Wladislaw Surkow, der Wladimir Putins Aufstieg begleitete, sei Berichten zufolge von seinem Posten im Kreml zurückgetreten, wegen tiefer Meinungsverschiedenheit mit dem Präsidenten.

Als außergewöhnliche und untypische Persönlichkeit hatte er sich die Gründung trendiger Jugendverbände und politischer Parteien vorgestellt, die Wladimir Putins politische Linie unterstützten. Er hatte das Prinzip der "Vertikalität der Macht" ausgedacht, das demokratische Formen an die Forderungen des großen Russlands angepasst hatte [1].

Er war auch für die ukrainische Akte verantwortlich, auf der er mit NATO-Agenten kollidierte aber es geschafft hatte, die Ukraine und den Donbass zu retten. Es scheint diese Frage gewesen zu sein, in der er bis zu dem Punkt herausgefordert wurde, dass er persönlich zurücktrat.

Seine Vorliebe für die US-Gegenkultur der 1960er Jahre, die Beat-Generation und die Stonewall-Bewegung, brachte ihm große Feindschaften ein.

Es erscheint jedoch für Präsident Putin schwierig zu werden, die im Rahmen seiner Verfassungsreform angekündigten Institutionen ohne ihn aufzubauen.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] « Vladislav Sourkov : la stabilisation de la Russie n’est pas totalement assurée », par Youri Filippov, Réseau Voltaire, 21 juin 2005.