Der türkische Geheimdienst MIT (Milli İstihbarat Teskilati) hat versucht, einen türkischen Staatsbürger in der Mongolei ohne Erfolg zu entführen.

Von dem MIT als Anhänger des Predigers Fethullah Gülen betrachtet, wurde Professor Veysel Akçay von fünf Mitgliedern des türkischen Geheimdienstes am Schuleingang entführt und dann zum Flughafen von Ulan-Bator transportiert, wo ein CL604- Challenger der türkischen Armee wartete .

Informiert von Professoren-Kollegen, verbot die mongolische Polizei den Abflug des Flugzeugs solange Veysel Akçay festgehalten wurde. Er wurde schließlich nach acht Stunden Verhandlung freigelassen.

Während des Vorfalls haben die türkischen Beamten und der Minister für auswärtige Angelegenheiten Mevlüt Çavuşoğlu die Aktion ihrer Geheimdienste geleugnet.

Der stellvertretende türkische Ministerpräsident Bekir Bozdağ hatte im April erklärt, dass 80 türkische Staatsangehörige von dem MIT in 18 verschiedenen Ländern „verpackt worden wären" [1]. Wenn auch Entführungen mit der Komplizenschaft von lokalen Behörden in der Ukraine und in Gabun gemeldet wurden, hat eine andere Operation im Kosovo zu einem Skandal geführt [2].

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „Ankara hat 80 seiner Staatsangehörigen im Ausland „eingepackt““, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 20. April 2018.

[2] „Erdoğan zwingt den kosovarischen Premierminister, den Leiter seines Geheimdienstes beizubehalten“, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 5. April 2018.