Die Vereinten Nationen (tatsächlich aber der Direktor der politischen Angelegenheiten Jeffrey Feltman) organisierten die Friedenskonferenz für Zypern in Crans-Montana (Schweiz). Sie endete am 6. Juli 2017 mit dem Eingeständnis des Versagens, da die zypriotische Seite das "Abkommen" ablehnte.

Diese noch nie da gewesene Konferenz versammelte:
- die Republik Zypern
- die türkische Republik Nordzypern

in Anwesenheit von:Î
- der Organisation der Vereinten Nationen
- dem Internationalen Währungsfonds
- der Europäischen Union
- Griechenland
- dem Vereinigten Königreich
- der Türkei.

Ziel war, die Insel nach der Invasion des Nordens durch die Türkei im Jahr 1974 und seiner Besetzung durch die türkische Armee wieder zu vereinen [1]. Die Republik Zypern argumentierte mit Hilfe des internationalen Gesetzes und verlangte als Voraussetzung den Abzug der Besatzungstruppen, während die türkische Republik Nordzypern die Unantastbarkeit der türkischen Truppen behauptete. Damit aber hatte dieses Treffen nicht die kleinste Chance auf Erfolg.

Die Vereinten Nationen, der IWF, die EU, Großbritannien und die Türkei haben nicht aufgehört den zypriotischen Präsidenten, Nikos Anastasiades, zu erpressen, damit er die durch die Großmächte eingestellte Vereinbarung, anstelle jener seiner Mitbürger, akzeptiert [2].

Zypern ist Mitglied der Europäischen Union, "Macht des Friedens", die sich perfekt an die militärische Besetzung des Nordens der Insel anpasst.

Die Türkei besetzt illegal, aber bei voller Straffreiheit, Nord-Zypern, den nördlichen Teil Syriens und den nördlichen Teil von Irak.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] « Pas de paix durable à Chypre sans renonciation à l’hégémonie turque », par Marios L. Evriviades, Traduction Gérard Jeannesson, Réseau Voltaire, 12 avril 2014. [Kein dauerhafter Frieden ohne Verzicht auf die türkische Hegemonie] (Auch auf Englisch)

[2] „Zypern zum NATO-Beitritt eingeladen“, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 3. Mai 2016.