Die westliche Presse präsentiert Daesch als eine rassistische Organisation, die die Kurden bekämpfen würde, weil sie Kurden sind. Das ist absolut falsch: es gibt kurdische Einheiten innerhalb von Daesch.

Abu al-Hadi al-Iraqi war der kurdische Führer von Al-Kaida. Er leitete das "kurdische Lager" der Organisation in Afghanistan während der Operation Cyclone von der CIA gegen die Sowjets. Nach der US-Invasion leitete er das Ashara Guest House in Kabul, als Nummer 3 der Al-Kaida. Er ist derzeit in Guantánamo Bay inhaftiert.

Im November 2016 veröffentlichte das islamische Emirat im Irak (das zukünftige Daesch) eine Video mit dem Titel „Nachricht an die Kurden und Operation Märtyrertum“. Die Organisation rief die Kurden auf sich dem Emirat anzuschließen.

Das berühmteste kurdische Mitglied von Daesch ist Mullah Krekar (Foto), Emir von der salafistischen Gruppe Ansar al-Islam fi Kurdistan. Er ist ein politischer Flüchtling in Norwegen. Er ist dort zweimal für Terrorismusverbreitung inhaftiert worden. Aber, während er offiziell im Gefängnis saß, reiste er – an Bord eines Sonderflugzeuges der NATO - zur Besprechung in Amman, am 1. Juni 2014, um die Invasion von Irak durch Daesch zu planen [1]. Zurück in sein Gefängnis in Norwegen, verkündete er seinen Anschluss an den islamischen Staat. Jetzt lebt er frei in Oslo.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „Enthüllungen der PKK über den Angriff des EIIL und die Schaffung von "Kurdistan"“, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 8. Juli 2014.