« Presseschau Syrien » #48
Der Westen sucht den « B » Plan
 Der Westen sucht den « B » Plan 9. Februar 2012
Im Vordergrund der internationalen Szene appelliert die Türkei für die Schaffung einer „Gruppe der Freunde des demokratischen Syriens“, nach dem Model der „Kontaktgruppe für Libyen“, während die italienische Presse die Möglichkeiten für eine indirekte, militärische Intervention der NATO studiert. Falls jedoch eine solche stattfinden sollte, würde sie gegen das internationale Recht nach dem doppelten Veto von Russland und China verstoßen, und müsste daher geheim abgesprochen werden.
Hinter den Kulissen spielt sich ganz was anderes ab. Die russische Delegation hat ihre Garantie für ein geheimes Abkommen zwischen mehreren Partnern angeboten. Laut unserer Quellen wurden türkische Kriegsgefangene und iranische Zivilgeisel freigegeben. Dafür sollte die Türkei nicht in Syrien eingreifen und der Iran verzichten, Rebellengruppen in der Türkei zu unterstützen.
Da der Kriegsplan in Syrien gestört ist, sucht der Westen nach einer alternativen Strategie. Jedoch haben sich schon mehrere Staaten von dem Spiel (...)