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Konsens unter den Westmächten über den Mangel an Konsens in Libyen

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Da die libyschen Stämme grundsätzlich ausländische Hilfe ablehnen, hat die Versammlung der libyschen Stämme beschlossen, sich selbst von dem Griff der Dschihadisten, die sich ihr Land aufgeteilt haben, zu befreien. Die Kämpfe haben in Tripolis begonnen.

Die Vereinigten Staaten, die Frankreich die Rolle anvertraut hatten, um die koloniale Ordnung in Libyen wiederherzustellen, haben Frankreich diese Verantwortung im August wieder entzogen. Sie haben stattdessen beschlossen, auf Italien zu setzen, das heute von Nationalisten regiert wird.

Frankreich, das in Paris mehrere Sitzungen von rivalisierenden Stammeshäuptlingen organisiert hatte, hat dennoch seine Bemühungen fortgesetzt.

Die Vereinigten Staaten und Italien, Frankreich und das Vereinigte Königreich haben am 1. September eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sie auffordern, die Entscheidungen des Präsidenten des Sicherheitsrats vom 6. Juni 2018 zu respektieren. Jedoch, obwohl diese Erklärung des Präsidenten auf die Bemühungen von Frankreich eingeht, ist ihre einzige gezeichnete Entscheidung, das Prinzip der neuen Wahlen zu unterstützen. Weder der Sicherheitsrat, noch die vier westlichen Mächte, sind über diesen Minimalkonsens hinaus gekommen.

Übersetzung
Horst Frohlich

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