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Terrorismus, letztes Mittel gegen den syrischen Widerstand

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Nach ihrer militärischen Niederlage durch die reguläre Armee greifen die Legionen der anti-syrischen Koalition von jetzt an auf blinden Terrorismus zurück.

So haben die syrischen Sonderdienste am Freitag einen Angriff in Aleppo, der zweitgrößten Stadt des Landes, vermieden. Ein Selbstmordattentäter in einem Minibus mit 1,2 Tonnen Sprengstoff, der den dicht besiedelten Stadtteil al-Chaar zerstören sollte, wurde von den Sicherheitskräften gestoppt bevor er das Gerät zünden konnte  [1].

Diese Operation folgt der Doppelattacke in Damaskus, die am Donnerstag 55 Tote und 372 Verletzte machte. Die Anschläge fanden fast zur gleichen Zeit statt, um 8 Uhr lokal, auf einer schnellen Straße im Süden der Stadt, zu Spitzenverkehrszeit, als die Leute auf dem Weg zu ihrer Arbeit und die Schüler zu ihrer Schule waren. Die Explosionen waren so mächtig, dass sie alle Gebäude der Hauptstadt zum Zittern brachten. Der Angriff wurde von der terroristischen Gruppe Jabhat al-Nusra behauptet, die bereits im Januar den Anschlag in al-Midan beansprucht hatten, der 26 Menschen in einem populären Stadtteil von den Vororten von Damaskus getötet hatte.

Die bewaffneten Gruppen und ihre Drahtzieher und Spender im Ausland kündigten an, dass "die Kalaschnikow-Gewehre das Regime nicht stürzen würden", und organisieren sich, um einen sogenannten Krieg von "niedriger Intensität" gegen Syrien zu liefern  [2].

Ende April wurde das Frachtschiff Loutfallah 2 im libanesischen Gewässer abgefangen [3] mit 150 Tonnen Waffen für Kämpfer in Syrien bestimmt, darunter mehrere 155 mm Geschosse, theoretisch für schwere Artillerie vorgesehen, die die bewaffnete Opposition nicht besitzt. Die explosive Ladung dieser Geschosse besteht aus TNT und Hexogen [RDX] kann jedoch als Grundlage für die Herstellung von sehr leistungsfähigen Explosivstoffen dienen.

Darüber hinaus kamen mindestens fünf Sprengstoff Experten vor kurzem aus den palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon nach Syrien.

Einer von ihnen, der Sprengstoff Experte der terroristischen Pro-Saudi Gruppe Fatah al Islam, Abdel Ghani Jawhar, starb in der Grenzstadt Qusseir, durch die Explosion seiner eigenen Bombe, die gegen die syrische Armee verwendet werden sollte. Mit einem Diplom in Chemie ging er nach Syrien um die Kämpfer für die Herstellung von Sprengstoffen und Autobomben auszubilden  [4].

Während die Medien des Westens und die der Golf-Staaten behaupteten, dass die bewaffneten Kämpfer die Bevölkerung gegen die "blutigen Niederschlagung des Regimes" verteidigen, ist diese Theorie durch Tatsachen seit dem Beginn der Destabilisierung des Landes im März, 2011 widerlegt. Diejenigen, die Chaos verursachen, um eine "humanitäre" ausländische Intervention zu rechtfertigen, sind tatsächlich Söldner der internationalen Koalition, die nicht nur die Armee und die Polizei, sondern auch die Bevölkerung angreifen.

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Übersetzung
Horst Frohlich

[1] «Un terroriste actionne sa ceinture explosive et tente de faire exploser un microbus bourré d’explosifs à Alep», SANA, 11 mai 2012.

[2] «Die Alba Länder denunzieren auch die Einmischung der « Kontras » in Syrien», VOLTAIRE NETZWERK | 11. FEBRUAR 2012.

[3] Verdächtiges Transportflugzeug von libanesischer Sicherheit beschlagnahmt: «Verdächtiges Transportflugzeug von libanesischer Sicherheit beschlagnahmt», VOLTAIRE NETZWERK | 11. FEBRUAR 2012.

[4] «In Syria, Lebanon’s Most Wanted Sunni Terrorist Blows Himself Up», par Aryn Baker, Global spin, 23 avril 2012.

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