JPEG - 41.6 kB

Es gibt Indizien, welche es nahelegen, dass die USA den Vorfall in der Straße von Kertsch in Kooperation mit der Ukraine geplant hatten, wobei sie versuchten die russische Flugverbotszone auszuspähen und zwar mit den beiden Aufklärungsflugzeugen der US Air Force: RC-135V, Seriennummer: 64-14841, ID - JONAS 21 und RQ-4B, Seriennummer 11-2047, ID - FORTE10.

JPEG - 51.4 kB
JPEG - 29.4 kB

Seitens der USA gab es keinerlei Kommentar zu diesem Zwischenfall und seitens ihrer Verbündeten wurde versucht den Eindruck zu erwecken, die Operation sei von Erfolg gekrönt worden. Ich aber denke sie sind gescheitert. Warum?

Russland hat rund um die Krim eine ausgedehnte Flugverbotszone (anti-access/area-denial : A2/AD) oder auch A2/AD "Blase" deklariert. Die A2/AD-Blase ermöglicht es Russland der NATO die Nutzung des Luftraumes innerhalb dieser Zone zu verweigern und die Bewegungsfreiheit der NATO-Schiffe und -Landstreitkräfte zu blockieren. Was die Kapazitäten der A2/AD betrifft so verfügt die russische taktische Gruppe über die Systeme RL257 Krasukha-4 und R-330ZH Zhitel. Bisher deckt diese Ausrüstung die Straße von Kertsch gegen die Systeme elektronischer Kriegsführung der NATO (Electronic Warfare - EW). Das EW soll Informationen über das gesamte radioelektrische Spektrum abfangen (RWT/ESM/ELINT) und die Angriffe der Luft-, See-, und Raketenstreitkräfte unterstützen.

Das R-330ZH Zhitel greift in die Kommunikationsnetze ein, speziell Mobil- und Satellitentelefonie. Es ermöglicht gezielt Frequenzen der Station zu stören ("Rauschen"), welche sendet (ECM: elektronische Gegenmaßnahmen). Das R-330ZH Zhitel kann darüberhinaus die Kommunikation (Senden-Empfangen) zwischen Navigationssatelliten NAVSTAR (GPS) und den Aufklärungsflugzeugen (RC-135V, RQ-4B) abhören. Es kann so auch den Empfang oder Versand von Signalen feindlicher beweglicher Plattformen stören. Da sein Aktionsradius allerdings sehr beschränkt (20-30 km) ist, sind, um eine Gruppe von Zielen über eine breite Zone zu verfolgen, die R-330ZH Zhitel Systeme an der Straße von Kertsch untereinander vernetzt.

JPEG - 37.1 kB

Die Systeme Krasukha-4 sind prinzipiell dazu bestimmt, in die Radarkommunikation zwischen Boden-, Schiffs- wie auch folgenden Flugzeugen einzugreifen:
- Aufklärungsflugzeuge (israelische Gulfstream G550, britische Sentinel R1, US RC-135V P-8A Poseidon und E-8)
- US-Aufklärungsdrohnen: RQ-4B Global Hawk, MQ-1 Predator;
- AWACS-Flugzeuge (Airborne Warning and Control Systems).

Das System Krasukha-4 greift gleichfalls in die Kommunikation von US-Militärsatelliten Lacrosse oder Onyx in niederem Orbit ein. Das alles schafft einen "Unsichtbarkeits-Schutzschild" oder ein für die NATO undurchdringliches Netz.

Übersetzung
Ralf Hesse