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SouthCom : Kontrolle von Lateinamerika

Seit dem XIX. Jahrhundert halten die USA Lateinamerika für ihre Einflusszone (Doktrin Monroe), aber es ist erst in 1903, als sie das SouthCom schufen. Es handelte sich also darum, die Zone der Eisenbahn zu besitzen, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet, um dort einen Kanal zu bauen. Washington provozierte in Kolumbien eine unwahrscheinliche Sezession von Panama und schickte Truppen um « die Sicherheit des neuen Staates zu garantieren ». Während des Kalten Krieges unterstützte das SouthCom zuerst offen die politisch rechts stehenden Militärdiktaturen, kümmerte sich dann diskret um die marxistischen Guerillagruppen unter dem Vorwand, den Drogenhandel zu bekämpfen. Diese Entwicklung hat zu einer allmählichen strukturellen Reform geführt. Von da an arbeitet das SouthCom in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen US-Agenturen und nicht mehr einfach unter den Befehlen des Verteidigungsministeriums.
In den kommenden Jahren sollte sich das SouthCom mehr und mehr entwickeln, gemäß dem US-Abzug aus dem Grossen Mittleren Osten und seine Anstrengungen auf die Kontrolle der Ölfelder der karibischen Zone konzentrieren. Mit der Perspektive einer Kraftprobe gegen Venezuela und Kuba hat Washington die IV. Flotte (2008) wieder aufgebaut, die Regierung von Honduras überrumpelt, welche die Soto Cano Horch-Basis (2009) sperren wollte und sieben Militärbasen in Kolumbien gemietet (2009).